Gibt es in Deutschland so genannten Trading Rooms?

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1 Antwort

Für Forschung und Lehre gibt es soetwas:

Diese Meldung ist von 2005, also schon etwas älter:

Einen "Echtzeit-Trading-Room" mit sechs vollausgestatteten Computer-Handelsplätzen hat dieser Tage die Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften der Universität Ulm in Betrieb genommen. Die unter anderem mit einer hochkomplexen Simulationssoftware und einem der führenden Finanzinformationssysteme versehenen Arbeitsplätze erlauben es, im Rahmen von Simulationen Finanzprodukte zu generieren, Marktszenarien an den Börsen unter realistischen Bedingungen durchzuspielen und die Studierenden in die Rolle sowohl von Börsenhändlern als auch Risikomanagern zu versetzen Bei der Übergabe der Einrichtung an die Fakultät unterstrich deren Dekan Professor Ulrich Stadtmüller die Bedeutung der Innovation für die ohnehin schon praxisnahe Ausbildung der Ulmer Studierenden. "Die Kombination einer fundierten wissenschaftlichen Ausbildung mit praxisnahen Elementen ist ein Markenzeichen unserer Studiengänge", sagte Stadtmüller und dankte in diesem Zusammenhang der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) für die Unterstützung durch die für zunächst drei Jahre gesicherte Anlauffinanzierung. LBBW-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Strüder zufolge spielt zeitgemäße Technik bei der Vermittlung von Lerninhalten an Universitäten eine immer wichtigere Rolle, um die Absolventen auf den Berufseinstieg optimal vorbereiten zu können. "Mit der neuen Ausstattung können Vorlesungen und Übungen realistischer gestaltet werden. Dadurch eröffnen sich Möglichkeiten, die Theorie der Hochschulausbildung mit der Praxis des Berufslebens weiter zu verzahnen", sagte Strüder weiter. Dass die LBBW mit dem "Trading Room" die Universität Ulm unterstütze, resultiere neben der qualitativ hochwertigen Ausbildung hier aus dem Weitblick von Professor Rüdiger Kiesel. Der Leiter der Abteilung Finanzmathematik und Verantwortliche für den internationalen Masterstudiengang Finance habe sich als erster Wissenschaftler für das System interessiert, ließ der LBBW-Vorstand durchblicken. Kiesel betrachtet den bundesweit nur an zwei Hochschulen genutzten Trading Room als "weiteres Highlight im Rahmen unserer innovativen Ausbildung." Zudem ermögliche der damit verbundene erstklassige Zugang zu hochwertigen Finanzdaten weiterhin Forschungsarbeiten auf hohem internationalem Niveau. Prorektor Professor Guido Adler sah denn auch in der neuen Einrichtung "ein echtes Alleinstellungsmerkmal unserer Universität" und eben diese Kriterien würden bekanntlich immer wichtiger. Überdies, so Adler weiter, sei diese LBBW-Förderung "ein ausgezeichnetes Beispiel für eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Universität und Unternehmen".

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