gesetzlich vorgeschriebene maximale Laufzeit bei Baufinanzierungen

5 Antworten

Nein, es gibt keine verbindliche Höchstgrenze, aber 25 Jahre und mehr sind schon sehr selten, über 30 Jahre (33) habe ich in ca. 40 Jahren Berufspraxis einmal gesehen.

Gesetz der Straße oder Gesetz eines Landes? Ausland? Welches Land?

In Deutschland gibt es kein Gesetz, dass ein Kreditinstitut auf höchstens x Jahre Laufzeit bei einem Baudarlehn verpflichten würde. Baudarlehn werden nicht nur von Kreditinstituten, sondern z. B. auch von Lebensversicherungen vergeben. Bei einer anfänglichen Tilgung von 1 % p.a. sind bei dem momentan niedrigen Zinsniveau auch rechnerische Laufzeiten von ca. 50 Jahren drin. Es gibt Anbieter mit einer Festzinsbindung von bis zu 45 Jahren. Ob solche Laufzeiten allerdings für den Schuldner sinnvoll sind, ist eine andere Frage.

In D wird bei Festzzinskrediten an Verbraucher eine Kündigungsmöglichkeit nach 10 Jahren eingeräumt. Näheres steht in § 489 Abs. 1 Ziff. 2 BGB. Vielleicht meintest Du diese Frist?

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__489.html

popepi:

Es gibt meines Wissens nur e i n e gesetzliche Laufzeitbegrenzung, nämlich die bei einer mündelsicheren Erbbaurechts-Hypothek. Die Tilgung muss hier spätestens zehn Jahre vor Ablauf des Erbbaurechts enden (§ 20 (1) 3 ErbbauRG).

Nebenbei bemerkt:

Der Hypothekengeber selbst wird keine Laufzeit anbieten oder akzeptieren, die über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des Bauwerks hinausgeht.

Handwerkerrechnung bei Auftragsvergabe ohne Kostenvoranschlag

Liebes Forum,

ich würde mich über einen Rat oder eine Meinung zu einer Handwerkerrechnung freuen. In unserer Wohnanlage sind gesetzlich vorgeschriebene Wärmemengenzähler in die zentrale Warmwasserbereitung eingebaut worden.

Der Hausverwalter hat in der Annahme, daß es sich um eine "kleine Maßnahme" in der Größenordnung von EUR 500,- handelt, den Auftrag ohne Kostenvoranschlag an eine Handwerksfirma vergeben. Diese hat nun im Zuge der Arbeiten Teile der Heizungsanlage (Zulaufrohre etc.) erneuert, und uns eine Rechnung über EUR 5000,- präsentiert.

Auf die Frage hin, ob es nicht angemessen gewesen wäre, die Hausverwaltung oder die Hausgemeinschaft darüber zu informieren, daß voraussichtlich eine Rechnung über mehrere tausend Euro entstehen würde, hat der Handwerker sinngemäß geantwortet: "wenn niemand nach einem Kostenvoranschlag fragt, macht er auch keinen".

Daran, daß die berechneten Arbeiten durchgeführt wurden, gibt es keinen Zweifel. Allerdings war zum Zeitpunkt der Arbeiten bereits eine komplette Erneuerung der Heizungsanlage in der Diskussion, welche etwa EUR 10.000 kosten würde. Die Arbeiten an der alten Anlage für über 5.000 Euro waren demnach eine vollkommen sinnlose Investition.

Trägt Ihrer/Eurer Meinung nach der Handwerker oder die Verwaltung eine Mitschuld an dieser ärgerlichen Situation, und kann einer der beiden dafür belangt werden? Vielen Dank für alle Ratschläge!

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