Gilt eine Erbschaft von Wertpapieren als Neuerwerb?

1 Antwort

Aus steuerrechtlicher Sicht ist eine Erbschaft meines Wissens nach kein Neuerwerb. Was entscheidend ist, ist das Kaufdatum der Papiere.

Besteht künftig noch ausreichend Rechtssicherheit für Kapitalanleger in Deutschland - eure Einschätzungen?

Hintergrund: Der Gesetzgeber will den Bestandsschutz von Altanlegern, die noch vor 2009 gekaufte Fondsanteile besitzen, ab 2018 aushebeln.

Für Investmentanteile welche vor 2009 angeschafft wurden, wird der Bestandsschutz zeitlich gekappt. Somit bleiben nur noch Wertveränderungen steuerfrei, die vor dem 1. Januar 2018 anfielen. Die ab 2018 anfallenden Wertzuwäche oder -verluste werden steuerpflichtig.

Wer also im Vertrauen auf die Rechtslage vor 2009 einen hohen Einmalbetrag in einen Investmentfonds investiert hat und hoffte, die Wertzuwächse vielleicht deutlich später steuerfrei kassieren zu können, ist jetzt der Dumme. Gerade langfristig orientierte Anleger die für ihre Altersvorsorge ansparen werden damit bestraft. Dies wurde bei der Einführung der Abgeltungssteuer immer bestritten das so etwas passieren kann.

Ist es wirklich so einfach bestehende Regelungen (Bestandsschutz) zu ändern? Was blüht uns dann alles noch in Zukunft angesichts klammer Kassen und aktueller gesellschafticher Entwicklungen? Wie sicher ist private Altersvorsorge künftig noch bei solchen Tricks des Staates? WIe schätzt ihr diese Thematik ein?

Rechtssicherheit ist in diesem Staat offenbar nur noch wenig wert, wie man derartiger Gesetzänderungen sehen kann.

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Darf eine Verbraucherzentrale eigentlich in Wertpapieren beraten?

In einer Antwort von heute wurde dem Fragesteller geraten zur Verbraucherzentrale zu gehen um unabhängige Beratung zu erhalten.

Daraufhin kam bei mir (erstmals,!) die Frage hoch, ob eine Verbraucherzentrale überhaupt das Recht hat in Wertpapieren entgeltlich Beratung anzubieten...

Doch eigentlich nicht, oder seht Ihr das ander?

Danke für Eure Antworten

L

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Erbe für den Lebenspartner des verschuldeten hauses.

Mein Lebensgefährte hat ein verschuldetes 2 Familienhaus, wir selbst wohnen im Erdgeschoss, oben vermietet. Seine erwachsenen Kinder lehnten nach dem Tod der in Scheidung lebenden Ehefrau meines Lebensgfährten jegliche Erbschaft ab. Die eine Tochter ist 100 % schwerbehindert, die Heimkosten werden vom Sozialamt bezahlt. Wenn mein Lebensgefährte sterben würde und es lediglich eine Lebensversicherung - die er für seinen laufenden Kredit - nicht fürs Haus- mit abschloss- , ich würde ca. 40.000.- € erhalten, wie könnte ich vorgehen, um nicht eine hohe Erbschaftssteuer zu zahlen ? Heiraten können wir nicht, da meine Witwenrente für mich lebensnotwendig ist. Meine eigene Rente ist auch nicht sehr hoch, obwohl ich bis zum 60. Lebensjahr , auch mit 5 Kindern , gearbeitet habe. Ich bin berufsunfähig, habe deshalb auch nicht die vollen 18 % Abzüge. Vielleicht gibts eine Lösung. Wenn wir beide ein selbst verfasstes Testament schreiben, ohne Notar, gilt das dann auch ?????

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Sind Kursgewinne aus Papieren, die vor 2009 im Bestand waren steuerfrei?

Anleihefonds, die schon 2008 im Bestand waren haben gute Rendite gebracht. Die Kursgewinne sollten nach Einführung der Abgeltungssteuer im Bestandsschutz steuerfrei bleiben. Nun hat jemand behauptet, dies gelte nicht mehr. Stimmt das?

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Bei Depotbeständen vor dem 01.01.2009 Kursgewinne steuerfrei?

Habe mir den von GAFIB zu meiner früheren Fragen eingestellten Link ****http://www.jblaustein.de/finanzen/abgeltungsteuer/abgeltungsteuer_verrechnung.ht...

durchgelesen, der schon einiges verdeutlicht. Noch mal vielen Dank dafür.

