Grundschuld an Anteil einer BGB-Gesellschaft?

4 Antworten

Ohne die Zustimmung ja, wenn er die Grundschuld nur auf seinen ideellen 3/4 einragen läßt, aber mitbekommen tut sie es auf jeden Fall, weil jede Änderung im Grundbuch jedem Eigenümer mitgeteilt wird.

Wenn Du ihm helfen willst könntet ihr eine andere Form wählen. Er überträgt Dir per notariellen Urkunde zur Sicherheit seine 3/4, mit dem aufschiebend bedingtem Recht dese Vereinbarung eintragen zu lassen, wenn er mit einer Zins und/oder Tilgungsrate in Rückstand kommt.

Das ist für Dich zwar eine Idee risikoreicher, aber bei der Konstellation wird vermutlich ohnehin keine Andere Eintragung erfolgen, weil die Frau nie zustimmen würde.

Wenn Grundstückseigentümer eine BGB-Gesellschaft ist, müssen alle Gesellschafter mit der Grundschuld einverstanden sein. Die Grundschuld wird nur eingetragen, wenn sie sämtliche BGB-Gesellschafter notariell bewilligt haben.

Nochmals ausführlich: Auf dem 75 %-Gesellschaftsanteil kann keine Grundschuld eingetragen werden, weil die Gesellschaft kein Grundstück ist und es eine Grundschuld nur bei Grundstücken gibt! Ein 75 %-Gesellschafter kann auch auf dem Gesellschaftsgrundstück nicht ohne Mitwirkung des/der anderen Gesellschafter/s eine Grundschuld eintragen lassen, und zwar insbesondere nicht auf einem 75 %-Anteil des Grundstücks, weil Gesellschaftseigentum gesamthänderisch und kein Bruchteilseigentum ist! Die 2001 erfolgt Anerkennung einer Rechtsfähigkeit der Gesellsch. bürgerl. Rechts hat die Frage nach deren Grundbuchfähigkeit aufgeworfen. Inzwischen steht aber fest, dass die Gesellschafter wie früher auch ins Grundbuch eingetragen werden müssen. Unter Geheimhaltung vor anderen eigetragenen Gesellschaftern ist eine Grundschuldeintragung auf dem GbR-Grundstück rechtmäßig überhaupt nicht möglich! Das geht einfach nicht so!

Was möchtest Du wissen?