Gibt es einen Richtwert für Abfindungen nach betriebsbedingten Kündigungen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Natürlich gibt es bei solchen arbeitsrechtlichen Fragen eine Faustregel: üblich sind ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Jahr Zugehörigkeit zum Betrieb.

Das wird in der Regel vom Arbeitgeber angeboten, dann allerdings ist es nicht sicher, dass bei einer Kündigungsschutzklage dem auch die Arbeitsgerichte folgen. Besonders bei äteren Arbeitnehmern fallen die Abfindungen nach Urteil höher aus. Da doch jeder Fall sehr individuell und persönlich ist, kann man einem Arbeitnehmer nur empfehlen auf eine Kündigungsschutzklage in solchen Fällen nicht zu verzichten.

Alle Details und Rechenhilfen findest Du hier:

www.juraforum.de/lexikon/abfindung-betriebsbedingte-kuendigung

Was ich Dir aber ganz besonders zur Kenntnisnahme empfehle ist der Umstand, dass es Abfindung überhaupt nur dann gibt, wenn beide Seiten mitspielen. Hat Dein Arbeitgeber die Absicht, die Sache ggf. streitig durchzuziehen, bekommst Du garnichts.

In Deutschland gibt es kein Recht auf Abfindung. Man erhält sie entweder durch Vergleich oder durch erstreiten vor dem Arbeitsgericht. Normal ist ein halbes Monatsgehalt brutto pro Jahr Betriebszugehörigkeit.

Was möchtest Du wissen?