Gibt es bei Aktienverlusten immer noch eine Realisierungsfrist?

2 Antworten

Es gibt auf Aktiengewinne und Verluste keine 12 monatige Spekulationsfrist mehr. Somit fließen alle Verluste von Aktien, die nach 2009 gekauft wurden in den Verlustverrechnungstopf für Aktien egal wie lange die Aktien gehalten wurden. Wichtig zu wissen ist, dass die Verluste aus Aktien nur gegen Gewinne aus Aktien verrechnet werden können, da der Verlustverrechnungstopf von Aktien ein separater Topf neben dem allgemeinen Verlustverrechnungstopf (Zertifikate, Anleihen etc.) ist. Die Verluste in den Verrechnungstöpfen werden automatisch von Jahr zu Jahr weitergeführt, wenn der Anleger nicht schriftlich bestätigt, dass die Töpfe "ausbezahlt" werden sollen.

Die Verluste bei der Veräußerung bleiben nun lebenslang erhalten.

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Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!

Aber vielleicht habe ich die Situation nicht ausreichend beschrieben. Dass die Verluste bestehen bleiben, ist mir schon klar. Ich freage mich nur, ob die Verluste wie früher innerhalb von 12 Monaten realisiert werden müssen, damit ich diese verrechnen kann.

Als Beispiele: Ich habe am 02.01.2017 Aktien von Unternehmen A gekauft und diese sind jetzt im Kurs abgestürzt. Wenn ich die Aktien von Unternehmen A jetzt verkaufe (diese also länger als 12 Monate gehalten habe), kann ich dann den Verlust mit anderen Aktiengewinnen verrechnen? Oder gilt hierbei immer noch die Regelung von vor 2008, dass bei einer Haltedauer der Aktien von Unternehmen A von mehr als 12 Monaten dieser Verlust nicht mehr genutzt werden kann?

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@Macgraw

Wie @Petz schon richtig beschrieb, die "vor 2009" Regelung gilt nicht mehr.

Wann Du verkaufst ist egal. der Gewinn, oder Verlust wird unabhängig von Kaufdatum und Haltedauer ermittelt und entweder besteuert, oder als Verlust verrechnet/vorgetragen.

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Wird meine Verlustfeststellung des FA auf die Folgejahre angerechnet?

Hallo,

ich suche nun schon seit fast Wochen im Internet und finde keine rechte Antwort.

Meine Frage:

  • ich habe zum 31.12.2017 für das Jahr 2010 einen Feststellungsbescheid eines verbleibenden Verlustvortrages nach Paragraph 10 Abs 4 EStG erhalten (negative Einkünfte aus Studium)
  • für die restlichen Studienjahre 2011-2012 werde ich noch weitere negative Einkünfte geltend machen, die sich zum Bescheid von 2010 addieren sollen
  • für die Jahre 2010, 2011 und 2012 wurde keine Steuererklärung gemacht
  • ich habe für das Jahr 2013 eine Steuererklärung gemacht und einen wirksamen Steuerbescheid erhalten
  • Wird die Summe x der Verluste, die festgestellt wurden und die ich aus den Jahren 2010-2012 fortgeschrieben habe, in das Jahr 2014 weitergetragen? (natürlich nach Abzug des zu versteuernden Einkommens aus dem Jahr 2013)

Kurz: kann ich eine ergangene Verlustfeststellung aus Jahren ohne Steuererklärung (2010-2012) über ein Jahr mit einem ergangenen Steuerbescheid "retten" und den "Rest" im Folgejahr (2014) anrechnen lassen?

Ich freue mich auch eine Einschätzung/Meinung, ob sich der Aufwand lohnt.

Viele Grüße

Pia

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Hat das Finanzamt bei der Reihenfolge der Verlustverrechnung recht?

Ich habe aus 2014 beim Finanzamt einen Verlustvortrag aus Kapitalanlagen von 40.000 € und einen von 900 € aus Aktien. In 2015 habe ich einen Verlust aus Kapitalanlagen von 1000 und einen Aktiengewinn von 800 € Diesen Aktiengewinn hat nun das Finanzamt nicht mit den aus 2014 bescheinigten Aktienverlusten verrechnet, sondern erst mit dem Kapitalverlust aus 2015 von 1000 €, sodass die Aktienverluste aus 2014 von 2000 immer noch bestehen bleiben. Lt. FA wäre das die vorgeschriebene Reihenfolge der Verrechnung. Erst käme die Verrechnung des Veranlagungsjahres 2015 und dann erst ältere Verluste. d. h. ich muss nun in Zukunft erst die neuen verbliebenen von 40200 € mit Gewinnen abarbeiten, bis die älteren Aktienverluste von 2000 in Angriff genommen werden können. Diese 2000 bleiben solange stehen, bis die nun verbliebenen 40200 ausgeglichen sind. Das kann ja ewig dauern wenn ich nur noch kleinere Aktiengewinne pro Jahr mache. - wenn überhaupt.- Ich war der Ansicht, dass erst die bestehenden älteren ( nicht zu verwechseln mit den Altverlusten vor 2009) Verluste aus Aktiengeschäften mit den neuen Aktiengewinnen verrechnet werden müssten, da es ja auch den Grundsatz gibt, dass Aktienverluste nur mit Aktiengewinnen ausgeglichen werden können. Weiß jemand die Lösung, aus diesem Dilemma herauszukommen bzw. ob das Finanzamt mit dieser Berechnung wirklich recht hat.

