geschlossene Immobilienfonds als Sicherheit?

2 Antworten

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen geschlossenen Fonds aus dem man nicht so einfach Geld herausnehmen kann. Wenn es für deine Fonds einen Zweitmarkt gibt, dann sind die Abschläge dort meist sehr sehr hoch, so dass man deutlich mehr vom Nominal verkaufen muss, um den gewünschten Betrag zu erlösen.
Banken werden solche Fonds eher nicht als Sicherheit akzeptiert, da sie im Fall der Fälle nur sehr schwer die Sicherheit in Geld umwandeln können. Eventuell ist es möglich, wenn der geschlossene Fonds aus dem eigenen Haus ist, aber selbst da glaube ich nicht, dass Banken einen geschlossenen Fonds akzeptieren.

Ein geschlossener Fonds ist wie eine unternehmerische Beteiligung zu sehen, mit all den Risiken und Vorteilen. Doch aus der Vergangenheit kann ich sagen, dass die Risiken überwiegen und die größten Profiteure sind die Vermittler und Fondsinitiatoren. Den Anleger bleibt meist nur der Vorteil der steuerlichen Abschreibungen. Wenn man Glück hat und einen der wenigen guten Fonds erwischt hat, bekommt man nach der sehr langen Laufzeit sein Geld zurück, kommt aber selten vor. Deshalb ist der Markt für geschlossene Fonds auch nahezu komplett ausgestorben.

Woher ich das weiß:Beruf – Studium Betriebswirtschaft / Vermögensverwalter und -Berater

Die Fonds haben einen Nominalwert von 10000. Wie der Handelswert ist kann man sich -manchmal!- ergooglen und da steht dem Inhaber fast immer eine negative Überraschung bevor. Es gibt so gut wie keinen geschlossenen Immobilienfonds der auch nur näherungsweise am Nominalwert zu verkaufen wäre. Totalverluste sind nicht selten.

Und aus dem Fonds ziehen kann man Geld auch nicht.

Mit absoluter Gewißheit wird keine Bank einen Anteil an einem geschlossenen Fonds als Sicherheit annehmen.

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