GEZ nach zahlen obwohl keine Rechnung von der GEZ kam?

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3 Antworten

Ich würde der "GEZ" - die es ja nicht mehr gibt (!) zurück schreiben und um Mitteilung bitten, auf welcher Rechtsgrundlage die Forderung bestehen soll. Ggf. sind nämlich die Ansprüche verjährt. "Einwurf Einschreiben" ist empfehlenswert.

Es gibt auch Gauner, die sich als GEZ ausgeben...... also auch mal den Absender prüfen.

Danke! Aber habe ja dort auch angerufen, bekomme morgen angeblich einen Rückruf. Zudem habe ich in meinen Auszügen nachgeschaut, habe 2015 komplett bezahlt. Hatte ja seit Januar meinen Mädchennamen wieder angenommen. Bekam das ganze Jahr vierteljährlich die Rechnung von denen. Und plötzlich 2016 wäre die Post nicht mehr zustellbar gewesen. Komisch, bekomme heute noch Post auf meinen früheren Namen, nur von denen halt nicht. Und Plötzlich kommt ein Brief mit einer ganz anderen Beitragsnummer. Aber Name und Anschrift stimmen.

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  1. Die "GEZ" heißt heute (schon seit ein paar Jahren ...) "Beitragsservice", und die Rundfunkgebühr heißt heute "Rundfunkbeitrag".
  2. Der Beitragsservice verschickt keine "Rechnungen" sondern Gebührenbescheide - das ist eine "Anstalt des öffentlichen Rechts" = A.ö.R. oder A.d.ö.R., die treten auf wie eine Behörde.
  3. Es ist die Pflicht jedes Haushalts, Rundfunkbeitrag zu zahlen, aber nur einmal pro Haushalt
  4. Es ist Pflicht, sich selbst zu melden und sich zu kümmern, daß das korrekt geschieht. Untätigkeit (von beiden Seiten) befreit nicht, die Verjährung tritt erst nach 10 Jahren ein.
  5. Mit der Scheidung und dann vermutlich eigener Wohnung bist Du auf jeden Fall selbst beitragspflichtig. Mit Deiner Mitteilung an den Beitragsservice hast Du das Erforderliche getan. Daß die 3 Jahre gebraucht haben, um einen Bescheid zu schicken, ist denen anzulasten. Solange die aber nur den rückwärtigen Beitrag einfordern und nicht evtl. Mahngebühren/Säumniszuschläge, ist deren Forderung leider auch berechtigt. Ich empfehle aber, genau zu prüfen, ob der berechnete Zeitraum stimmt.
  6. Summa summarum: ja, das darf sein - leider

Fangen wir damit an, dass die GEZ nicht mehr existiert. Das heißt heute Haushaltsabgabe.

Abgaben sind auch dann zu zahlen wenn man vorher keine Rechnung bekommen hat.

Also: Du mußt zahlen.

Aber doch nicht 3 Jahre rückwirkend oder?

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doch, das ist rechtens !

Verjährungsfrist lt. Rundfunkgebührenstaatsvertrag § 4 Abs. 4 §§ 195, 199 BGB !

" Diese beträgt drei Jahre und beginnt mit Ablauf des Jahres in dem die ehemals " GEZ " von der Nachzahlungspflicht Kenntnis erlangt hat.

Es kann maximal für den Zeitraum von 3 Jahren plus das begonnene Jahr der Kenntnis Ersatz verlangt werden.

Weiter zurückliegende Gebühren müssen der " GEZ " nicht erstattet werden."

Im übrigen bist du selbst für die rechtzeitig, ordnungsgemäße Anmeldung / Ummeldung verantwortlich.

Nachtrag: GEZ heißt seit einigen Jahren *Beitragsservice * !

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@Gaenseliesel

Absolut korrekt! Kleine Ergänzung: Verjährungsfristen können gehemmt und unterbrochen werden. Die 3 Jahre sind also die Mindestfrist.

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