Gibt es eine Möglichkeit nicht genutzte Grundfreibeträge der Einkommensteuer in spätere Jahre vorzutragen?

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5 Antworten

Die Grundfreibeträge sind immer nur für das betreffende Jahr.

Was vortragsfähig ist, sind Verluste in den einzelnen Einkunftsarten, wobei das in Einzelfällen auch auf die jeweilige Einkunftsart beschränkt ist.

Deine Idee ist gut, würde aber dazu führen, dass jeder, der mit 20 In das Berufsleben eintritt, erstmal für die ca. ersten 160-170.000 Euro keine Steuerzahlen müsste, der er hätte ja 20 Grundfreibeträge aufgespart.

dass jeder, der mit 20 In das Berufsleben eintritt, erstmal für die ca.
ersten 160-170.000 Euro keine Steuerzahlen müsste, der er hätte ja 20 Grundfreibeträge aufgespart.

Das ist das beste Argument, was ich je gehört habe. Sauber!

Und dann kommt noch dazu, dass in diesen 20 Jahren kein Werbungskostenpauschbetrag verbraucht wird, was weitere 20.000 Euro macht.

Weitergehender Vorschlag:

Der Grundfreibetrag wird frei konvertibel. Da kann beispielsweise ein Hartz4-Empfänger seinen Grundfreibetrag an mich verkaufen für  - sagen wir mal - 5.000 Euro.  Würd ich glatt machen.

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@EnnoWarMal

Ich hätte dann schon eine dazu passende Idee. Freibetragsbörse24.de

Man stellt die ungenutzten Freibeträge ins Netz und kann sie versteigern.

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@wfwbinder

Nicht vergessen: Inflationsausgleich!

Ein vorgetragener Grundfreibetrag muss im Laufe der Zeit auch aufgezinst werden, sonst verliert er an Wert!

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@blackleather

Weshalb diese bissigen Bemerkungen. Ich musste Jahrzehntelang auch Steuern unterhalb dieses Betrages zahlen, weil sich die Bürger dies erst jahrelang einklagen mussten.

Übrigens Sozialhilfeempfänger dürfen ja 100€ pro Monat dazu verdiehnen steuerfrei, ich muss dafür bereits Steuern zahlen.

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Ich hatte die vergangenen Jahre kein Auto und konnte somit auch die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten.

Gab es schon mal eine Entscheidung/Urteil über den Versuch nicht genutzte Höchstgeschwindigkeiten aus vergangenen Jahren in spätere Jahre vorzutragen?

Dann könnte ich mit 180 durch die Stadt heizen und das mit den Null km/h der Vorjahre verrechnen.

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Merkst du, warum das nicht funktionieren kann?

Sicherlich auf die Idee könnte man kommen, wenn man erfährt das in USA jemand Millionär ist und keine Steuern zahlt, weil er mit seinen Unternehmen Verluste gemacht hat. Aber es ist halt so, das das Steuerrecht Unternehmen andere Möglichkeiten einräumt als dem privaten Steuerbürger. Das ist in den Meisten Ländern auf unserem Globus so.

Warum das so ist? Menschen die Steuern durch Abzug vom Lohn/Gehalt zahlen, haben keine Lobbyisten, können Ihre Rechte/Erwerbstätigkeit auch nicht pro Forma in Steueroasen auslagern etc.

Aber auch die derzeit existierenden Grundfreibeträge sollen ja das Existenzminimum reflektieren. Wer genau nachrechnet merkt schnell, das es nicht so ist.

Gab es schon mal eine Entscheidung/Urteil über den Versuch nicht
genutzte Grundfreibeträge aus vergangenen Jahren in spätere Jahre
vorzutragen?

Nein. Du bist der erste, bei dem ich von einer solchen Idee höre bzw. lese.

Lass sie dir patentieren, auch wenn sie nicht zu verwirklichen ist. Komm aber lieber nicht auf die Idee, das Urteil, nach dem du fragst, selber erstreiten zu wollen. Du hättest null Argumente, auf die du dich mit Erfolg stützen könntest.

Aber bei Haas wurde immer ein Schreiben zitiert, was ein StPfl. an das Finanzamt geschrieben hatte:

"Nach reiflicher Überlegung bin ich zum Schluss gekommen, Ihrer Einkommensteuer nicht beizutreten."

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@wfwbinder

Schade. Man hätte ja mit der Lohnsteuerklasse mal eine Klassenfahrt machen können.

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@EnnoWarMal

Von wegen Klassenfahrt. Ich beobachte allenfalls Klassenkampf zwischen den Lohnsteuerklassen.

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Großartige Idee! Und für meine Katze mache ich dann den Kinderfreibetrag geltend.

Und wenn die Katze erst Junge kriegt...

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