Gibt es tatsächlich eine negative Korrelation zwischen Aktienkursen und Ölpreis?

2 Antworten

Jeder Regel ihre Ausnahmen.

Normaler Weise (aber was ist noch normal), ist es so, dass wenn der Ölpreissteigt, die Kosten steigen, die Unternehmen also geringere Erträge haben udn somit die Aktienkurse fallen.

Bei fallendem Ölpreis umgekehrt.

Aber wenn der Ölpreis wegen einer Wirtschafstkrise sinkt, geht das natürlich mit den sinkenden Kursen durch die Krise einher.

Wenn die Stimmung sich bessert wird es für eine gewisse Zeit eben in die andere Richtung ebenso sein, weil die Stmmung am Aktienmarkt sich eben mehr durchsetzt, als ein Ölgpreis der sich von 50 auf 70 Dollar erhöht.

Ab 2010 kann das schon wieder anders sein.

Tatsächlich spricht die einschlägige Literatur von einer negativen Korrelation, wobei davon ausgegangen wird, dass steigende Ölpreise die Produktion vieler Güter verteuert und somit die Industrie niedrigere Gewinne erzielen kann. Dies hat dann wiederum Auswirkungen auf den Aktienkurs. Solche Annahmen halten jedoch nicht, wenn rein auf Stimmungsmache spekuliert wird. Das war in letzter Zeit jedoch vermehrt zu beobachten.

Outperformance in Krisenzeiten dank niedriger Korrelation?

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Kann es sein, dass solch ein Portfolio in Krisenzeiten bei einem Crash besser als der Gesamtmarkt läuft? Immerhin habe ich an Tagen mit stärkeren Ausschlägen des DAXes nach unten eine deutlich bessere Tagesrendite erzielt (Wobei anzumerken, dass es trotzdem eine negative Rendite gibt, wenn auch nicht so negativ wie DAX und Dow).

Weitere Strategien:

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