Grund gehört Eltern(stehen im Grundbuch), Haus gebaut wurde vom Sohn (steht nicht im Grundbuch) - welche Rechte haben die Grundbesitzer?

5 Antworten

Ganz einfach § 94 BGB:

 94 Wesentliche Bestandteile eines Grundstücks oder Gebäudes

(1) Zu den wesentlichen Bestandteilen eines Grundstücks gehören die mit dem Grund und Boden fest verbundenen Sachen, insbesondere Gebäude, sowie die Erzeugnisse des Grundstücks, solange sie mit dem Boden zusammenhängen. Samen wird mit dem Aussäen, eine Pflanze wird mit dem Einpflanzen wesentlicher Bestandteil des Grundstücks.

(2) Zu den wesentlichen Bestandteilen eines Gebäudes gehören die zur Herstellung des Gebäudes eingefügten Sachen.

Das Haus gehört dem Grundstückseigentümer.

Man könnte jetzt versuchen über "ungerechtfertigte Bereicherung" oder ähnlich langwierige Prozesse anfangen, aber damit werden nur die Kosten erhöht.

Es wäre möglich hier aber einen Ersatz der Aufwendungen zu verlangen, weil diese Aufwendungen für den Bau des Hauses ja in Erwartung eines späteren Erbes gemacht wurden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

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Alle Rechte liegen beim Eigentümer des Gundstücks. Also dehnen gehört jetzt das Haus. Der Sohn wird sich mit den Eingetümern auseinandersetzen müssen oder auf seine Investition verzichten müssen.

Aber warum macht man sowas? Das alles klärt man normalerweise vor dem Hausbau.

Danke für deine Antwort, auch wenn der Kredit vom Sohn bezahlt wird gehört das Haus den Grundbucheintägern?

Ja das frage ich mich auch warum das nicht zuvor geklärt wurde.

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miz

Bleibt zu hoffen, dass du zur Beweissicherung alle Rechnungen, Kaufbelege, Quittungen sorgfältig aufbewahrt und über sämtliche Eigenleistungen detailliert Buch geführt hast.

In Deutschland ist man eingetragener Grundstücksbesitzer.

Alles was darauf aufbaut, gehört zum Grundstück und gehört dem Grundstücksbesitzer.

Um sich als Dritter, der auf fremden Grundstück baut, abzusichern, kann man sich dann im Grundbuch (mit) eintragen lassen.

Unterlässt man dieses oder hat keine anderen notariellen Vorsorgungen getroffen, hat man Probleme und auch selber Schuld!

Danke für die Antwort, ja da ist er wohl selbst schuld, aber wer nicht mit sich reden lässt muss halt mit Konsequenzen rechnen oder leben müssen.

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Wie ist denn das gegangen? Den Bauantrag kann schon mal nur der Grundstückseigentümer stellen.

Das stimmt nicht. Ich könnte jederzeit einen Bauantrag für ein Grundstück stellen, das Dir gehört.

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Das weiß ich leider nicht, ich habe die Frage im Auftrag gestellt, weil die die das Haus gebaut haben glauben plötzlich das der Grund ihnen gehört daweil stehen eben die Eltern alleine im Grundbuch und der Sohn nicht.

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