Gibt es eine sichere Geldanlage, die noch soviel Zins abwirft, dass man die Inflation ausgleicht?

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5 Antworten

Solch eine Anlage gibt es nicht. Jeder Kapitalanleger will solch eine Anlage. Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit - das magische Dreieck der Kapitalanlage. Das ist Wunschdenken mit Zielkonflikten.

  • Mehr Rendite nur mit mehr Risiko
  • Sicherheit nur wenig Rendite
  • Sicherheit und Rendite nur langfristige Laufzeit

Diese Investition ist eine Angelegenheit von großer Tragweite. Es können durch eine falsche Anlage große Verluste entstehen. Folgende Fragen sind bei der Auswahl einer Kapitalanlage zu beantworten.

  • Was ist das Ziel der Anlage?
  • Welcher Anlagezeitraum ist geplant?
  • Welchen Anteil am übrigen Vermögen hätte die neue Anlage?
  • Wie ist das persönliche Verhältnis zu Chance und Risiko?

Sehe ich auch so. DH!

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nun macht das ihm doch nicht so schwer. Aktuell bietet die Bank of Scotland effektiv mit Bonus 2,4% auf Tagesgeld an. Das wäre sicher, man kommt jeder Zeit heran und einfach zu beantragen. Kein Risiko der Verlustes. Wenn die Inflation steigt, was zu erwarten ist, dann hat man das Problem suboptimal gelöst

@monetar

Du verwechselst wohl Tagesgeld mit Festgeld. Oder du hängst mit deinen Daten 1 Jahr oder mehr zurück.

Attraktiver Zinssatz von aktuell 2,0% p.a. auf das Tagesgeld

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@RatsucherZYX

wer lesen kann, ist im Vorteil:-)

ich sprach von Bonus und dann kann man auf 2,4% kommen, effektiv

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@monetaer

Ich habe die Texte abgesucht und auch das Suchwort Bonus eingegeben, leider ohne Ergebnis, schon gar nicht beim Tagesgeld.

Falls du eine Neuanlageprämie meinst, die gibt es nur 1 x.

Zeig mir doch bitte, wie ich an den Bonus gelangen kann! Danke!

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Gerade beim Tagesgeld muss man aktuell bleiben, wenn man mit Zahlen argumentieren will. 2,4% ist schon ne Weile her. Oder rechnest Du ernsthaft das Startguthaben mit rein ? Je nach Anlagehöhe kommst Du aber auch nicht auf 2,4% !

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Gehen wir mal davon aus, daß die Inflation heute um die 2,1% beträgt, dann wären das ca. 3% Rendite vor Steuern und Inflation, die risikolos zu erreichen wären.

Langfristig betrachtet lag der Tagesgeldzins bis 2004 ca. 0,8-1,5% über der Inflationsrate. Man hätte Inflation nach Steuern also per Tagesgeld oder mit einem kaskadierten Festgeld auf 12 Monate schlagen können. Seit 2010 liegt der Tagesgeldzinssatz allerdings unter der Inflationsrate. Sparbriefe auf 4 Jahre lagen historisch immer ca. 2-4% über den Tagesgeldzinsen, jedoch gleicht sich auch hier die Kurve in Erwartung niedriger Marktzinsen immer mehr an Tages- und Festgeld an.

Derzeit befindet sich Tagesgeld bei 1,2-1,8%, während Sparbriefe auf 4-5 Jahre gerade die 3%-Marke erreichen oder knapp überschreiten (da gibt es jedoch seitens der Emittenten ggf. Risiken).

Da wir wohl in der aktuellen Lage zur Beschwichtigung der Märkte damit rechnen müssen, daß die Marktzinsen bis 2014 oder sogar noch länger niedrig bleiben und 10-jährige Staatsanleihen bester Bonität nicht mehr als 1,5-2,0% Zinsen abwerfen werden, gibt es kurzfristig keine Möglichkeit, mit diesen "risikolosen" Anlageformen die Inflationsrate zu schlagen.

