Gilt bei der Erhöhung die Kappungsgrenze(in 3Jahren 20%)und um wieviel kann die Miete steigen?

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5 Antworten

Eine Umlage der Modernisierungskosten ist unabhängig von der Kappungsgrenze. da offensichtlich der Vermieter die Maßnahme auch vorab termingerecht angekündigt hat hast Du nur folgende Möglichkeiten: die Modernisierung abzulehnen (meist aber nicht erfolgreich) oder von Deinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Zusätzlich kannst Du natürlich später auch die Abrechnung überprüfen, dass nur Modernisierungsmaßnahmen und keine Instandhaltungsmaßnahmen auf die Miete umgelegt werden. Wenn wie in Deinem Fall offenbar auch die Heizung erneuert wird so ist davon auszugehen, dass die überwiegenden Kosten der Instandhaltung zuzurechnen sind. Ebenso sind bei der Fasadenisolierung auch ein Teil der Kosten der Instandhaltung zuzurechnen. Wenn der Vermieter Einsparungskosten nennt, die aber auch nach vielen Jahren nicht die Mehrkosten der Modernisierung nicht abdecken kann man es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen - Ausgang ungewiß - je nach Richter der den Fall bearbeitet.

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Vorweg, ich kenn mich in der rechtlichen Materie viel zu wenig aus um einen wirklichen Rat geben zu können.

Aber wegen einer vage errechneten Heizkostenersparnis von 18,66 €/Monat die Miete um 100,27 €/Monat zu erhöhen und damit die qm-Miete von 6,09 € auf 7,65 € - also den Mietspiegel um 0,76 € zu toppen - das sieht nach Schildbürgerstreich aus.

Checke, ob in der Modernisierungsmaßnahme nicht versteckte Instandhaltungskosten (z.B. Risse im Mauerwerk beseitigen o.ä.) enthalten sind und die Gesamtrechnung erhöhen. Geh mit allen Unterlagen zum Mieterverein und lass Dich dort sachkundig beraten.

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Kommentar von Zitterbacke
05.02.2015, 13:26

Ich vermisse den kleinen robi... und sein Graus und Hund . ;-)))

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Kann mir jemand Aufklärung leisten

§ 558 Abs. 3 Satz 1 BGB 'Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete' bestimmt nun hinlänglich: " Bei Erhöhungen nach Absatz 1 darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren, von Erhöhungen nach den §§ 559 [Modernisierungserhöhung] bis 560 [Veränderung von Betriebskosten] abgesehen, nicht um mehr als 20 vom Hundert erhöhen (Kappungsgrenze)."

http://dejure.org/gesetze/BGB/558.html

Meint: Modernisierungserhöhungen oder erhöhte Betriebskostenpauschalen bzw. -vorauszahlungen sind außerhalb und gar zusätzlich zu Mietpreisanhebungen n. § 558 BGB zulässig :-O

G imager761

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Nachdem der Vermieter die Modernisierungsmaßnahmen mindestens 3 Monate vorher angekündigt hat, so steht dem Mieter ein Sonderkündigungsrecht zu, sofern die Baumaßnahmen einen erheblichen Eingriff in die Mieträume haben und mit einer erheblichen Mieterhöhung verbunden sind.

Da ein Umzug allerdings auch mit Kosten verbunden ist, würde ich - genau wie Jürgen - empfehlen, einen Mieterbund aufzusuchen, um die doch erhebliche Mieterhöhung auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen zu lassen.

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Mietrechtsänderung 2013: Wann die neue Kappungsgrenze gilt

Seit dem 1.5.2013 ist die Mietrechtsänderung in Kraft. Große Verwirrung herrscht allerdings nach wie vor darüber, wann und um wie viel der Vermieter die Miete erhöhen darf. Nach § 558 BGB dürfen nämlich die Landesregierungen die Kappungsgrenze von den üblichen 20 % auf 15 % innerhalb von 3 Jahren.

http://www.meineimmobilie.de/vermieten-verwalten/miete-einnehmen/mietrechtsaenderung-2013-wann-die-neue-kappungsgrenze-gilt

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