Gibt es eine Richtlinie wie viele Mahnungen an den Mieter geschickt werden müssen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich verstehe Dich so, dass Du das Urteil schon da liegen hast. Dann gilt folgendes:

Ein Studienkollege von mir, heute als Insolvenzverwalter tätig, hat mir mal gesagt: "Ich mahne einmal, dann drohe ich Klage an und dann erhebe ich Klage. Denn, bei der zweiten Mahnung lacht der Schuldner doch nur und wer dreimal mahnt, wird nie wieder ernst genommen".

Recht hat der Mann: Wenn Du einen vollstreckbaren Räumungstitel hast, dann drohst Du die Vollstreckung unter präziser und kurzer Fristsetzung an und dann beauftragst Du den Gerichtsvollzieher. Es wird ohnehin noch viel Zeit vergehen, bis der Gerichtsvollzieher anrückt. Auch dann, wenn der Mieter bei Dir um Fristverlängerung nachsucht, würde ich aus Gründen der Vorsicht den Gerichtsvollzieher mit der Zwangsräumung beauftragen und mit diesem vereinbaren, dass der Räumungstermin eben erst nach dem zugesagten Termin stattfindet.

Ich rate das aus Erfahrung: Es gibt Schuldner, denen kein Trick zu hinterhältig ist um das Unausweichliche hinaus zu zögern. Und keine Angst wegen der Kosten. Zwar sind Zwangsräumungen extrem teuer und können den Vermieter duchaus 5-stellige Summe je nach Wohnungsgröße kosten. ABER der Gerichtsvollzieher ist verpflichtet, die Verträge mit seinen Hilfskräften so zu gestalten, dass die kurzfristig storniert werden können, selbst am Tag vor dem Termin noch.

Ein abgesagter Räumungstermin kostet irgendwo zwischen 100 bis 300 Euro und damit viel weniger, als das Unterlassen der Räumung an Mietausfall verursachen würde.

Du musst überhaupt nicht mahnen.

Wenn das Zahlungsziel überschritten wurde, so tritt automatisch Verzug ein und dein Mieter schuldet Zinsen. Bei Ausständen in Höhe von 2 Monatsmieten, kannst du fristlos kündigen.

Bei Kaisers mit Karte gezahlt - Konto nicht gedeckt. Kann ich etwas gegen die Mahnkosten tun?

Hallo Leute, ich habe vor gut einem Monat etwas bei Kaisers für knapp 4 Euro mit meiner Girokarte gezahlt. Dass mein Konto nicht gedeckt war wusste ich nicht, sonst wäre ich nicht auf die Idee gekommen, den Betrag mit der Karte zu zahlen (ich weiß ja, dass dabei zwangsläufig unnötige Kosten entstehen). Wenig später erhielt ich einen Brief meiner Bank, dass die Lastschrift nicht eingelöst werden konnte. Ihr müsst wissen, dass ich aktuell mitten im Abistress stecke. Also legte ich den Brief - statt die Summe gleich zu überweisen - erst einmal bei Seite, vergaß ihn und setzte mich wieder an das Lernen. Das war dumm, ich weiß. Auf jeden Fall hatte ich das einfach nicht mehr im Kopf.

Nun erhielt ich heute einen Brief von InterCard Rücklastschrift-Service mit einer Rechnung über mehr als 60 Euro (25 Euro für das Herausfinden meiner Adresse, Rücklastschriftkosten etc.), wie das halt so ist.

Kurzum: ich bin natürlich bereit, die Summe zu bezahlen, da ich mir durchaus darüber im klaren bin, dass der Fehler bei mir lag. Nichtsdestotrotz schmerzt es (Schüler, dauerblank, Sparschwein für den Führerschein etc.). Deshalb möchte ich doch einmal fragen, ob es die Möglichkeit gibt, dass ich einen geringeren Betrag zahle (Beispiel: ursprünglicher Artikelpreis + Rücklastschriftkosten), indem ich schriftlich Läuterung einreiche oder ähnliches.

Ich würde mich über eine Antwort freuen, Oliver

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