Gewerbe, Einkommenssteuer, Investition - wie läuft es mit der Abschreibung?

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2 Antworten

Falls ich keinen Denkfehler habe, muss ein Unternehmer ja tatsächlich sehr stark aufpassen, ob er seine Gewinne reinvestiert oder lieber aus steuerlichen Gründen auf dem Konto lässt.

Ja, so ist es. Sehr gute Schlussfolgerung!

Man kann auch nur vor dem Mißverständnis mancher Neuunternehmer warnen, dass der Kassenbestand für Privatentnahmen frei verfügbar ist und ausgegeben werden kann.

Ein Unternehmer, der 18.000 EUR Gewinn hat, kann nicht die gesamte den Grundfreibetrag übersteigende Summe investieren, wenn er nicht ein Liquiditätsproblem der von dir beschriebenen Art riskieren will. Dass er eine Investition vornimmt, ist seine persönliche Entscheidung und befreit ihn ja nicht von der Pflicht, die Einkommensteuer auf den verdienten Gewinn zu zahlen. Was er mit diesem Gewinn macht - ob er die daraus resultierende Liquidität (nicht zu verwechseln mit dem Gewinn selbst!) investiert, ob er sie verjuxt oder vergräbt - bleibt ihm überlassen. Er hat aber auf jeden Fall dafür zu sorgen, dass er bei Fälligkeit so viel Liquidität zur Verfügung hat, um die Steuern zu bezahlen. Er kann dafür die Liquidität aus dem Gewinn verwenden oder einen Kredit aufnehmen oder auf eigene Rücklagen zurückgreifen. Hauptsache, er bezahlt.

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