Geschenktes Auto meines Vaters erst kurz nach seinem Tod umgemeldet und verkauft, Erbe?

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6 Antworten

Also ihr meint, ich sollte das Auto mit Verkaufserlös angeben, dazu schreiben dass es eine Schenkung war und wenn ich Glück habe erkennen sie es an, wenn nicht dann nicht...

aber ich muss nicht mit Ärger rechnen, dass ich es vor Beantragung des Erbscheins verkauft habe?

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Kommentar von imager761
27.10.2013, 18:23

Also ihr meint, ich sollte das Auto mit Verkaufserlös angeben,

Unbedingt :-)

dazu schreiben dass es eine Schenkung war

Nein, dazu ist erstens kein Platz und zweitens interessiert es nicht.

aber ich muss nicht mit Ärger rechnen, dass ich es vor Beantragung des Erbscheins verkauft habe?

Nein. Sofern du den Wert des PKW, hier den Verkaufspreis, im Wertermittlungsbogen des Nachlassgerichtes angibst, ist es dem Sachbearbeiter schnuppe, ob es ein Sachwert oder Geldwert ist, der als Nachlassvermögen angegeben wurde :-)

G imager761

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Was befürchtest Du denn eigentlich?

Nach Deiner Beschreibung sieht es nicht so aus, als ob der Nachlass so groß ist, dass Du Erbschaftsteuern befürchten müsstest, Selbst wenn es so wäre, würde eine Schenkung kurz vor dem Tod daran nichts ändern.

Also wen, glaubst Du, hättest Du durch den Autoverkauf übervorteilt?

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Kommentar von Marmeline
27.10.2013, 15:37

Ich befürchte dass ich durch den Verkauf etwas getan habe, was ich nicht durfte, weil ich die Schenkung ja nicht nachweisen kann und das Auto erst nach dem Tod meines Vaters auf mich umgeschrieben wurde. Deshalb habe ich Sorgen, dass ich dafür irgendwelchen Ärger bekomme.

Nein, durch die hohe Verschuldung der Wohnung ist die Erbmasse nicht sehr hoch. Vielleicht könnten wir sie mit etwas + verkaufen. Mein Vater hing jedoch sehr daran und wir möchten versuchen sie weiter zu halten. Die Chancen stehen leider nicht gut da wir beide Studenten sind. Durch das Auto (falls mir die Schenkung nicht anerkannt wird) wären es ca. 6000€ mehr, das hätte auf die Erbschaftsteuern wahrsch. keine allzu schlimmen Auswirkungen. (ich glaube ca 60€) Deshalb dachte ich dass ich es angebe und dazu schreibe, dass es eine Schenkung war. Aber nicht dass ich mir durch die Ehrlichkeit mehr Ärger mache als nötig..

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Welche Erben gibt es außer Dir?

Wenn die Krankenhausrechnungen und Mietzahlungen den Vater betrafen, dann kann aus seinem Eigentum (dem Nachlaß) natürlich Liquidität entnommen werden, um diese Verpflichtungen zu erfüllen. Es ist auch legitim, in Abwesenheit anderer Mittel ein Auto als Gebrauchsgegenstand zu verkaufen, um dies tun zu können.

Probleme gibt es höchstens mit Miterben, die sich einen Anspruch auf das Auto des Vaters ausrechneten und nun enttäuscht sind, daß das Auto nicht mehr im Nachlaß ist. Probleme gibt es auch, wenn das Auto unter Wert verkauft wurde, um in betrügerischer Absicht die Miterben zu schädigen.

Es geht hier um die Wahrheit. Diese besteht darin, daß zum Todeszeitpunkt ein Fahrzeug auf den Vater angemeldet war und Schulden verschiedener Gläubiger bestanden. Im Zuge der Nachlaßauseinandersetzung wurde das Auto veräußert und es wurden Schulden beglichen. Wenn das korrekt lief, ist es sogar zum Vorteil der Erben, denn ein verkauftes Auto verursacht keine weiteren Kosten.

Warum also nun eine Unwahrheit mit einer Schenkung erfinden?

