Gewährleistung beim Autohändler?

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2 Antworten

Zuerst solltest Du mal den Kaufvertrag genaustens unter die Lupe nehmen.

Ist der Händler ein Kfz-Innungsbetrieb? Steht im Kaufverrag etwas von "werkstattgeprüft"?

Falls ja - Wachsen deine Chancen.

Anhand des Fahrzeugbriefs kannst Du den Vorbesitzer herausbekommen und kontaktieren. Den solltest Du fragen, ob tatsächlich ein Kundenauftrag vorgelegen hat?

Stellt sich nun heraus, dass eben kein wirksamer Kundenauftrag vorgelegen hat, kannst Du den Händler in die Gewährleistung zwingen.

Aber einfach wird das nicht. Anwaltliche Hilfe solltest Du dir dabei auf jeden Fall holen.

Gelingen dir die o.g. Nachweise nicht, sieht´s ziemlich mau aus. ..;-(

Siehe auch hier: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/das-folgt-aus-bgh-urteil-zu-maengelhaftung-bei-gebrauchtwagen-a-1031320.html

zitat aus anderem Forum:


§
475 I 2 könnte Anwendung finden, wodurch ein Gewährleistungsanspruch
gegen den Händler bestehen könnte. Abzustellen ist dafür wohl auf das
Risikoverhältnis. Trägt der ursprüngliche Eigentümer das Risiko, weil er
so lange kein Geld bekommt, bis der Wagen verkauft wurde, dann wäre es
tatsächlich ein Geschäft zwischen ursprünglichem Eigentümer und Käufer.
Bekommt der ursprüngliche Eigentümer allerdings gleich sein Geld und der
Unternehmer trägt das Risiko des Verkaufs, würde es sich um ein eigenes
Geschäft des Unternehmers handeln und die Bezeichnung "im
Kundenauftrag" würde nur der Verschleierung dienen.

Als Urteile
dazu habe ich hier BGH, NJW 2005, 1039 und OLG Celle, NJW-RR 2008, 1635
stehen......"

Es kommt also im wesentlichen darauf an, ob nachgewiesen werden kann, das der Verkäufer sein Geld zuvor schon vom Händler bekommen hat, bevor das Fahrzeug verkauft wurde.
Also Vorbesitzer kontakieren und mal dumm fragen ob er sein Geld bekommen hat. Wann es eingegangen ist. Ihr hättet gehört, das der Händler insolvent wäre.

Nix vom Schaden erzählen, erstmal.






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