gilt die Einlagensicherung einer Bank eigentlich auch für Verrechnungskonten bei Fonds?

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1 Antwort

Die Verrechnungskonten sind Einlagekonten und unterliegen damit auch der Einlagensicherung. Bei manchen Banken sind diese ja ohnehin als gewöhnliche Giro- oder Tagesgeldkonten ausgeführt.

Bei einer Insolvenz der KAG geht die Verantwortung für das Sondervermögen an die Depotbank über, d.h. der Anleger verliert dadurch nichts. Ausschüttungen und Erlöse aus Verkäufen sind auch nicht Vermögen der KAG, sondern werden treuhänderisch für Anleger von der Depotbank weitergegeben.

Ein Rest-Risiko besteht bei ausländischen Depotbanken (außerhalb der EU), die im Falle einer Insolvenz zwar das Wertpapiersondervermögen als solches nicht in die Insolvenzmasse übernehmen können, jedoch theoretisch Teile der Cash-Positionen eines Fonds. Mir ist jedoch kein Fall diese Sorte bekannt.

Damit ist das wesentliche Risiko eigentlich nur bei Betrugs- und Veruntreuungsfällen zu suchen, wie der Fall von MF Global beispielsweise gezeigt hat. Werden solche Mittel regelwidrig aus Sondervermögen entnommen und für Eigenzwecke eingesetzt, so kann dies zu nicht kompensierbaren Verlusten führen, die zwar Schadensersatzansprüche der Anleger begründen, aber ggf. aufgrund der Insolvenz der Investmentgesellschaft nicht mehr zu befriedigen sind.

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