Also: es gibt zwar Spezialfälle, in denen die gewählte Vorgehensweise des vorzeitigen Verkaufs des Autos nicht korrekt wäre, aber generell sollte der Weg für Dich gestattet sein - insbesondere, wenn es eine Abstimmung mit den Miterben gab.

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Kommentar von Marmeline
27.10.2013, 17:14

Vielen Dank! Meinst Du die Schenkung glauben die mir eh nicht? Miterbin ist meine Schwester, der Autoverkauf zur Begleichung der Schulden war von ihr erwünscht. Allerdings ist sie dafür, das Auto gar nicht zu erwähnen, also aus dem Erbe herauszulassen.

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Natürlich zählt der PKW zum Nachlass des Erblassers, wenn es bis zu seinem Tod als Halter eingetragen war.

Warum man dem Ratschlag des Bestatters folgt und in betrügerischer Absicht die rel. geringen Erbscheinskosten durch wahrheitswidrige Angaben senken will, erschliesst sich mir nicht: Bei +/- 20.000 EUR Vermögenswert läge der Unterschied der Geschäftsgebühr (Erbscheinskosten) bei rd. 17 EUR :-O

Das Nachlassgericht zieht die Steuerakten bei und kommt euch drauf :-O

Erbschaftssteuer fiele erst ab einem Erwerb von über 500.000 EUR (Ehefrau) bzw. 400.000 EUR (Kinder) an, dafür lohnt sich kein Betrug :-O

Wenn die Erbengemeinschaft einvernehmlich Verfügungen des Nachlasses beschliesst, um Erbfallkosten bedienen zu können, ist das legitim und weder für das Nachlassgericht noch Ebschaftssteuerfinanzamt von Interesse. Maßgeblich ist der Vermögenswerwerb der einzelnen Miterben am Todestag des Erblassers; ob die nun in Sachwert (Auto) oder Verkaufserlösanteil (Verkauf) bestehen, ist völlig unerheblich.

G imager761

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Kommentar von Marmeline
27.10.2013, 18:47

Danke,allmählich kann ich wieder klarer denken :) bei 20.000€ sind es glaube ich eher 170€ aber auch dafür sind wahrheitswidrige Angaben total unangemessen - überhaupt und generell, klar danke für`s wachrütteln.. :)

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Hallo, wenn ihr euch einig seid ( ihr zwei seid die einzigen Erben ? ) dann wird es auch bei korrekter Angabe vom Verkaufserlös des Autos, keine Probleme geben. Deine Schwester und insbesondere du, ihr könntet besser schlafen.

" Ein gutes Gewissen ist das beste Ruhekissen ! "

Ihr zwei könntet über den Verbleib des Geldes jederzeit Auskunft geben, so es überhaupt jemanden interessiert.

" Wo kein Kläger,da kein Richter "

Bei euch hört sich alles friedlich und einvernehmlich an, da gibt's ganz andere Fragen hier. Da fliegen die Fetzen wegen Nichtigkeiten. So wie ein Nachlass zwischen euch geregelt wird, ist schon als außergewöhnlich in der heutigen Zeit. Eben so, wie es sich unter Geschwistern / Erben geziemt.

Alles Gute für euch ! K.

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Kommentar von Marmeline
27.10.2013, 18:37

Vielen Dank! Mit allem sind wir uns nicht einig, hierbei aber schon ;)

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Verstehe ich es richtig, ihr habt das vom Vater genutze Auto verkauft, um dessen Krankenhausrechnungen zu bezahlen. Wo ist dann das Problem? Als Erben könnt ihr das machen.

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Kommentar von Steeler
27.10.2013, 15:29

Marmeline möchte wissen, wie sie das Formular zur Beantragung eines Erbscheins richtig ausfüllt, ohne Ärger zu bekommen.

Eine Art Fehlverhalten sehe ich auch nicht; es sei denn, sie hätte das Fahrzeug deutlich unter Wert verkauft.

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Kommentar von Marmeline
27.10.2013, 15:39

Naja, zu dem Zeitpunkt hatten wir ja noch keinen Erbschein..

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