Darin ist häufig von Kursgewinnen und deren Behandlung mittels Verrechnungstöpfen die Rede.

Leider wird zu Kursgewinnen von vor dem Stichtag 01.01.2009 angeschafften Anlagen nichts gesagt, von denen ich meine, dass sie wegen Bestandsschutz steuerfrei sind, oder?

Gibt es auch Kursgewinne, z. B. bei Investmentfonds, die sich während des Besitzes der Anlage ergeben, also nicht erst bei deren Verkauf und greift hierbei auch der Bestandsschutz?

Thema Depotübertragung:

Zur Feststellung von Kursgewinnen, oder -Verlusten, muß nach meinem Verständnis ein Vergleich zwischen Kauf- und Verkaufspreis erfolgen. Vor einigen Monaten habe ich mein Depot von der Ursprungsbank (damit meine ich die Bank, über die ich auch alle Anlagen kaufte) zu einer anderen übertragen, mit der Maßgabe, auch die Verrechnungstöpfe zu übertragen. Die neue Bank schickte mir eine Kopie der Übertragungsliste, in der aber keine Anschaffungswerte stehen. Also wie soll die neue Depotbank Kursgewinne ermitteln?

Da auch die Datumsangaben für alle angeschafften Anlagen nicht mit den tatsächlichen übereinstimmen, kann ja auch hierüber kein echter Anschaffungswert festgestellt werden.

Bei einem Papier hat die neue Depotbank einige hundert Euro Abgeltungssteuer erhoben, weil das Geschäftsdatum fälschlich nach dem Stichtag 2009 angegeben wurde.

Bei diesem falschen Datum handelt es sich aber um die Verschmelzung mit einem andern Fonds.

Trotzdem meine ich, dass auch in so einem Falle der Bestandschutz greifen müßte, denn in einer Veröffentlichung des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. steht folgendes hierzu:

„Besitzt der Anleger einen Fonds, der mit einem anderen Fonds verschmolzen wird, erhält er neue Anteile an dem anderen Fonds. Der Fiskus sieht diese "Veräußerung" und "Neuanschaffung" aber nur als steuerneutralen Vorgang, so dass die neuen Anteile in die Rechtsposition der alten Anteile eintreten (sog. "Fußstapfentheorie"). Somit ist es für den Anleger unerheblich, ob der Fonds vor 2009 oder nach 2008 fusioniert wird bzw. wie lange er seine Anteile besessen hat. Veräußert er seine neuen Anteile, ist der Gewinn steuerfrei, sofern er die alten Anteile vor 2009 gekauft hat und seit Kauf mehr als ein Jahr verstrichen ist.“

Auf eine schriftliche Aufforderung der alten Depotbank, die Daten zu berichtigen, hat diese erst gar nicht reagiert, so dass ich derzeit über ein Anrufen des Ombudsmann nachdenke.

Was meint Ihr dazu????

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Aktien 2010 wohnhaft im Ausland gekauft; Abgeltungssteuer bei Umzug nach Deutschland?

Hallo,

Ich wohne derzeit (seit vielen jahren) in NL, und überlege nach deutschland zurück zu kehren. Nun ist es so dass ich in 2010 und 2011 Aktien gekauft, verkauft und wieder gekauft habe, aber leider recht viel Verluste gemacht habe.

Ich möchte die Aktien noch behalten, weil ich denke dass sich die Kurse noch erholen werden. Sollte der ursprüngliche Kaufkurs wieder erreicht werden, möchte ich mit den Aktiengeschäften aufhören!

Zum Beispiel, Aktien gekauft für 10, verkauft für 6, zurück gekauft für 6,20. Hoffen auf 10,20. Dann verkaufen und aussteigen.

Was passiert wenn ich nun nach deutschland ziehe? Gesetzt den Fall ich ziehe 2012 nach Deutschland und behalte mein noch im Asuland wohnhaft gekauftes Depot bei. In 2013 verkaufe ich die Aktien. Gilt bis dahin eine Art Bestandsschutz (weil ja im Auslanfd gakuft und als "Umzugsgut" mitgenommen), oder muss ich die volle Abgeltungssteuer zahlen die auf den Kursgewinn von 6,20 bis 10,20 Euro anfallen?

Das würde nämlich bedeuten, dass mich der Umzug nach Deutschland ca. 15.000 Euro kostet, falls sich die Aktienkurse nochmal erholen sollten. Was eventuell ein Grund wäre lieber im Ausland zu bleiben.

Ich hoffe meine Frage ist verständlich. Vielen Dank für eine Antwort, habe im Internet nirgendwo etwas zu dem Thema gefunden.

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