Gibt es eine Faustregel mit der man berechnen kann, ob man überschuldet ist?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Überschuldet ist man streng genommen, wenn die schulden höher sind als das Vermögen. Man kann aber auch einen anderen Indikator nehmen, nämlich den, dass man aus seinen Einkünften den Schuldendienst leisten kann, ohne mit dem laufenden Konto tiefer in den Dispo zu rutschen. Dehalb sollte man sich auch genau übelegen, den Dispo einfach mit einem Darlehn abzulösen. Denn danach sind die monatlichen Ausgaben ja auch noch um die Kreditraten erhöht. Es hilft also nur, wenn man dies durch einsparungen, oder höhere Einnahmen (Nebenjob) ausgleicht.

Meine Bank, das wiess ich aus einem Kreditgespräch, gibt als Kreditsumme maximal das 8-fache des Nettogehalts raus, also für Kleinkredite. Baufinanzierungen müssen unberücksichtigt bleiben. Hier eine Definition des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: "Ein Privathaushalt, dessen Einkommen über einen längeren Zeitraum nach Abzug der Lebenshaltungskosten trotz Reduzierung seines Lebensstandards nicht zur fristgerechten Schuldentilgung ausreicht, ist überschuldet."

Zum Thema "Überschuldung" hat broker ja schon eine schöne Definition zitiert.

"Verschuldet" bist Du aber schon, wenn Du überhaupt irgendwelche Schulden, also ev. auch nur den Dispo in Anspruch genommen hast.

Was möchtest Du wissen?