Gibt es Hebelprodukte, die man jahrelang halten kann, d.h. ohne große Zinsbelastung?

3 Antworten

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Also Hebel 3 heißt für mich, für 100 Euro "Eigenkapital" werden 300 Euro Fremdkapital aufgenommen.

Wenn ich nun den gesamten Betrag zu 10 % anlegen kann, und nur 5 % für das Fremdkapital bezahle, gilt die einfache Blasenformel :

Je höher der Hebel, desto höher der Ertrag auf das eingesetzte Eigenkapital.

Problematisch wird das halt nur, wenn die Rendite unter der Zins fürs Leihkapital fällt.

im nachfolgenden Bsp. können Sie mit 25% Eigenkapital über die Dauer von zirka 10 Jahren bei einem angenommenen Hypothekenkreditzins von 2,5% p.a. ein 10% Renditeobjekt "hebeln". In dem Sie die monatlichen Mieteinnahmen zur Zins- u. Tilgungszahlung nutzen. Zum Kreditende nach nur 10 Jahren gehört Ihnen die Immobilie und Sie erhalten "ein Leben lang" monatliche Mieteinnahmen in Höhe von 10% p.a.

Meine Empfehlung:

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Unsere vermieteten Wohnhäuser zeichnen sich durch eine 10%ige ist-Rendite und weiterer möglicher Wertsteigerung aus. Die Gebäude sind in jedem Fall vermietet. Die Höhe der Miete ist ortsüblich oder liegt darunter, was eine Weitervermietung bei Mieterwechsel zu höheren Konditionen denkbar erscheinen lässt. Oftmals bestehen noch ungenutzte Ertragsmöglichkeiten, wie etwa die Vermietung von Garagen, Stellplätzen oder der Dachgeschossausbau.

Wir investieren ausschließlich in von uns vorher ausgewählte Standorte, in guten Lagen, deutscher Kleinstädte, mit Wertsteigerungspotential.

Als privater Anleger genießen Sie den Vorzug, das "Zinshaus" nach einer Haltedauer von 10 Jahren mit Mehrerlös steuerfrei zu veräußern. In der Zeit kümmert sich auf Wunsch gern eine vor Ort ansässige Hausverwaltung um sämtliche Belange. Alles kann per Telefon oder Internet erledigt werden, ganz als stünde die Rendite-Immobilie bei Ihnen um die Ecke...

Sofern ein "Zinshaus" zudem unter Denkmalschutz steht, können Sie in den Genuss höherer Abschreibungen (Sonder AfA) gelangen.

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Die Finanzierungskosten werden Dir einen Strich durch die Rechnung machen. Wenn nämlich die Finanzierungskosten (z.B. 3% p.a.) über den Wertzuwachs laufen, dann hast Du Verluste, obwohl der Basiswert vielleicht sogar im Plus liegt.

Bedenke, daß der Hebel in beide Richtungen wirkt. Ein Verlust multipliziert sich daher auch.

Man wird daher Hebelprodukte nicht langfristig halten, sondern höchstens 6-12 Monate.

PS: Schau Dir mal Outperformance- und Sprint-Zertifikate an. Hier sind die Kosten niedriger als bei klassischen Hebelprodukten.

Sorry aber das hat nichts mit Investition sondern vielmehr mit Zocken zu tun. ich kenne nur Hebelprodukt die in die Hosen gingen. Es kann dir passieren, dass du nachher statt einem, tollen Gewinn einen Schuldenberg hast.

Faktorzertifikat - Dauer und mögliche Kündigung

Ich habe mal als relativer Neuling im Trading-Geschäft eine Frage zu Faktorzertifikaten. Vor allem natürlich zu denen, die einen Index 4-12fach hebeln, sowohl im Long-Bereich als auch im Short-Bereich. Ich höre immer, dass ein Totalverlust aufgrund eines Anpassungsmechanismusses unmöglich ist und es kein Laufzeitende gibt.

Um dies mit einem Beispiel zu belegen: ich kaufe heute bei Dax-Stand 8800 ein Faktorzertifikat von Vontobel mit 8fachen Hebel (WKN: VZ8LDX) für 10.000 Euro. Leider fällt der Dax in den nächste 12 Monaten auf 2000 Indexpunkte. Ist selbst dann mein Faktorzertifikat immer noch kein Totalverlust? Der Dax braucht bei seiner anschließenden Aufholjagd bis er wieder bei 8800 steht 5 lange traurige Jahre. Kann ich dann im Jahre 2019 mein Faktorzertifikat wieder zum Einstiegskurs von 10.000 Euro verlustfrei freikaufen? Oder ist irgendetwas passiert, wo ich als Neuling nicht dran denke?

