Grunderwerbssteuer zahlen oder nicht ? Erbengemeinschaft aufgelöst!

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2 Antworten

Ist die Aktion schon gelaufen? Dann hast du verloren.

Nach § 3, Nr. 3 GrdEStG ist die Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft befreit, aber dazu müssen beide Vertragspartner zu der Erbengemeinschaft gehören. Das tust Du aber nicht.

Wenn Deine Mutter dir sowieso das Geld schenkt, warum macht ihr die Sache nicht so, dass alles frei ist?

Der Bruder gibt an seine Schwester ab. Steuerfrei nach § 3 Nr. 3 GrdEStG

Deine Mutter überträgt komplett auf Dich, schenkungssteuerfrei dun damit auch Grunderwerbsteuerfrei.

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Kommentar von Edge001
15.05.2014, 10:58

Danke erst einmal für die Antwort, leider gab es dabei Schwierigkeiten und Streitigkeiten daher der Verkauf. Die Erbengeimschaft wurde normal zu den Teilen 50 / 50 auseinandergesetzt. Danach wurde mir der Anteil meiner Mutter übertragen und noatrisch der Kaufvertrag über den Anteil meines Onkels aufgesetzt.

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Kommentar von Edge001
15.05.2014, 11:20

Danke erst einmal für die Antwort, leider gab es dabei Schwierigkeiten und Streitigkeiten daher der Verkauf. Die Erbengeimschaft wurde normal zu den Teilen 50 / 50 auseinandergesetzt. Danach wurde mir der Anteil meiner Mutter übertragen und noatrisch der Kaufvertrag über den Anteil meines Onkels aufgesetzt.

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Kommentar von EnnoBecker
15.05.2014, 11:23

Und wie wird der Onkel abgefunden? Der müsste ja nun von der Mutter 70.000 Euro bekommen. Und die eigentlich vom Fragesteller ebenfalls.

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Mir ist die ganze Sachlage noch nicht ganz klar. Ich habe es so verstanden:

Der Opa ist verstorben und hinterlässt zwei Kinder, nämlich deine Mutter und dessen Bruder. Sie erben gemeinschaftlich ein Haus zu 140.000 Euro.

Nun übernimmst du das Haus auf folgende Weise:

  1. Du kaufst dem Onkel dessen Hälfte ab.
  2. Deine Mutter schenkt dir - was? Den "Differenzbetrag", also Geld? kaufst du damit deiner Mutter ihre Häkfte ab? Oder schenkt sie dir die andere Hälfte?

Na, eigentlich ist 2. ja auch egal, es kommt dasselbe bei raus.

zu 1.
Der Erwerb unterliegt der Grunderwerbsteuer. Ein Ausnahmetatbestand nach § 3 oder § 4 GrErwStG liegt nicht vor.

zu 2.
Grunderwerbsteuer entsteht nicht, Ausnahmetatbestand des § 3 nr. 2 und Nr. 6 GrErwStG.

Schenkungsteuer entsteht dem Grunde nach, führt aber ohne Vorerwerbe zu keiner Steuer, weil der Freibetrag von 400.000 Euro nicht ausgeschöpft ist.

Wie hätte man die Besteuerung zu 1. verhindern können?

Im Rahmen der Erbauseinandersetzung hätte die Mutter die andere Hälfte übernommen und dir das Ganze dann verschenkt, dann wäre keine Steuer angefallen.

Bleibt nur die Frage offen, wie der Onkel abgefunden werden könnte. Darüber ist noch nachzudenken.

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Kommentar von Edge001
15.05.2014, 12:13

Ja so ist es gelaufen meine Mutter hat es mir geschenkt aber nicht als Geldzahlung etc. direkt beim Notar die Schenkung nach der Erbauseinandersetzung. Der Bruder ist der Zwillingsbruder daher auch dabei müsste doch noch ein Freibetrag gelten oder nicht? Bei 3,5 % in Sachsen wären bei 70.000 ja 2500.- EUR etwa es ist ja in der Familie auch wenn nicht direkt da ja mein Onkel.

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