Gewinn aus Grundstücksverkauf, Kosten durch Hausplanung. Unter dem Strich Verlust. Was kann steuerlich geltend gemacht werden?

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2 Antworten

Der steuerpflichtige Gewinn gem. § 23 EStG (privates Veräußerungsgeschäft, fehlerhaft oft als Spekulationsgeschäft bezeichnet), ist der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Verkaufspreis, abzüglich der Veräußerungskosten.

Also:

Kaufpreis 

+ Notargebühren

+ Grundbuchkosten

+ Grunderwerbsteuer

= Anschaffungskosten

Dieser Betrag ist vom Verkaufspreis abzuziehen. Ausserdem noch ggf. entstandene Veräußerungskosten.

Die Architekturkosten sind aus meiner Sicht etwas heikel. Was war denn der Grund für den Verkauf? konnte das geplante Haus nicht gebaut werden? Wurden die Pläne mitverkauft?

Ich würde es mal versuchen auch abzuziehen, aber das Finanzamt, wird sich darauf aus meiner Sicht nicht einlassen.

Mal sehen, ob sich @EnnoWarMal, oder @Blackleather noch äußern.

Auf jeden Fall kann ein ggf. entstandener Verlust nicht mit anderen Einkünften verrechnet werden, sondern nur mit Einkünften gem. § 23 EStG, wird aber vorgetragen, für den Fall, dass solche Einkünfte in den nächsten Jahren entstehen.

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Kommentar von EnnoWarMal
17.05.2017, 10:11

Ich sehe keinen Anlass zur Besorgnis bei den Achtiktenkosten, Stichwort "vergebliche Aufwendungen".

2

Es handelt sich anscheinend um den Erwerb eines Grundstücks zur Selbstnutzung. Da mindern Aufwendungen zwar die Höhe des spekulativ erzielten Gewinns, sind aber im übrigen steuerlich nicht relevant, insbesondere nicht absetzbar.

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