Große Anwartschaft - kleine Anwartschaft für PKV- gravierende Unterschiede?

3 Antworten

Hallo, die Antwort von sobeyda ist perfekt.

Zu ergänzen nur noch:

Es gibt - nicht überall - auch mittelkleine Anwartschaften für bereits Versicherte, bei denen keine neue ARü aufgebaut wird, aber die vorhandene erhalten bleibt. Das (fiktive) Eintrittsalter verschiebt sich, aber es bleibt unter dem aktuellen Alter.

http://www.finanzen-versicherungen-blog.de/kleine-anwartschaft-grosse-anwartschaft-private-krankenversicherung/

Bei einer Anwartschaftsversicherung unterscheidet man die kleine und die große Anwartschaft. Erstere ist gedacht für Situationen von kürzerer Dauer wie Arbeitslosigkeit, Jobwechsel, finanzielle Engpässe oder Auslandsaufenthalte. In ihr werden keine Altersrückstellungen gebildet. Daher hat der Versicherte auch keinen Anspruch auf eine vertragliche Beibehaltung des Eintrittsalters. Die kleine Anwartschaft befreit ihn lediglich von der Durchführung einer erneuten Gesundheitsprüfung.

Demgegenüber wird bei einer großen Anwartschaft das Eintrittsalter „eingefroren“. Nimmt der Versicherte nach Ende der Anwartschaftszeit sein Versicherungsverhältnis wieder auf, wird sein Alter mit dem Alter zu Beginn der Anwartschaft gleichgesetzt. Bei der für längerfristiges Pausieren gedachten Versicherungsversion ist der Beitrag daher deutlich höher. Zwischen dem Beginn der Anwartschaft und dem geplanten Versicherungsbeginn dürfen mehrere Jahrzehnte liegen. Sie bietet sich daher u.a. für Polizeibeamte und Berufssoldaten an.

Soweit richtig, aber die Zuordnung zu den Dauern sehe ich genau umgekehrt. Gerade bei kurzen Dauern ist der Verlust der ARü besonders ärgerlich.

Bei längeren Dauern, wenn noch gar nicht absehbar ist, was in einigen Jahrzehnten benötigt wird, macht eine kleine AW Sinn.

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Der Sinn einer Anwartschaftsversicherung (AWV) - unabhängig ob groß oder klein - ist der, dass keine Gesundheitsprüfung mehr durchgeführt wird.

Bei der großen AWV steigt man bei Wiederaufleben der PKV mit dem ursprünglichen Eintrittsalter und dem ursprünglichen Gesundheitszustand wieder ein. Es wird dann so getan, als ob die PKV die gesamte Zeit bestanden hätte. Die große AWV ist üblich, wenn man vorübergehend pflichtversichert wird, um seine bisher erworbenen Rechte nicht zu verlieren. Der Beitrag zur AWV dient hier in erster Linie dazu die Alterungsrücksktellung weiter aufzubauen.

Bei der kleinen AWV bleibt zwar die einmal durchgeführte Gesundheitsprüfung gültig, nicht jedoch das Eintrittsalter. Wenn man in die PKV übertritt, wird das dann erreichte Alter als Eintrittsalter zu grunde gelegt. Das macht eher Sinn bei Menschen, die noch gar nicht PKV versichert sind, aber wissen, dass sie es in naher Zukunft sein werden, wie z. B. bei Soldaten, die freie Heilfürsorge erhalten, aber irgendwann einmal zu "normalen" Beamten werden. Hier wird der Beitrag dazu verwendet, (fiktive) Risikozuschläge aufzubauen, die bei dem Versicherten später aufgrund des verschlechterten Gesundheitszustands erhoben werden müssten, aber nicht erhoben werden dürfen.

Natürlich könnte der Soldat auch gleich eine große AWV abschließen, nur die ist dann viel teurer.

DH. Besser hätt' ich's nicht erklären können ;-)

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