Grundbuch & Hausbau : Wie Eigenkapital absichern, Darlehen aufnehmen und Steuern minimieren?

2 Antworten

Jürgen:

Bei veranschlagten Gestehungskosten von 600 000 € bringst du 200 000 € Eigenkapital ein, legst Wert auf Alleineigentum, nimmst zusammen mit deiner Gefährtin 400 000 € Fremdkapital auf, für das sie mit dir üblicherweise gesamtschuldnerisch zu haften hat und sich (im Innenverhältnis) verpflichtet, die Hälfte des Zinses- und Tilgungsdienstes zu erbringen.

Hätte ich deine Gefährtin zu beraten, würde ich zu ihrer Sicherheit eine Sicherungsgrundschuld von 200 000 € im Grundbuch-Range nach der Fremdgrundschuld von 400.000 € und die Eintragung eines Vorkaufsrechts empfehlen.

Was du überlegst, wäre tatsächlich kompliziert und teuer.

Wenn ihr ein Haus zusammen kaufen wollt, müsst ihr das, was (intern) gewünscht ist vertraglich Wasserdicht regeln und euch - aus haftungstechnischen Gründen - idealerweise auch beraten lassen.

Wenn du dien Eigenkapital einbringen willst, das Haus aber euch gehören soll, müsst ihr auch den Grund zusammen kaufen. Praktisch leihst du deiner Freundin 50.000 € (Darlehensvertrag), mit denen sie die Hälfte des Grundes kauft. Ihr steht dann von Anfang an beide im Grundbuch. Ebenso leihst du ihr das Geld für den Bau des Hauses (Darlehensvertrag).

Probleme:

  • Deine Absicherung
  • Ihre Bonität könnte das zusammen mit der Hälfte des Darlehens nicht hergeben. Du wirst also in den Nachrang (hinter die Bank) gehen müssen.

Derzeit generelles Problem:

Immobilien sind überbewertet. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gutachten-billigere-immobilien-in-muenchen-1.3875124

Darlehensänderung bei Trennung

Hallo Allerseits!

Meine Situation ist folgendermaßen: Ich habe vor 6,5 Jahren mit meiner Freundin zusammen ein Haus gebaut. Das Grundstück gehört meiner Freundin (nur sie alleine steht im Grundbuch). Wir sind nicht verheiratet. Die Erschließung des Grundstücks haben wir gemeinsam bezahlt. Die Finanzierung bzw. das Darlehen des Hauses läuft über meine Bausparkasse. Ich hatte bereits einen Bausparvertrag, auf dem sich schon eine größere Summe befand, bei dieser Bausparkasse und deshalb hat es sich angeboten auch den Rest so zu finanzieren. Ich bin der alleinige Hauptschuldner gegenüber der Bausparkasse. Meine Freundin ist Bürge und bürgt mit ihrem Grundstück. Ich habe die Sorge, falls es mal zu einer Trennung (und damit verbunden Streitigkeiten) kommen sollte, dass ich zahlen muss bis es bei mir nichts mehr zu holen gibt. Ich hätte gerne, dass im Falle einer Trennung, das Darlehen auf meine Freundin übergeht, da sie es ist die in dem Haus wohnen bleiben würde weil ihr ja auch das Grundstück gehört. Oder wir einfach beide als Schuldner eingetragen sind. Das Darlehen zahlen wir seit 6,5 Jahren, gemeinsam, zu gleichen Teilen ab. Im Falle einer Trennung möchte ich weder das Haus haben noch meine monatlichen Darlehenszahlungen zurück. Das Haus soll auch nicht verkauft werden – ich möchte dass sie alles behalten kann. Ich möchte dann nur den Betrag den ich anfangs in das Haus investiert habe zurück und aus dem Darlehen raus.

Wie kann ich das am besten lösen? Können wir den Darlehensvertrag zusammen mit der Bausparkasse einfach ändern? Meine Freundin würde mich auch jederzeit mit ins Grundbuch eintragen. Eine Hochzeit kommt aber nicht in Frage. Vielleicht sollte ich mich ins Grundbuch mit eintragen lassen? Wobei mich der Besitz des Hauses nicht interessiert aber ich wäre bei einer Trennung vielleicht in einer besseren Situation. Mir geht es einfach nur darum bei einer eventuellen Trennung einfach „gehen“ zu können und aus meinen Verpflichtungen rauszukommen. Wir sind bereit zum Notar zu gehen und würden auch einige € in eine vernünftige Lösung investieren. Vielen Dank schon mal im Voraus.

G.M.

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