Gibt es bei Eigenbedarf eine Sozialklausel?

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Wie löst man das?

Das Gesetz gibt da die Richtung vor:

http://dejure.org/gesetze/BGB/574.html

Wenn man diese Vorschrift abstrahiert, dann erkennt man den Willen des Gesetzgebers, dass bei Eigenbedarfskündigungen eine umfassende Abwägung der widerstreitenden Interessen von Vermieter und Mieter vorzunehmen ist. Man sollte als Vermieter schon Überlegungen zur Auswahl anstellen. Wahllos kündigen könnte ins Auge gehen.

Ob das mit der Kündigung langjähriger Mieter unbedingt ins Auge gehen muß, da wäre ich mir nicht so sicher. Was ist denn, wenn der Vermieter in den 20 Jahren nie die Miete erhöht hat, ua, weil er es bisher nicht so nötig hatte. Nun ist die Situation auf einmal anders. Er braucht nicht nur eine Wohnung für sich selber, er braucht auch mehr Geld um sein Leben finanzieren zu können. Muß er denn da gerade dem Mieter kündigen, der ihm die höchste Miete bringt? Da mache ich mal ein dickes Fragezeichen hinter. Und was ist, wenn das Haus keinen Aufzug hat und der Vermieter sich nicht jeden Tag mühevoll ins DG schleppen kann? Dürfte er da dem EG-Mieter nur deshalb nicht kündigen weil der schon 20 Jahre da wohnt?

Interessante Aspekte, danke für die Antwort.

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Hier ein Merkblatt von Haus und Graus in Düsseldorf:

http://www.hausundgrundddf.de/fileadmin/Dokumentenablage/Download/Merkblaetter/Die_Eigenbedarfskuendigung_Flugblatt_4.qxd.pdf

Bisweilen ist es vielleicht schneller, eine Wohnung am Markt zu nehmen und nicht im eigenen Wohnungsbestand.

Danke, hilft alles weiter. Klar, dass man mit einer ohnehin freien Wohnung besser zum ziel kommt. Es ging mir mehr um die Frage, was es ggf. für Bestimmungen gibt.

Keine FRage zu einer konkreten Situation, sondern mehr abstrakt.

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