Inflation-linked Bonds sind auch keine Lösung, da sie der Inflation hinterherhinken und selbst bei perfekter Abbildung der Inflation diese per definitionem natürlich nicht schlagen.

Noch ein Punkt: die Inflationsrate liegt derzeit bei 2,1%. Sie kann jedoch auch bei einer weiteren Verteuerung von Agrar- oder Energiepreisen auf 3% springen oder auf 1,6% (langjähriges Mittel) zurückgehen. Das Ziel des Inflationsausgleichs ist also variabel.

Bei den vielzitierten Sachwerten (z.B. Aktien, Edelmetalle, Immobilien) ist zwar langfristig mit einem Inflationsausgleich zu rechnen, aber das gilt nicht unbedingt für Einzelwerte und schon gar nicht auf den Horizont von einem halben Jahr oder Jahr. Aber: solide, globale Unternehmen können Preissteigerungen an Kunden weitergeben und sind damit inflationsunabhängiger als andere. Defensive Branchen sind allerdings schon etwas teuer (Pharma, Versorger, Telcos).

Daher gibt es eigentlich aus meiner Sicht nur zwei prinzipiell mögliche Strategien:

  • Man investiert in einen gut diversifizierten Portfolio aus Fonds mit primär Aktien, sowie einer Beimischung von Anleihen und Rohstoffen. Dieser Portfolio wird im Wert natürlich schwanken, aber langfristig über die Jahre gemittelt die Inflation nach Steuern deutlich schlagen, Positionen können börsentäglich liquidiert werden. Das erfordert etwas Arbeit, da ein solcher Portfolio natürlich beobachtet und ggf. verändert werden will, wenn sich die Marktgegebenheiten verändern.

  • Man investiert in einzelne Portionen von Tagesgeld, Festgeld und/oder Sparbriefe und hofft auf mit der Zeit steigende Zinsen. Über die nächsten 20 Jahre hinweg wirst Du im Mittel vielleicht die Inflation schlagen können, aber es gibt auch Wirtschaftswissenschaftler, die von einer dauerhaften Zeit der Niedrigzinsen sprechen. In diesem Fall ist die Hoffnung auf höhere Zinsen verfehlt. Diese Anlage ist harmlos, da man sich wenig darum kümmern muss, dürfte jedoch das Ziel nicht wirklich erreichen.

Das Leben ist schwer.

Wer an die Inflationsrate von 2,1% glaubt, ist ohnhin schon auf dem Holzweg. Wir werden von der Politik und den Statistiken täglich belogen. Der Warenkorb wird regelmäßig verändert und damit auch die Statistik geschönt.

Wenn Teile im Warenkorb teurer werden, nimmt man sie raus, weil nicht mehr genügend Bedarf besteht, werden sie billiger kommen sie rein, weil Nachholbedarf bei der Bevölkerung besteht.

Ich glaube nur einer Statistik, die ich selber gefälscht habe.

(Steinalte Weisheit an die ich aber, aus eigener Erfahrung auch als Fälscher, glaube.)

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@RatsucherZYX

Ja, bestes Beispiel dafür ist immer die Arbeitslosenquote in USA. Wenn man zu viele in der Statistik hat, definiert man eben eine (immer größer werdende) Menge von Unwilligen, die in einer Labour Force Participation Rate versteckt werden und selbst bei fallenden Beschäftigungszahlen noch fallende Arbeitslosigkeitsquoten ermöglichen.

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@RatsucherZYX

Mich interessiert nur mein Warenkorb und (wenn ich mal Benzin außen vor lasse) da passiert tatsächlich nicht mehr als die angegebene Inflation. Wenn man natürlich will, kann man auch eine gefühlte haben, damit es in der Krise was zu motzen gibt. Da bin ich schon eher für die Inflation zu haben, die man merkt, wenn man die letzten Jahre ab und an Fremdwährungen getauscht hat. DAS hat man tatsächlich bemerken können.

