GmbH Gesellschafterdarlehen/ Verkauf dessen? Steuerlast?

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2 Antworten

Rückstellungen können aus thesaurierten Gewinnen bestehen oder aus Einzahlungen ins Stammkapital.

Während thesaurierte Gewinne nichts mit Ermittlung des Veräußerungsgewinns zu tun haben, sind Einzahlungen ins Stammkapital nachträgliche Anschaffungskosten und mindern damit den Veräußerungsgewinn bei einem Verkauf.

Wenn die thesaurierten Gewinne das Darlehen gemindert haben ist das doch gut für dich. Zurückgezahlte Darlehen sind doch was Gutes.

Einkommensteuerlich interessant sind dabei zum einen darin enthaltene Zinszahlungen und/oder Restbeträge des Darlehens bei Verkauf, wenn entsprechende Passagen im Veräußerungsvertrag aufgenommen wurden.

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Kommentar von Borkum01
13.05.2017, 13:32

Danke für die schnelle Antwort. Jedoch ist es aber so, dass eben nicht die Gewinne (der GmbH gem meines Anteils) gegenübergestellt wurden. Somit ist die Steuerlast genauso hoch wie der Reinerlös (Bar) Grob wurde das Verrechnungskonto und der VK-Preis deklariert (norariell) Das Verrechnungskonto ist somit in den 10 Jahren immer weiter gestiegen (von 66.000€ somit auf 108.000€) ?

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Kommentar von EnnoWarMal
13.05.2017, 19:39

Rückstellungen können aus thesaurierten Gewinnen bestehen oder aus Einzahlungen ins Stammkapital.

Es sind Rücklagen gemeint. Ansonsten ergibt dieser Satz keinen Sinn.

Im ganzen - ohne mich durch die explodierte Buchstabensuppe durchgefressen zu haben - vermute ich mal, dass es ein (aktives) Gesellschafterdarlehen gab, wo nun die Rückzahlung eingefordert wurde. Oder, falls nicht, kann sich der ehemalige GGF das ihm überreichte Geschenk nicht leisten.

Oder ist es was anderes?

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Ich musste den Sachverhalt dreimal lesen um die Dinge zusammen zu bekommen.

 DIe Firma hatte alle Gewinne als Rückstellungen gebucht.

Die Bildung von Rückstellungen mindern die Gewinne. Meinst Du, die Gesellschaft hat die Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern den freien Rücklagen zugeführt?

 Die Refinanzierung erfolgte über die Firma. Also Darlehen an Gesellschafter.

Das soll wohl heißen, das die Gesellschaft selbst Deinen Einstieg finanziert hat.

 Stichwort Senkung der Steuer in den Geschäftsjahren und Verrechnung der Gewinne (75%) auf das Darlehen. 

Ohne Ausschüttungsbeschluss udn Ausschüttung, können Gewinne nicht gegen Dein Darlehen von der Gesellschaft gebucht werden.

 Des Weiteren hatte der damalige Steuerberater keine Verspätung der Erklärung deklariert sodass dadurch noch Verzugszinsen angefallen sind.

Was heißt denn eine Verspätung deklarieren? Oder meinst Du, dass er die Erklärungen verspätet abgab? Das ist Dir anzulasten. ggf. kannst Du ihn wegen der Zuschläge in Regress nehmen, wenn die Verspätung nicht an Dir lag.

 Die GmbH hat in 10 Jahren für 8 jahre Gewinne deklariert so dass buchhalterisch sogar der eigentliche Firmenwert überschritten wurde. Ich frage mich nun, ob das die o.g. Praxis ist zumal mein jetziger Berater sagt, dass das in seinen falsch bzw. fragwürdig war hinsichtlich Ermittlung Verkaufspreis und dessen Steuerlast.

Natürlich können die angesammelten Gewinne höher sein, als der Betrieb ohne die Gewinne, aber die angesammelten Gewinne mit den dadurch entstandenen Rücklagen sind ja Teil des Wertes. Als Berühmtes Beispiel ist da Apple zu sehen. Bei denen ist das Konto mit den angesammelten Gewinnen auch extrem.

Der Wert der Gesellschaft und damit Deiner Anteile besteht eben zum größten Teil aus den angesammelten Gewinnen.Somit versteuerst Du im Zuge des Verkaufs eben das mit, was Du sonst als Ausschüttungen versteuert hättest.

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Kommentar von Borkum01
13.05.2017, 16:09

Danke. Darf ich mal nach Deiner Qualifikation fragen? Die Teilbeantwortungen deinerseits zu den Passagen sind richtig. Also verstehe ich das so, jetzt für die Gegenwart, dass meine einzige Möglichkeit darin besteht, den ehemaligen Berater hinsichtlich verspätete Abgabe (die nicht an mir lag) in Regress zu nehmen. Diese Zinsen sind ja auch nicht unerheblich. Also ist die Steuerlast, was den Verkauf angeht, genauso hoch wie der Verkaufserlös. Problem ist nur, dass jetzt schon 5 Jahre ins Land gezogen sind und die Teilzahlung, die fragmentiert von der Firma an mich geleistet wurden aufgebraucht sind. (Ich bin jetzt seit 6 Jahren im Öffentlichen Dienst tätig.Der damalige Berater hat mich dahingehend nicht beraten. Jetzt könnte man natürlich sagen: eigene Dummheit. Das FA hat bereits für 3 Jahre die vermeintlichen Erstattungen der Einkommenssteuer an mich, einbehalten und gegen gerechnet. Gibt es Erfahrungen mit Zahlungsprocedere an das FA? Inwieweit ist eine auch für mehrere Jahre in die Zukunft gesehen Verrechnung meiner Erstattung (Steuer) zur Senkung der Verbindlichkeit an das FA für das betroffene Steuerjahr machbar und denkbar?  Würde mich freuen, nochmal von Dir zu hören. Danke.

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Kommentar von EnnoWarMal
13.05.2017, 19:31

Ich musste den Sachverhalt dreimal lesen um die Dinge zusammen zu bekommen.

Na bloß gut, dann kann ich mir das ja sparen und gleich zu den Antworten springen. Mir gleitet nämlich ständig das Auge ab bei der Sachverhaltsdarstellung.

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