Grundbuch nicht lastenfrei bei Erwerb einer Eigentumswohnung?

4 Antworten

Vermutlich wird das Grundbuch erst mit Deiner Kaufpreiszahlung bereinigt, das ist zumindest in den Meisten fällen so.

Dazu gibt es zwei Methoden. 

1. Entweder durch ein Notaranderkonto, wo der Notar beauftragt wird aus Deinem dorthin gezahlten Kaufpreis zuerst das Grundbuch frei zu machen und den Restbetrag an den Verkäufer zu zahlen, oder 

2. dadurch, dass der Kaufpreis an die Bank des Verkäufers gezahlt wird und vorher vereinbart wird, dass Dir gegen die Zahlung die Löschungsbewilligung erteilt wird.Die Löschungskosten muss dann noch der Verkäufer zahlen.

Adiran:

Welche Art der Lastenfreistellung des Kaufobjekts letztendlich zum
Tagen kommt (Direktablösung durch den Verkäufer oder Ablösung der
Gläubigerforderung aus dem Kaufpreis über einen Vollzugsauftrag an
den Notar), du solltest  darauf achten, dass sämtliche mit der
Lastenfreistellung verbundenen Notar-Kosten vom Verkäufer 
(ungeachtet der gesamtschuldnerischen Kostenhaftung zu tragen sind.

Die Lasten aus einer Immobilien - Finanzierung werden in der Regel vom Grundstückseigentümer beim Grundbuchamt zur Löschung beantragt. 

Der Löschung wird die Bank selbstverständlich erst zustimmen wenn das Darlehen vollständig beglichen wurde und erteilt sodann eine Löschungsbewilligung. 

Wenn der Verkäufer die Formalitäten für die Löschung nicht schon vor dem Verkauf eingeleitet und erledigt hat gibts auch noch die von @wfwbinder genannten Möglichkeiten. 

Verkäufer will zurücktreten bzw. fordert Schwarzgeld

Hallo Ihr,

Unser Hauskauf schien perfekt. Vor-Kaufvertrag beim Makler unterschrieben, bei der Bank alles unterschrieben, Notar Termin auf nächste Woche vereinbart.

Der Kauf ist an und für sich etwas kompliziert von vorneherein. Wir hatten das Haus ursprünglich für 200.000€ vor einem halben Jahr angeschaut. Mußten dann wie die finanzierende Bank den Grundbucheintrag in Kopie wollte, feststellen das mehr als 200.000 auf dem Haus lasten. Uns wurde dann von der Bank die am Haus 1. Grundsicherung hatte, gesagt das dann die Zwangsversteigerung ansteht. Wir teilten der bank mit, dass sie uns dann den termin doch mitteilen sollte.

Diese meldete sich dann vor ca 4 Wochen. Sagte uns sie habe alle Gläubiger angeschrieben und vergleiche gemacht & wir könnten für 170.000€ kaufen. Wir waren begeistert. Haben Gespräche mit der Bank udn dem Makler geführt. Eben auch Verträge fertig gemacht. Mit dem Verkäufer selbst hatten wir nichts zutun. Diesen haben wir erst beim Vor-Vertrag unterschreiben gesehen vor 2 Tagen.

Nun rief er uns heute an und fordert 20.000€ in bar von uns. Ansonsten würde er den Notartermin absagen bzw. nicht einwilligen in den Verkauf. Denn er wolle mehr. Er brüllte uns auch am Telefon an vonwegen das ihm das ja sche*ß egal sei, ob wir das nehmen oder ob Zwangsversteigert wird.

Was tun wir nun? Wir müßen für den Kredit dann ja bereitstellungsgebühr zahlen wenn wir ihn nihct benötigen. Notar müßen wir auch trotzdem zahlen bei so kurzfristiger absage oder? Und in dem Vorkaufvertrag steht, dass wir bei nicht kaufen 1.000€ zahlen müßen. Gilt das auch wenn der Verkäufer zurückzieht? Kann der Verkäufer überhaupt zurückziehen bei dem Schuldenberg?

Was sollen wir nun tun? Sind komplett verzweifelt!

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