Kann ich die Grunderwerbssteuer vom Finanzamt zurückerstattet bekommen?

3 Antworten

  Ist es genug um Einspruch einzulegen?

Nein. Erstens Frist abgelaufen und zweitens kein Grund dafür.

Der Kauf ist abgeschlossen, denn Du hast ein Recht auf Eintragung im Grundbuch. Das es nicht erfolgt ist, scheint nur technische Gründe zu haben.

Theoretisch wäre es möglich, dass man den Vertrag aufhebt (wenn es einen Grund dafür gäbe udn dann Deine Ex, die Wohnung gleich allein kauft. Aber ich denke, dass die Kosten, die die Aktion bringen würde, auch nicht weniger sind, als die Grunderwerbsteuer.

Anders als wfwbinder denke ich nicht an einen EInspruch, sondern an ein rückwirkendes Ereignis. Liegt ein solches vor (z.B. Rückabwicklung), kann der Bescheid nach § 175 AO aufgehoben werden.

Es liegt aber ein solches Ereignis nicht vor, denn der Grundbucheintrag ist Grundbuchrecht. Wir befinden uns hier aber im Steuerrecht.

Es gibt reichlich falsche Grundbucheinträge, beispielsweise wenn nicht die Wohnungshälfte verkauft worden wäre, sondern ein Miteigentumsanteil eurer GbR. Das wäre auch ohne Notar gegangen und hätte daher auch keinen Eintrag ausgelöst.

Genau, aber Rückabwicklung und eben Aufhebung käme eben ebenso teuer, wie die Steuer.

Die Sache mit der GbR hat natürlich was, gute Idee. Der FRagesteller hätte sich eben rechtzeitig bei einem Berater von Deinem Kaliber Rat holen sollen.

Aber die teuren Steuerberater nehmen für so etwas ja eventuell 500,- Euro Honorar und dann auch noch zuzüglich USt, da zahlt man doch lieber 6.000,- Grunderwerbsteuer.

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@wfwbinder

An der Grunderwerbsteuer wären sie in diesem Fall nicht vorbeigekommen, da bei der Vereinigung in einer Hand GrErwSt anfällt.

6% müssen erst mal beim alten Anteilseigner bleiben, in 5 Jahren können die dann auch noch übertragen werden und lösen dann nur in dieser Höhe GrErwSt aus.

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Alexx:

Es geht nicht um eine Rückabwicklung des Kaufvertrags, sondern um die Veräußerung deines Miteigentumsanteils am Wohnungseigentum. Dabei ist es unerheblich, ob die Umschreibung im Wohnungsgrundbuch vollzogen ist oder nicht. Du kannst auch ohne Eigentumsumschreibung veräußern.

Die Verzögerung in der Umschreibung liegt nach meinen Erfahrungen i. d. R. nicht (allein)  am Notar.

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