Gewerbliche Betriebskostenabrechnung durch Kirche

1 Antwort

Nun soll ich auf den über 400,00 Euro enthaltender Mwst aus den Betriebskostenabrechnungen 2012/13 sitzen bleiben?

Die Auskunft deines Steuerberaters ist durchaus schlüssig.

Erstens wird er sich ja an der Rechnung der Kirchengemeinde orientiert haben. Und selbst wenn die Gemeinde - rein zu deiner Information - in der Rechnung Nettobeträge und USt der von ihr selbst verauslagten Betriebskosten ausgewiesen hat, so hat sie garantiert in ihrer Rechnung dir gegenüber keine USt. in Rechnung gestellt.

Zweitens zieht der Umstand, dass die Gemeinde selbst an den Versorger Umsatzsteuer bezahlen musste, doch keine Vorsteuerabzugsberechtigung für dich nach sich. Diese wäre vielmehr nur dann gegeben, wenn die Gemeinde selbst an dich eine umsatzsteuerpflichtige Leistung erbracht hätte. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Vielmehr wäre es nur dann so gewesen, wenn die Gemeinde von der an sich umsatzsteuerfreien Vermietung zur Umsatzsteuerpflicht optiert hätte. Davon hätte sie aber nichts gehabt, also warum sollte sie?

Drittens war dir doch bei Abschluss des Mietvertrages bekannt, ob die Vermietung umsatzsteuerpflichtig oder -frei erfolgt; das steht ja schließlich im Vertrag. Wieso tust du also jetzt so überrascht?

Kann doch nicht sein oder?

Weshalb nicht?

Richtig.

Die Leistungsbeziehungen

  • Versorger <---> Kirche
  • Kirche <---> Café

lassen sich nun mal nicht auf

  • Versorger <---> Café

zusammenschrumpfen.

Der Versorger hat nun mal an die Kirche geleistet und nicht an das Café.

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