Gibt's ein Mindestgebot bei Zwangsversteigerungen?

2 Antworten

Theoretisch nein, praktisch ja.

Im ersten Termin können Gebote unter 70 % des Schätzwertes zurückgewiesen werden, im zweiten solche unter 50 %.

Erst ab dem dritten Termin gibt es kein Recht mehr die Gebote zurückzuweisen.

Beim Mindestgebot handelt es sich tatsächlich um die 7/10-Grenze. Danach kann ein Berechtigter, wenn das Gebot darunter liegt, das Gebot ablehnen. Unterhalb vom 5/10 müsste es von Amts wegen abgelehnt werden. Man kann also bei Zwangsversteigerungen bestimmt günstig Grundstücke erwerben. Man muss nur bedenken, wenn z. B. ein Hausgrundstück oder eine Wohnung 200.000,00 Euro nach dem Gutachten wert ist, könnte man es für 100.000,00 Euro ersteigern.

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