Wie sieht es mit der Kündigung durch den Emittenten aus? Ich finde im Internet kein Faktorzertifikat, dass es schon knappe 10 Jahre am Markt gibt. Wird ein solches Faktorzertifikat eventuell eingestellt, wenn es wie in meinem Beispiel beschrieben eklatant mit mehreren hundert oder gar tausend Prozent zwischenzeitlich im Minus ist?

Kurzum: Könnte ich bei einem Faktorzertifikat mögliche Verluste einfach so lange aussitzen, bis sich ein Gewinn wieder einstellt - egal nach wievielen Jahren oder auch nach noch so großen zwischenzeitlichen Verlusten???

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Ist bei einer Baufinanzierung die Tilgung durch einen Bausparvertrag nicht sinnvoll?

Diese Frage wurde hier schon öfter gestellt und von der Bausparvariante wurde immer abgeraten. Die Argumente erscheinen mir nicht schlüssig. Um mir selbst ein Bild zu machen, habe ich es einfach durchgerechnet und möchte nun fundiert wissen, was ich vielleicht nicht bedenke.

Unsere Baufinanzierung hätte verschiedene Komponenten: Hypothek zu 249.000€, 50.000€ KfW-124, 50.000€ KfW-153. Die KfW-Programme haben maximal 10 Jahre Zinsbindung, können aus der Betrachtung im wesentlichen entfallen, aber für die Berechnung der theoretischen monatlichen Belastung nach Ablauf der Zinsbindung, rechne ich sie mit.

Das Ziel ist ein möglichst geringes Zinsrisiko bei gleichzeitig möglichst wenig insgesamt gezahlten Zinsen. Für den Vergleich verschiedener Modelle muss man es also einfach nur durchrechnen mit verschiedenen fiktiven Sollzinsen in 10 Jahren. Also jedes Modell einmal mit 3 %, einmal mit 4 %, einmal mit 6 % usw....

Welche Modelle werden verglichen? Modell 1 hat 10 Jahre Zinsbindung zu 1,95 %, anfängliche Tilgung ist 2 %. Modell 2 hat 15 Jahre Zinsbindung zu 2,35 %, selbe anfängliche Tilgung. Modell 3 ist wie Modell 1, nur wird hier die Tilgung stattdessen konstant in einen Bausparvertrag eingezahlt. Das heißt, weder steigt die Tilgungsrate über die 10 Jahre an, noch verringert sich der Zinsanteil der Hypothek. Nach 10 Jahren haben sich so ca. 50.000€ im Bausparvertrag angesammelt. Dieser Vertrag ist so vereinbart, dass er nach 10 Jahren zuteilungsreif ist. Die Zuteilungssumme beträgt ca. 142.000€, d.h. vereinbart ist eine Zuteilung bei 35 % Ansparsumme. Damit wird jetzt nach 10 Jahren ein Teil der Hypothek abgelöst. Ab dem 11. Jahr tilgt man die Hypothek mit 3,1 % anfänglicher Tilgung. Das entspricht dem Tilgungssatz von Modell 1 für Jahr 11. Für den Bausparvertrag ergibt sich eine anfängliche Tilgung von ca. 5,04 %. Das Bauspardarlehen von ca. 92.000€ wird fest mit 2,35 % verzinst bis zum Ende der Laufzeit (ca. weitere 17 Jahre). Die Zinsen, die man die ersten 10 Jahre auf die Ansparung erhält, sind vernachlässigbar gering (wurden aber mitberechnet).

Nun habe ich das also mit verschiedenen fiktiven Sollzinsen in 10 Jahren durchgerechnet und komme darauf, dass das Bausparmodell** immer signifikant besser abschneidet**. Selbst wenn man in 10 Jahren zu 3 % verzinsen kann. Mit steigenden angenommenen Sollzinsen wird der Vorteil des Bausparmodells immer krasser, bei 6 % angenommenen Zinsen sind es gegenüber dem Modell ohne Bausparvertrag 35.000€ weniger insgesamt gezahlte Zinsen. Die angehängten Grafiken visualisieren das. Sie zeigen, wie die Zinssumme mit den Jahren anwächst.

So, wo ist nun mein Denkfehler, was habe ich nicht bedacht?

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