Grunderwerbssteuer bei Erbauseinandersetzung?

2 Antworten

Gegenfrage - in Welchem Land befindet sich die geerbte Immobilie?
In Deutschland entfällt die Grunderwerbssteuer, in Österreich ist im Erbfall immer Grunderwerbssteuer zu zahlen.

Wer ist letztlich Besitzer der zweiten Haushälfte - denn der Schilderung nach fehlen hierzu Angaben.

Der Gewinn aus dem Verkauf ist nur dann zu versteuern, wenn die Immobilie nicht selbst genutzt wurde und vor weniger als 10 Jahren in den Besitz Eures Vaters kam.

Nach dem Tod des Vaters besitzen die Mutter 1/2, die Kinder jeweils 1/4 des Hauses. Nach dem Tod der Mutter würde das Erbe der Mutter den beiden Kindern zufallen, regulär bekämen die Kinder jeweils die Hälfte davon, also hätte jedes Kind 2 x 1/4 Anteil vom Haus (von Mutter und Vater), also 1/2 Haus.

Wenn nur ein Kind das gesamte Haus besitzen soll, müsste also das andere Kind seinen einen 1/4 Anteil vom Erbe des Vaters an das andere Kind übertragen (wobei bei diesem 1/4 Anteil die Erbauseinandersetzung bereits abgeschlossen ist) und den 1/4 Anteil der Mutter übertragen, wo die Erbauseinandersetzung noch im Gange ist.
Hinsichtlich Grunderwerbssteuer und Spekulationssteuer ist vermutlich insbesondere der 1/4 Anteil relevant, der vom Vater vor einigen Jahren an den Bruder übertragen wurde und der im Zuge der gesamten Auseinandersetzung nun auch übertragen werden soll.

0
@kostonix

Frage ist halt, ob auf diesen 1/4 Anteil, der früher vom Vater auf das andere Kind übertragen wurde, dann bei Übernahme Grunderwerbssteuer anfällt und bei späterem Verkauf des gesamten Hauses evtl. ein zukünftiger Gewinn aus einer privaten Veräußerung innerhalb der Spekulationsfrist von 10 Jahren versteuert werden muss. Das Haus wird vermutlich von dem einen Kind vermietet und nicht selbst genutzt 
werden.

0

Aus meienr Sicht ist das wie du es auch drehst und wendest ein Erwerb im Rahmen der Erbauseinandersetzung.

Dieser ist nach § 3 Nr. 3. GrEStG von der Besteuerung ausgenommen.

Ich kann keine Vorschrift finden, nach der die Erbauseinandersetzung zeitnah zu efolgen hat. Möge ein Steuerberater oder Notar das anders sehen aber aus meiner Sicht ist der Erwerb von der Grunderwerbsteuer ausgenommen.

Nebenbei wird dir der Notar, den ihr ohnehin braucht, auch und auch schon im Vorfeld des Notartermins Auskünfte geben können.

Was möchtest Du wissen?