Grundschuld eintrag bei einem zweiten Kredit

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5 Antworten

vlwc: Ist bei dir die Angst vor dem Verlust der Bestands-Immobilie größer als die Mehrbelastung, dann rechne zunächst, was dich das kostet:

Notar-und Gerichtskosten für die Bestellung der Grundschuld von 60 000 € = rd. 350,-- €, Zinsmehrbelastung 0,3 % aus 400 000 = mtl. 100 €, 15 Jahre lang (unterstellte Zinsbindefrist) mit 3 % verzinst ergibt ein Sparkapital von rd. 23.000 € nach 15 Jahren (Regeltilgung nicht berücksichtigt).

Die dingliche Haftung bezieht sich stets auf die Immobilie, die im Grundbuch mit der Grundschuld belastet ist. Zudem haftest du den Gläubigern gegenüber mit deinem gesamtes sonstiges Vermögen.

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Hallo, warum ist dir so wichtig die 0,3% Zinsverbilligung zu erhalten??

Wenn du die neue Immobilie nicht selbst nutzt ist es steuerlich für dich doch besser höhere Zinsabzugskosten zu haben! Haftungstechnisch -sofern die Immobilie privat gehalten wird-spielt es keine Rolle==> du haftest sowieso für deine Schulden mit deinem ganzen Vermögen!

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Ließ Dir mal die Verträge genau durch: Du unterwirfst Dich mit einem Hypothekenkredit mit Grundschuldeintragung immer der sofortigen Zwangsvollstreckung. Zudem haftet die gewährte Grundschuldeintragung meist auch für ALLE Verbindlichkeiten - auch für zukünftige Dispo oder Ratenkredite.

Falls der neue Kredit nicht bedient wird, so kann und wird die Bank die sofortigen Zwangsvollstreckung vollziehen, womit Du mit all Deinem Besitz haftest, auch mit anderen (abbezahlen) immobilien. Somit gibt es in diesem Szenario KEIN Unterschied.

Nachteilig ist die 2te Grundschuldeintragung beim 1sten Haus, falls dieses mal übertragen oder Verkauft werden soll, weil dann diese 2te Grundschuld "freigekauft" werden muss, was teuer werden kann (Die Bank verliert ja eine Sicherheit und will dafür eine andere, vergleichbare Sicherheit haben)

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Kommentar von MadRampage
16.01.2013, 11:14

TIPP: Zunächst rechnen, wieviel der Zinsvorteil bringt und die zusätzlichen Notargebühren (1x Eintragung plus 1x Löschung) wieder abziehen.

Lohn es sich und das Haus soll nicht verkauft werden, dann versuchen schriftlich mit der Bank zu vereinbaren, dass nach Tilgung von 60.000€ die Löschungsbewilligung für die 2te Grundschuld erteilt wird.

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Hallo vlwc,

es ist richtig. Als Privatmensch haftet man immer mit seinem gesamten Vermögen. Aber es ist nicht richtig, dass eine eingetragene Grundschuld auch automatisch als Sicherheit für alle weiteren Darlehen und Verbindlichkeiten dient. Dies kann man mit der sog. Zweckerklärung regeln. Hier kann man erklären, wofür die Grundschuld als Sicherheit steht. Also hier aufpassen. Vor allem Sparkassen tragen hier gerne ein, dass alle Verbindlichkeiten, auch zukünftige, damit besichert werden. Wenn man also so oder so mit seinem gesamten Vermögen haftet, warum also dann nicht eine zweite Grundschuld eintragen lassen, um ein günstigeres Darlehen zu erhalten? Ganz einfach, weil dann z.B. der Verkauf der alten Immobilie ohne Zustimmung der Bank, die das zweite Haus finanziert hat, nicht möglich ist. Wenn es also einmal eng wird, müssen immer beide Banken ins Boot geholt werden.

Beste Grüße

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Die Problemstellung ist unklar? Hast Du die Häuser in selbständige Körperschaften ausgegliedert? Ansonsten haftest Du mit dem gesamten Vermögen, auch mit jedem Haus. Das ist Dir offenbar nicht so ganz bewußt.

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