Gilt die Fahr zur Tankstelle nicht mit als Arbeitsweg?

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2 Antworten

Der Arbeitnehmer bzw. die versicherte Person steht grundsätzlich auf dem mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden unmittelbaren Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit unter Versicherungsschutz. Der Versicherungsschutz beginnt dabei mit dem Durchschreiten der Außentür des von der versicherten Person bewohnten Gebäudes und endet mit Betreten des Betriebsgeländes (anschließend ggfls. "normaler" Arbeitsunfall). Dabei verlangt das Gesetz nicht, ausschließlich den kürzesten Weg zu benutzen. Vielmehr besteht grundsätzlich eine freie Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Strecken (z.B. eine längere, aber verkehrsgünstigere Strecke) sowie in der Art des Verkehrsmittels. Versichert sind alle Tätigkeiten, die rechtlich wesentlich durch die Zurücklegung des Weges bedingt sind. Dazu zählen z.B. auch erforderliche Wartezeiten. Unterbricht der Versicherte dagegen den Weg für persönliche Handlungen (z.B. privater Einkauf, Essenseinnahme), besteht während der Unterbrechung regelmäßig kein Versicherungsschutz.

Das gilt nicht für bestimmte Wegeabweichungen:

  • abweichender Weg, weil Kinder wegen beruflicher Tätigkeit in fremde Obhut zu geben sind, z.B. Kindergarten, Großeltern, Tagesmutter

  • abweichender Weg wegen Fahrgemeinschaften

  • Abweichender Weg des Kindes wegen Beförderung aufgrund beruflicher Tätigkeit des Versicherten in fremde Obhut.

Versichert ist außerdem der Weg zwischen Familienwohnung und Unterkunft am Beschäftigungsort.

http://kuerzer.de/hg3BVMo3x

das stimmt. im falle eines unfalles kann das zu problemen führen.

es gab dazu kürzlich ein urteil in einem ähnlichen fall mit genau dem tankstellenproblem. nur der direkte weg ist "versichert", so die richter.

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