Große Witwenrente - Umzug nach Österreich -

2 Antworten

  1. Wenn Dein (einziger) Wohnsitz in Österreich liegt, bist Du dort mit Deinem Welteinkommen steuerpflichtig.

  2. Deine Mieteinnahmen werden in Deutschland besteuert, weil es Mieten aus einem Haus in Deutschland sind. Art. 6 Abs- des DBA (Abkommen zu Vermeidung der Doppelbesteuerung) mit Österreich.

  3. Deine Rente kommt aus der gesetzlichen Versicherung, deshalb ist diese Rente nach Art. 18 Abs. 2 des DBA in Deutschland zu versteuern.

Das klingt jetzt alles so, als würdest Du in Österreich mit Steuern nichts am Hut haben, aber dazu müßte man im Österreichischen Recht top fit sein, was ich nicht bin.

Ich denke, es wäre für Dich das beste gem. § 1 Abs. 3 zu beantragen in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig zu sein, weil Deine Einkünfte, zumindest im Moment zu mindestens 90 % in "D" sind. Das hätte den Vorteil, dass Du auch alle hier vorhandenen Steuervergünstigungen hättest, was bei beschränkter Steuerpflicht nicht so wäre.

Die steuerlichen Aspekte sind hinreichend dargelegt. Was die Krankenversicherung anbelangt sollte man wissen, ob Du in der GKV oder einer privaten Kasse versichert bist. Private Krankenkassen bieten durchaus Tarife die auch in Österreich erbrachte Leistungen abdecken. Bist Du in der GKV, dann solltest Du mit Deiner Krankenkasse Kontakt aufnehmen, denn Deine deutsche Gesundheitskarte kannst Du nur in sog. Notfällen nutzen. Möglicherweise gibt es diesbezüglich ein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und Österreich, wo dies so geregelt wird, dass Du weiterhin in Deutschland versichert bleibst aber eine Gesundheitskarte für das gesetzliche Krankenversicherungssystem in Österreich bekommst. Das sollte möglich sein, wenn man den Aufenthalt in Österreich als "temporär" angibt. Ansonsten bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich in Österreich zu versichern.

Muss ich Steuern zahlen von Summe aus DRV-Witwenrente, VBL-Witwenrente und künftigen Gehalt, obwohl jede Einkommensart für sich steuerfrei ist?

Mein Mann ist leider am 1.1. d. J. verstorben. Ich bekomme nach Erhalt der Vorschusszahlung für das Sterbevierteljahr ab Mai von der DRV eine große Witwenrente in Höhe von ca. 863,-- € sowie von der VBL rückwirkend ab Februar zusätzlich eine große Witwenrente in Höhe von ca. 200,-- €. Ein eigenes Arbeitseinkommen oder auch irgendwelches Ersatzeinkommen beziehe ich derzeit nicht, da mir mein Minijob auch noch per 31.1. gekündigt wurde. Aus gravierenden finanziellen Gründen bin ich darauf angewiesen, trotz meiner 63 Lebensjahre dringendst einen neuen Arbeitsplatz zu finden, welcher mir jetzt nicht nur die fehlenden 450,-- € aus meinem einstigen Minijob ersetzt, sondern mir -aufgrund der Reduzierung der Renten meines Mannes auf die sehr viel niedrigeren Witwenrenten- ein sehr viel höheres Netto-Gehalt einbringen müsste. Meine Frage an Sie: Wenn ich ein Arbeitsverhältnis eingehen würde für ein Gehalt, welches nicht den für eine Witwenrenten-Kürzung relevanten Feibetrag in Höhe von derzeit 803,88 € netto übersteigen würde (und auch genau so steuerfrei wäre, wie jeweils die beiden o. g. Witwenrenten), müsste ich aufgrund der Adddition meiner dann ggf. insgesamt drei Einkommen (Witwenrente I + Witwenrente II + Gehalt) trotzdem im Nachhinein für den Gesamtbetrag Steuern zahlen ? Für Antworten dazu würde ich mich sehr freuen ! Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank im Voraus Speedy07

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