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Hallo, es gibt Möglichkeiten! Das Problem ist bei allen Möglichkeiten, Tipps und Ideen - Niemand kann Dir sagen was ist genau für Dich das Richtige? Was für ein Mensc bist Du? Wofür möchtest Du es Anlegen? Soll es sich nur vermehren oder soll es Dich vor der Altersarmut schützen usw.... Lass Dich einfach mal von einem Unabhängigen Finanzberater beraten - Das kostet Dich im schlimmsten Fall eine Stunde Deiner Zeit und evtl. ein Kaffee - wenn er vernünftig arbeitet kannst Du Ihm aber die nächsten Jahre dankbar sein!

...man kann viel mehr Falsch als Richtig machen!

...es gibt Möglichkeiten! .... Das kostet Dich im schlimmsten Fall eine Stunde Deiner Zeit

Nein, im günstigsten Fall und der scheint unwahrscheinlich zu sein.

Im schlimmsten Fall sind die theoretischen Erträge für die nächsten 5 Jahre weg, wenn das sicher angelegte Geld nach schon nur 6 Monaten gebraucht wird, d. h. es entsteht ein Verlust von ca. minus 10 % nur wegen des Unabhängigen Finanzberaters. Wird das Geld nicht innerhalb von 3 Jahren gebraucht, dann kann beate68 vielleicht mit Plusminusnull davon kommen.

Leider schreibt speer nicht, welche sichere Anlageform auch bei einer Kapitalbindung von nur 6 Monaten die Inflationsrate abdeckt, das Finanzberaterhonorar trägt und dazu ein Kapitalrisiko von 0 % hat.

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@LittleArrow

Absolut Richtig!

...man kann viel mehr Falsch als Richtig machen!

Deswegen darauf achten das es ein unabhängig Berater! Wenn das der Fall ist bekommt der Berater als "Honorar" genau die gleiche Provision wie der Bankangstellter XY am Schalter.Und dann auch nur wenn Du sein Angebot auch möchtest. Wer schon Geld nur für die Beratung nimmt hat sein Geld ja schon verdient und evtl. nicht mehr so sehr daran interessiert das Du seine Beratung auch umsetzt. Er kann halt aus viel mehr Ressourcen zurück greifen kann. Geld bekommen Sie alle für das Beraten. Die Sache ist: Wie viel ist die Beratung Wert? Gerade bei Geld ist man meist hinter her schlauer ;)

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Hierzu wäre es sinnvoll, eine Laufzeitstruktur aufzubauen. Sprich, Angenommen du hast 20.000 Euro, 4 x 5000,- Euro anlegen, einmal mit Laufzeit 1 Jahr, mit 2 Jahr, mit 3 Jahr, mit 4 Jahre. So kannst Du die höheren Zinsen für längere Anlagen mitnehmen, hast trotzdem jährlich Zugriff. Der Durchschnittlich erreichte Zins ist dann besser als der Zins, den du für die geringe Laufzeit von 1 Jahr bekommst. Simple Sache eigentlich.

Im August ist die aktuelle Inflationsrate 2,12 % in Deutschland. Welche Bank würdest du empfehlen ?

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Simpel in der Theorie, unmöglich in der Praxis. Hier sind zu viele Annahmen integriert, die bereits heute nicht wirklich umsetzbar sind.

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@ruhrpott:

  1. Es ist leider nicht erkennbar, mit welchen Anlagen Du dieses erreichen willst.

  2. Wenn etwas eine Laufzeit von 4 Jahren hat, dann hast Du nicht "jährlich Zugriff", jedenfalls sicher nicht verlustfrei.

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@LittleArrow

@LittleArrow: Er nimmt 4 Anlagen mit 4 unterschiedlichen Laufzeiten und damit hat er jährlich Zugriff auf 5.000 EUR von den 20.000 trotz "cost average" bei Zinsmittenbildung. Nettes Konzept, überfordert den Kunden aber manchmal und bringt auch nicht mehr als andere Konzepte.

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