Vollzeitjob und nebenberufliche Tätigkeit - weiterhin als Kleingewerbe ohne Umsatzsteuer möglich?

1 Antwort

1. Es scheint ein Gewerbe als Nebenerwerb zu sein (Kleingewerbe gibt es nicht).

2. Kleinunternehmer sind nicht steuerbefreit, sondern es wird keine erhoben (ein kleiner, aber wichtiger Unterschied).

3. Die Frage, ob mit ohne Umsatzsteuer hättest Du Dir schon am aqnfang stellen sollen.

Die Frage Kleinunternehmer, oder nicht richtet sich erstmal nach dem Vorjahresumsatz. ist der unter 17.500,- (wie wohl bei Dir) ist man Kleinunternehmer.

Ein Kleinunternehmer hat die Wahl. Er lässt es dabei, also weist gem. § 19 UStG keine Umsatzsteuer aus, hat keinen Vorsteuerabzug und braucht eben auch keine abzuführen.

Alternative:

Regelbesteuerung. Das ist immer dann besser, wenn man ausschließlich, oder überwiegend für Unternehmer arbeitet, oder an solche verkauft. Die haben nämlich Vorsteuerabzug. Somit ist es denen egal, ob sie bei einem Kleinunternehmer 100,- Euro zahlen, oder bei einem Regelbesteuerer 100,- + 19 % Umsatzsteuer = 119,- Euro, weil sie sich die 19,- Euro wieder als Vorsteuer abziehen.

Dafür kann man dann eben selbst Vorsteuer aus den eigenen Ausgaben ziehen. Ein Notebook für 1.190,- Euro, kostet dann durch den Vorsteuerabzug nur noch 1.000,-.

Also musst Du nur prüfen, was Du für Kunden hast.

Danke erstmal für Deine ausführliche Antwort. Das hat mir schon weitergeholfen. Ich wusste natürlich dass ich keine Umsatzsteuer ausweisen wollte, da ich damit natürlich viel Arbeit spare. Nur die Situation hat sich halt geändert, da ich nun ganz andere Zahlen in einem Steuerjahr habe.

Die Regelbesteuerung ist eine gute Idee, die meisten meiner Kunden möchten meine Rechnungen absetzen, die Frage ist nur was ich dann davon habe ? 

Gruß

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@pausenbrot

Das habe ich doch geschrieben. Du hast selbst bei Deinen Betriebsausgaben den Vorsteuerabzug. Siehe mein Notebookbeispiel. das gleiche gilt natürlich auch für die kleinen Ausgaben (Druckerpapier, Telefongebühren, Internet usw.) überall wo Umsatzsteuer enthalten ist.

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Das war aber hier nicht die entscheidende Frage. Der Fragesteller fragt faktisch, ob sein Arbeitslohn Umsatz ist.

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@EnnoWarMal

 Die Regelbesteuerung ist eine gute Idee, die meisten meiner Kunden möchten meine Rechnungen absetzen, die Frage ist nur was ich dann davon habe ? 

Nein Enno, das glaube ich hier nicht, denn das mit der Rechnung usw. ist ihm klar. Ich denke der Vorteil des Vorsteuerabzugs war noch nicht deutlich geworden.

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@wfwbinder

Prinzipiell wäre es eigentlich beides Interessant zu wissen. Ich glaube dass mein regelmäßiges privates Einkommen immer eine Rolle bei der Steuer spielt, ob ich nun Vorsteuerabzugsberechtigt bin oder nicht. Die Frage war im Kern nur ob sich das lohnt, aufgrund des jetzt so hohen Verdienstes. 

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@pausenbrot

Bitte nicht die Umsatzsteuer mit der Einkommensteuer in einen Topf werfen.

Umsatzsteuer: Wenn man mit Unternehmern zu tun hat und denen die 19 % extra berechnen kann, ist die Option auf Regelbesteuerung immer besser, weil man eben Vorsteuerabzug hat (mehr Geld in Bar in der Kasse).

Einkommensteuer: hier wird der Gewinn auch der selbständigen Tätigkeit, gemeinsam mit dem Gehalt (Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit) gemeinsam versteuert.

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