„Gleitzonenregelung“ oder so ähnlich – Was bedeutet das?

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2 Antworten

Die Zone zwischen 400 udn 800,- Euro bei den Löhnen istder sogenannte "Midi-Job."

Während bis zu 400,- Euro der Arbeitgeber alle Sozialabgaben trägt (30,77 %) udn ab 801,- Euro der Arbeitnehmer die kompletten Arbeitnehmerbeiträge zu zahlen hat, ist in diem "Midi-Job"-Bereich der Betrag den der Arbeitnehmer tragen muss fliessend.

Es wird mit steigendem Einkommen immer mehr, bis eben, ab 801,- Euro der volle Arbeitnehmeranteil zu zahlen ist.

Dafür ist es ja noch kein Lohnsteuerabzug (ausser bei St.-Kl. V, oder VI).

Überschreitet das Einkommen aus unselbständiger Arbeit den Betrag von 400 €, beginnt die Sozialversicherungspflicht des Einkommens. Vom Einkommen sind dann Beiträge für die Kranken, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung abzuführen. Der Arbeitgeberanteil ist neben dem Lohn, von dem die Arbeitnehmeranteile und Lohnsteuer abzuführen sind, eine zusätzliche Leistung des Arbeitgebers.

Grundsätzlich tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Sozialversicherungsbeiträge zur Hälfte. Muss ein Arbeitnehmer bei einem Einkommen bis zu 400 € in der Regel keine Pflichtbeiträge abführen, ändert sich dies mit Passieren der 400 €-Grenze. Eine geringfügige Lohnerhöhung könnte dann unliebsame Konsequenzen haben. Um eine Beschäftigung auch im niedrig entlohnten Sektor interessant zu machen, gibt es eine Sonderregelung für die Gleitzone von 400,01 € bis 800 € (§ 20 Absatz 2 Viertes Sozialgesetzbuch [SGB IV]; auch Midi-Jobs genannt). Der Beitragsbemessung wird auf Seiten des Arbeitnehmers ein geringeres als das tatsächlich erzielte Einkommen zu Grunde gelegt, so dass die Beiträge niedriger ausfallen als bei der Anwendung der üblichen Beitragssätze. Der Anteil des Arbeitnehmers steigt aber (in absoluten Zahlen) linear bis 800 €, wo die volle Parität der beiden Anteile wiederhergestellt ist.

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