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Kapitalverlust steuerlich geltend machen

Hallo,

Ich habe 2009 3 parteische Darlehensverträge mit einer Firma (e.K) abgeschloßen (Laufzeit 13 Jahre). Für 2009, 2010 und 2011 wurden Zinsen und Tilgung augezahlt. Diese habe ich jeweils im selben Jahr versteuert. Dann floß nichts mehr und nun hat die Firma leider Insolvenz angemeldet. Ich sitze auf einem minus von 60000€ und die Schldnerin kann NULL zurüxk zahlen.

Leider bedeutet es für mich ein Totalverlust, so daß ich zukunftig keine Kapitalgewinne erwirtschaften kann. Ich verdiene sehr wenig, so daß ich wenig Steuern zahlen muß. (39€ aber nur wegen Weihnachtsgeld).

Kann ich diese Verluste geltend machen? Oder sie evt. mit den Gewinnen aus 2009-11 ausgleichen?

Wo genau in der Steuererklärung müßte ich das eintragen, oder welche Anträge stellen? Macht es Sinn es "auszugleichen mit zukünftigen Einnahmen?

Habe im Netz gesucht, aber verstehen tue ich das alles leider nicht und für Steuerberater hab ich kein Geld.

Danke für die Hilfe.

LG

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Wer hat Erfahrungen mit der Geno Wohnbaugenossenschaft eG (früher Genotec)?

Hallo,

ich beschäftige mich mit der Finanzierung eines Eigenheims mit dem Optionskaufmodell der Geno Unternehmensgruppe. Lt. Genossenschaft soll es keinerlei Risiken geben, eine Insolvenz soll nicht möglich sein, da keine Kredite aufgenommen werden.

Im Bundesanzeiger habe ich mir den Jahresabschluss 2011 angeschaut (noch unter dem alten Namen Genotec Wohnbaugenossenschaft eG), welcher einen Verlust von ca. 2,2 Mio. EUR ausweist. Auch für das Jahr 2010 ist ein Jahresfehlbetrag von ca. 930.000 EUR ausgewiesen.

Da ich für das Optionskaufmodell Unternehmensanteile an dieser Genossenschaft erwerben muss, möchte ich wissen, warum hier Verluste entstanden sein können. Durch die Verluste schwindet doch der Wert der einzelnen Anteile, oder? Gibt es hier vielleicht auch Mitglieder der Genossenschaft, die schon Zahlen für 2012 oder 2013 kennen? Ich habe die Befürchtung, das die Verluste von Jahr zu Jahr größer werden.

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Antrag auf Verlustverrechnung nicht gestellt

Hallo zusammen,

der Januar ist kaum zwei Wochen alte und schon kommt der erste Kunde, der feststellt, dass der zum 1.1.2009 festgestellte vortragsfähige Verlust aus Kapitalanlagen wohl auch zum 1.1.2014 festgestellt wird, weil er in den Vorjahren die 1en in den Zeilen 60/61 nicht gemacht hat und in 2013 - trotz meines eindringlichen Hinweise auf den Fristablauf - kein Gewinn realisiert wurde.

Der Kunde hat zwar ein Unternehmen und eine Beteiligung, durch die er hin und wieder neue Bescheide für alte Jahre bekommt aber die Bescheide sind nicht nach 164 AO vorläufig.

  1. Kann er für die wichtigsten Jahre (2010/2011), in denen hohe Gewinne anfielen, die aber nicht mit dem Verlustvortrag verrechnet wurden, noch irgendwas machen?

  2. Sorgt ein neuer Bescheid mit geänderten Einkünten aus einer Beteiligung dafür, dass er seine Verlustverrechnung beantragen kann.

  3. Ändert sich in den Aussagen dadurch etwas, dass die negativen Einkünfte in 2008, die zu dem Verlustvortrag führen, zwar in 2009 korrekt erklärt wurden aber erst jetzt beschieden werden???

Dass man aktiv werden muss (und die 1en an der richtigen Stelle setzen), damit Verluste verrechnet werden, geht dem Steuerpflichtigen nicht ein und ich vermute mal, dass er nicht der einzige mit dem Thema ist, auch wenn nicht vielen auf dem anschließenden Bescheid nichts auffällt.

Zusatzfrage: Kunde hat sein Vermögen an verschiedenen Stellen im Ausland. Es gibt keinen Verrechnungstöpfe oder irgendwas in der Richtung. Man teilt Gewinne und Verluste auch von einem Depot getrennt mit. Kann er Gewinne mit Altverlusten verrechnen und Verluste vortragen? Wenn ja, was muss auf der Anlage Kap wo angegeben werden? Und ist er mit seinem Depot in D (mit Verrechnungstopf) schlechter als mit denen im Ausland gestellt?

Auf den Hinweis, dass er einen guten Steuerberater braucht, kann er verzichten. Den hat er schon von der Veranlagungsbeamtin und von mir bekommen.

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