Geschenk zurück fordern nach Trennung

1 Antwort

Wenn es sich um Geschenke an die Lebensgefährtin handelt, können diese unter bestimmten Umständen (Grober Undank, §530 BGB und §532 BGB) innerhalb eines Jahres zurückgefordert werden. Das wird jedoch bei der Tochter (der Beschenkten) nicht begründet werden können. Also bleiben die Geschenke bei der Tochter.

Jetzt könnte der Ex-Freund ja behaupten, es handle sich um keine Geschenke, sondern einfach eine leihweise Überlassung. Das läßt sich jedoch wohl durch Zeugen oder einen kindstypischen Verwendungszweck der Geschenke widerlegen. Wer die Belege hat, spielt keine Rolle, denn naturgemäß hat der Schenker ja die Geschenke gekauft und will nicht unbedingt den Kaufpreis offenlegen.

Also wird die Forderung nach Rückgabe der Geschenke von der Tochter zurückgewiesen. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage.

dankeschön für diese schnelle antwort. sollte er das geschenk über einen anwalt zurückforden könnte ich mich via anwalt dann dementsprechend wehren. das heisst also ich gebe den leptop nicht raus, weil dieser als geschenk als eigentum meiner tochter übergegangen ist. zeugen wären da meine tochter und meine beiden söhne. er selbst hat nie über eine leihgabe gesprochen sondern ihr diesen leptop gebracht und gesagt das es nun meiner tochter ihr laptop sei damit sie auch einen hat.

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@Melkle

Entgegen meiner sonstigen Ratschläge frühzeitig zum Anwalt zu gehen, rate ich erstmal einfach nichts zu machen. Er muss den Laptop von Deiner Tochter fordern, da er dir ja nicht gehört, d. h. er muss dich als gesetzlicher Vertreter deiner Tochter anschreiben (der Kindsvater kann da übrigens auch noch mitreden). Du darfst nur weil du Vertreterin deiner Tochter bist bist auch nicht frei über deren Vermögen verfügen, das könnte auch Ansprüche deiner Tochter gegenüber dir zur Folge haben.

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@heinerbumm

meine tochter ist 14 jahre alt. gibts da auch unterschiede vom alter her? mit 14 hat man ja schon andere rechtsansprüche.

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@Melkle

Hier gibt es wenig zu sagen. Wenn der Ex-Freund selbst oder ein Anwalt einen Brief schreibt, in dem er die Herausgabe eines Geschenks fordert, muss dafür eine Rechtsgrundlage genannt werden. Diese gibt es nicht. Damit ist die Forderung knapp und klar zurückzuweisen. Wer dann dennoch glaubt, Recht zu haben, sollte vor Gericht ziehen.

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Exmann fordert Geld zurück vom Hausbau

Hallo Schwierige Situation. Vor 4 Jahren haben Frau A und Herr B zusammen Haus gebaut. Die Kreditsumme wurde auf 2 Kredite geteilt und jeder zahlte die Hälfte. Herr B brachte noch etwas Bargeld ein. Er hat zum Beispiel sein Auto verkauft und einen Bausparer auszahlen lassen. Mit dem Geld wurden Handwerker bezahlt. Außerdem wurden die Kreditraten monatlich vom Gemeinschaftskonto abgebucht, auf das aber nur der Lohn von Herrn B einging. Frau A hatte ein anderes Lohnkonto und von diesem Geld wurde das Leben von Herrn B und Frau A finanziert. Das Haus steht auf dem Grundstück von Frau A. 2012 wurde geheiratet (Zugewinngemeinschaft). Das Haus war zu dem Zeitpunkt schon größtenteils fertig und wurde seit Dezember 2010 bewohnt. Nun läuft das Trennungsjahr und nächstes Jahr ist die Scheidung. Herr B möchte eine Summe X die er sich errechnet hat, die er in den Hausbau gesteckt hat. Den Kredit von Herrn B hat Frau A bereits übernommen und wohnt nun alleine in dem Haus und versucht das Haus alleine zu finanzieren. Frau A und Herr B haben zum Scheidungstermin einen Zugewinn von jeweils 0, da es keinen negativen Zugewinn gibt. Kann Herr B das Geld zurückfordern? Es gibt keine Schuldscheine. Mit der Scheidung an sich hat es nichts zu tun. Hier geht es eher um Zivilrecht. Frau A ist im moment nicht in der Lage so viel Geld aufzubringen. Das Haus ist bei der Bank finanziert und ein Verkauf würde nur die Bankschuld decken. Kann sowas verjähren? Es existieren Emails und SMS in denen Frau A der Summe X zustimmt, damit Herr B Ruhe gibt. Kann dies gegen Frau A verwendet werden?

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