Geringeres / Null Einkommen bei Nebentätigkeit?

3 Antworten

Wegen einem Jahr, in dem man keine Einkünfte hat, wird man noch nicht als Liebhaberei eingestuft. Das muss schon über 2-3 Jahre gehen. Und wenn doch ein entsprechender Brief vom Finanzamt kommt, kannst du dich entsprechend erklären.

Vielen Dank, ich habe das auch gefunden:

Zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Tätigkeiten, die ertragsteuerlich als Liebhaberei anzusehen sind, hat das BMF mit Schr. v. 14. 7. 2000 - IV D 1 - S 7303a - 5/00 wie folgt Stellung genommen: Nach § 2 Abs. 1 Satz 3 UStG ist gewerblich oder beruflich - als Voraussetzung für die Unternehmereigenschaft - jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht fehlt, Gewinn zu erzielen. Wenn Nachhaltigkeit gegeben ist (vgl. Abschn. 18 Abs. 2 UStR), kann nach geltendem Recht die Unternehmereigenschaft somit auch durch eine - aufgrund von Dauerverlusten - ertragsteuerlich als Liebhaberei eingestufte Tätigkeit erlangt werden. Art. 4 der 6. EG-Richtlinie steht dem nicht entgegen. Einer Auslegung des Begriffs der ,,wirtschaftlichen Tätigkeiten'' i. S. des Art. 4 Abs. 1 der 6. EG-Richtlinie dahingehend, dass die Unternehmereigenschaft zu verneinen wäre, wenn auf Dauer gesehen keine Überschüsse (Gewinne) erzielt werden, schließt sich das BMF nicht an. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit einer ertragsteuerlichen Liebhaberei fallen nicht unter das Abzugsverbot des § 12 Nr. 1 EStG, sondern sind bereits aus den übergeordneten Gesichtspunkten des § 2 EStG ertragsteuerlich unbeachtlich. Das bedeutet aus umsatzsteuerlicher Sicht, dass die Vorsteuern aus Vorbezügen für sog. Liebhabereibetriebe nicht unter das Abzugsverbot des § 15 Abs. 1a Nr. 1 UStG i. V. mit § 12 Nr. 1 EStG fallen. Bei Unternehmern, für die § 4 Abs. 5 EStG ertragsteuerlich keine Bedeutung hat, weil sie keinen Gewinn zu ermitteln haben, ist für USt-Zwecke darauf abzustellen, ob die Aufwendungen ihrer Art nach unter das Abzugsverbot des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 bis 4 und Nr. 7 EStG fallen (vgl. Tz. 1.1 des BMF-Schr. v. 5. 11. 1999,BStBl 1999 I S. 964). Dies gilt auch für sog. Liebhabereibetriebe. Das betrieblich veranlasste Halten von Reitpferden ist regelmäßig als ,,ähnlicher Zweck'' i. S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG anzusehen. Deshalb ist die Vorsteuer aus den Anschaffungs- und Unterhaltungskosten von Reitpferden grds. nicht abziehbar (§ 15 Abs. 1a Nr. 1 UStG i. V. mit § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG). Allerdings ist es in Fällen, in denen sich die unternehmerische Tätigkeit in der Pferdezucht und der Teilnahme an Pferderennen erschöpft, mit dem Sinn und Zweck des § 15 Abs. 1a Nr. 1 UStG nicht vereinbar, den Vorsteuerabzug aus sämtlichen Vorbezügen für das Halten von Renn- und Zuchtpferden auszuschließen. Deshalb kann der Vorsteuerabzug in diesen (Ausnahme-)Fällen unter den weiteren Voraussetzungen des § 15 UStG in Anspruch genommen werden.

Ich verstehe, "Dauerverlusten" bedeutet 2-3 Jahre hintereinander Verlust machen. Dann bin ich sicher für dieses Jahr. :)

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Alles OK, ein Jahr mit Verlust bringt nicht gleich die Liebhaberei ins Spiel.

Aber mal eine Gegenfrage, arbeitest Du für Tanzschulen, oder direkt für die Schüler?

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

2017 habe ich für sowohl Tanzschulen als ob Schüler arbeiten. 2018 war meine Unterricht eingefroren. 2019 arbeite ich wieder, aber wahrscheinlich mehr für die Schüler.

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@hailey

OK, dann ist Kleinunternehmer besser.

Wenn der Unterricht in der Tanzschule erteiltund mit der Tanzschule abgerechnet würde, wäre Regelbesteuerung günstiger.

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@wfwbinder

Leider verstehe ich das nicht wirklich. Meinen Sie dass wenn ich für die Tanzschulen arbeite ist es Finanzamt lieber? :( oder ist es besser für meine Steuererklärung?

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@hailey

Wenn Du für Tanzschulen arbeitest, wäre es besser in der Umsatzsteuer die Regelbesteuerung zu nehmen. Für Tanzschulen ist egal, ob Du denen 100,- Euro als Kleinunternehmer, oder 100,- Euro + 19 % Umsatzsteuer 19,- = 119,- in Rechnung stellst.

Aber damit hättest Du aus den Eingangsrechnungen den Vorsteuerabzug.

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Wohl kaum - kommen Nachfragen - richtige Antworten geben.

Wie sollte ich eine einmalige, dreimonatigen Tätigkeit auf Rechnung während des Studiums in der Steuererklärung angeben?

Hallo liebe Comunity,

ich befinde mich gerade in einer etwas vertrackten Situation, auf die ich auch nach längerer Internetrecherche keine Antwort gefunden habe. Es geht um folgendes:

In den Monaten Dezember bis Februar habe ich als Student bei einer sehr kleinen, gemeinnützigen Organisation als studentische Aushilfe gearbeitet. Aufgabe war es Einträge in einer Adressdatenbank zu recherchieren und in diese einzufügen. Entlohnt wurde ich mit einem, laut Vertrag, Honorar, für das ich eine Rechnung stellen musste. Als es Zeit war die erste Rechnung zu stellen habe ich das Wie recherchiert und erfahren, dass man dafür einen Gewerbeschein bräuchte. Ich habe meinen Chef darauf angesprochen, der selber keine Ahnung hatte, da ich die erste Aushilfe war. Ihm wurde bei einem Anruf beim Studentenwerk allerdings versichert, dass ich keinen Schein bräuchte und habe somit auch keinen beantragt. Außer den Rechnungen für die Monate habe ich als Student keine weiteren Einnahmen gehabt. Die Rechnungen betrugen etwa 400€ in 2017 und etwa 600€ in 2018

Nun habe ich meinen Abschluss und arbeite demnächst als Angestellter. Ich werde dadurch in 2018 etwas mehr als den Freibetrag von 9000€ verdienen. Also muss ich die 600€ versteuern. Daraus ergeben sich für mich folgende Fragen:

1. Wie muss ich die ~600 in der Steuererklärung angeben: Gewerbe, Freiberufler oder sonstige Einnahmen/ Nebentätigkeiten?

2. Was brauche ich für Belege? Reichen Kontoauszüge, da ich die Rechnungen nicht aufgehoben habe?

3. Muss ich mich irgendwo selbst anzeigen oder einen Gewerbeschein nachträglich beantragen, oder ist das dem FA egal? Ich habe nicht vor in den nächsten Jahren nochmal auf Rechnung zu Arbeiten und habe davor auch keine ausgestellt.

4. Muss ich auch wegen den ~400€ in 2017 eine Steuererklärung für 2017 abgeben? Andere steuerpflichtige Einnahmen hatte ich in dem Jahr nicht.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus für Ihre Meinung zu dem Thema!

Joe

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