Grundfreibetrag - Werbungskosten

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Der Grundfreibetrag ist zwar 8.004 EUR und hier sind bereits 1.000 EUR Werbungskosten pauschal berücksichtigt, aber vergiß nicht Deine Vorsorgeaufwendungen. Damit dürftest Du mit diesem Einkommen keine Steuern zahlen müssen.

Schau hier: http://www.n-heydorn.de/steuer.html

Verwende als Single "getrennt veranlagt" und trage die entsprechenden Werte ein oder nimm die Pauschalsätze.

Selbst wenn das größtenteils Einkünfte nicht aus Nebenjobs, sondern aus Kapitaleinkünften wären, könntest Du über die Günstigerprüfung diese Steuern zurückerhalten.

und hier sind bereits 1.000 EUR Werbungskosten pauschal berücksichtigt

Unsinn.

Der Grundfreibetrag ist dasjenige zu versteuernde Einkommen, auf das keine Steuer erhoben wird. Und zum zu versteuernden Einkommen kommt man, indem man zuerst die Werbungskosten von den Einnahmen (bzw. die Betriebsausgaben von den BE) abzieht, gern auch pauschal mit 1.000 Euro bei bestimmten Steuerpflichtigen. Dann werden SA und agB und besondere Freibeträge abgezogen und dann erhält man das zvE.

sondern aus Kapitaleinkünften

Wenn es hier nicht um Steuern, sondern um KiG/kindbezogene Freibeträge geht, hilft ihm das gar nichts.

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@EnnoBecker

Da sind wir einer Meinung. Wenn man also 1.000 Werbungskostenpauschale berücksichtigt (kommt ein Student über 1.000 EUR?), dann darf man nach 1.000 EUR Abzug die 8.004 EUR erreichen... wobei wahrscheinlich bei dem Frager auch noch zumindest Vorsorgeaufwendungen abzuziehen sind, d.h. mit dem genannten Einkommen wären wohl keine Steuern zu zahlen. Und nach Abzug der Vorsorgeaufwendungen wäre er wohl sogar ohne Werbungskosten unter dem Grundfreibetrag.

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@gandalf94305

Als Student wird er wahrscheinlich etwas um die 600 EUR pro Semester an Studiengebühren zahlen. Dazu noch Vorsorgeaufwendungen und die 16 EUR für die Kontoführung und das Ding sollte in der Tat problemlos steuerfrei durchgehen.

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@petethefarmer

Sehe ich ebenso. Da ist es sogar noch günstiger, wenn die Studienaufwendungen keine Werbungskosten, sondern Sonderausgaben sind.

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Diese Frage wäre mit einem Satz zu beantworten: von 8700.-- brutto aus nichtselbständiger Arbeit kann man 1000.-- Arbeitnehmer-Pauschbetrag (so ist die Bezeichung im Gesetz ) ohne Nachweise abziehen, damit ist man schon unter dem Grundfreibetrag von 8004.-- und zahlt keine EST, bzw. gezahlte Lohnsteuer wird zurück vergütet. Weitere Ausgaben bringen nichts mehr. Hier hat man etwas verwechselt, nämlich: die 1000.-- sind beim LST Abzug in der Lohnsteuer-Tabelle schon einberechnet, aber in der Steuererklärung werden sie natürlich als WK abgezogen.

Verrechnung Lohnsteuer und Kapitalertragssteuer unter Grundfreibetrag?

Hallo zusammen,

als Student habe ich 2016 ein dreimonatiges Praktikum mit einem monatlichen Gehalt von ca. 1.500€ brutto absolviert. Um mir die Lohnsteuer zurückzuholen (gesamte Einkünfte aus Praktikum 4.500€) habe ich eine Steuererklärung eingereicht. Dabei habe ich auch Kapitalerträge in Form von Dividenden in Anlage KAP angegeben. Hierbei handelte es sich um ca. 1.600€ aus Dividende und Aktienverkauf. Als Student habe ich hierbei eine NV-Bescheinigung, so dass ich bei der Dividende und den Aktienverkäufen keine Kapitalertragssteuer abgezogen wurde.

Meine Erwartung wäre gewesen, dass ich insgesamt vom Finanzamt einen Betrag von ca. 240€ für die gezahlte Lohnsteuer zurückerhalte. Mit meinem Einkommen + Kapitalerträgen komme ich ja insgesamt lediglich auf 4.500€ + 1.600€ = 6.100€ und liege somit unter dem Grundfreibetrag von 8.820€.

In dem Steuerbescheid vom Finanzamt wurde jedoch dann die von mir gezahlte Lohnsteuer i.H.v. ca. 240€ mit dem nicht versteuerten Kapitalertrag i.H.v. (1600€ - 801€ (SparerPauschBetrag)) x 25% = 799€ x 25% = 200€ verrechnet.

Folglich wurde mir lediglich ca. 40€ ausgezahlt (240€ mir zustehende Lohnsteuer - 200€ Kapitalerträge (versteuerter Betrag über Pauschbetrag) ).

Könnte mir bitte jemand kurz den Grund dafür nennen, dass das so verrechnet wurde? Wieso wurden meine Kapitalerträge jetzt versteuert, wenn ich doch eigentlich insgesamt mit Einkünften + Kapitalerträgen unter dem Grundfreibetrag liege?

Habe da in den letzten Monaten mehrmals darüber nachgedacht und versucht es zu verstehen, aber das tu ich nicht. Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir hierbei weiterhelfen könntet! :-)

Vielen Dank und Viele Grüsse

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