Grundbucheintrag oder notariell beglaubigen lassen?

2 Antworten

Miteigentümer wirst du nur durch einen Kauf oder eine Schenkung.

Ein Wohnrecht ist ohne dass Steuern anfallen möglich.

Zuerst solltet ihr überlegen, was ihr beide wollt! Kannst du die Erbschaftsteuer bezahlen und kannst und willst du dich (finanziell) um das Haus kümmern? Wer beerbt deinen Freund und kannst du die eventuellen Pflichtteil auszahlen?

Einen Notar braucht ihr so oder so, nur ist der auch überfordert, wenn ihr nicht wisst, was ihr beide wollt und es ist schnell etwas verbiegt, das dich im Ergebnis bettelarm macht.

Seine Eltern sind beide verstorben, Kinder hat er nicht und sein Bruder hat verzichtet, Verzichtserklärung durch Notar. Finanziell stehe ich gut da. Ich würde mich um das Haus auch kümmern. Wenn man nicht verheiratet ist, was wäre dann die bessere Variante Grundbuch oder Notar. Und was würde das kosten. Wieviel müsste ich an Erbschaftssteuer bezahlen? Bei einer Heirat ist es sicherlich unkomplizierter oder ?

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@Suszi

Grundbuch geht nicht ohne Notar.

Heirat und Testament wäre sinnvoll. Schenkungen auch.

Bei einer Schenkung oder Erbschaft ohne Heirat ergibt sich die Frage, wie viel Erbschaftsteuer das kostet.

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@Suszi

Kostet alles Geld bei Notar meist zwischen 1-5%. Sind aber alles halbe Sachen.

Falls der Lebensgefährte vor Dir stibt, wirst Du durch die Erbschaftssteuer ruiniert, weil nur 40k frei. Bei Eheleuten sind es 400k.

Also heiraten, dann ist auch jeder versorgt (Witwenrente) und ist wesentlich billiger. Man muss ja keine Gütertrennung machen (kostet auch tausende), eine Vermögensaufstellung und Inventarliste zum Zeitpunkt der Heirat von beiden unterschrieben reicht ja auch um evt. den Nachweis zu führen was jeder eingebracht hat.

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@hildefeuer

Der Freibetrag ist 500 T€ und dann gibt es ja auch noch die Befreiung nach §13 Abs. 1 Nr. 4b ErbStG.

Oft ist der Wegfall einer Witwenrente(n) der einzige Grund, nicht zu heiraten.

Manche vergessen aber auch einfach, sich scheiden zu lassen.

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@Suszi

Dazu muß man den Wert des Wohnrechtes berechnen. Dies ist aber nur möglich, wenn Du weitere Angaben zu Deinem Alter und dem Mietniveau vergleichbarer Wohnungen machst. Eine gute fachkundige Beratung wäre hier die beste Lösung.

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Zunächst der Hinweis darauf, dass man bei Grundstücksgeschäften immer zum Notar muß, gleichgültig ob das nun Verkauf, Schenkung oder Wohnrecht ist.

Sodann der Hinweis, dass der Schenkungsteuerfreibetrag bei nicht verheirateten Paaren bei nur 20.000 Euro liegt,unter Ehegatten aber bei 500.000 Euro. Da könnte also eine unangenehme Überraschung ins Haus stehen.

Auch die Gewährung eines lebenslangen Wohnrechts ist eine Schenkung.

Vor einigen Jahren hatte ein User hier einmal folgenden Fall eingestellt: Eine gute Bekannte hatte ihm lebenslanges Wohnrecht an ihrem Haus vererbt. Nach dem Tod der Bekannten bekam er den Erbschaftsteuerbescheid und fiel aus allen Wolken. Zu zahlen war eine große Summe, ob fünf- oder sechsstellig weiß ich nicht mehr. Der Bekannte war durch diese gut gemeinte Zuwendung wirtschaftlich ruiniert worden. Die Frist zur Ausschlagung des Erbes war im übrigen schon abgelaufen.

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