Gerichtles Gutachte sprengt Kosten, wie sind diese zusammengesetzt?

2 Antworten

Du erwähnst nicht, ob Du anwaltlich vertreten bist. Sich ohne anwaltliche Hilfe auf den Streit mit den gewieften Regulierungsprofis einer Versicherung einzulassen ist ein schwerer Fehler.

Das was Du da schreibst ist tägliche Erfahrung in Verkehrsunfallsachen:

Zunächst ist das außergerichtlich eingeholte Gutachten nichts anderes als eine Parteiäußerung. Das kann jederzeit von dem Gegner ignoriert werden. Ob mit Erfolg, hängt dann vom Ergebnis des Prozesses ab.

Die Kosten eines solchen Gutachtens kann man im übrigen als Unfallkosten mit geltend machen. Ist doch hoffentlich geschehen.

Ich glaube kaum, dass man einem solchen Gutachten den Verschuldensanteil am Unfall entnehmen kann. Gibt es keine Zeugen?

Die Bezahlung des Gerichtsgutachters erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften und wird vom Gericht überprüft. Dagegen anzugehen hast Du in der Regel sehr schlechte Karten.

Ein Anwalt hätte den bestellten Gutachter womöglich bereits vorab wegen Ungeeignetheit oder Parteilichkeit abgelehnt. Schon deshalb sollte man anwaltlich vertreten sein. Allerdings sind Bewertungen im Internet mit Vorsicht zu genießen. Da dürfte jede mit dem Begutachtungsergebnis unzufriedene Partei schlechte Bewertungen abgeben. Ein Anwalt hätte Zugang zu neutraleren Quellen.

Was Du nun tun kannst? Wenn Du keinen Anwalt hast wäre es nun an der Zeit einen zu beauftragen.

GEnau der richtige Ratschlag. Ohne Anwalt ein Abenteuer. Ich hatte mal vor ziemlich genau 41 Jahren zwei Unfälle an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

Weil ich gerade in er Vorbereitung auf die mündliche StBv Prüfung war habe ich es einem Anwalt übergeben und mich selbst überhaupt nicht gekümmert.

Alles lief nach Wunsch, Auto repariert, Nutzungsentschädigung kassiert, wobei der Anwalt noch erfolgreich nachgefordert hatte.

Die Verhandlung in dem zweitenUnfall, an dem mehrere Beteiligt waren, fand erst 9 Monate später statt und da erst bemerkte ich an Hand des Schicksals einer anderen, an dem Unfall Beteiligten, aber nicht schuldigen, was passieren kann , wenn man nicht gleich, einen Anwalt hinzuzieht. Ihr wurde eine Mitschuld zur Last gelegt.

Daher: Autounfall, erster Anruf Polizei rufen, zweiter Anruf Anwalt benachrichtigen, dritter Anruf Daheim, mir ist nicht passiert.

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@wfwbinder

In der jüngsten Vergangenheit ist sogar alles noch schlimmer geworden. Die Versicherungen versuchen durch vermeintliche Servicepakete die Unfallopfer von der Anwaltsbeauftragung gezielt abzuhalten.

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@Privatier59

Danke für den Tipp, aber Toi, Toi, Toi, meine Kfz-Versicherung musste noch nie zahlen (na ja, ich habe ja allerdings auch erst 47 Jahre den Führerschein) und andere Versicherungen mussten für Schäden, die mir andere zufügten, auch erst 3 mal zahlen, was auch ein großes Glück ist.

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Vielen Dank für die schnelle Antwort.

"Du erwähnst nicht, ob Du anwaltlich vertreten bist. Sich ohne anwaltliche Hilfe auf den Streit mit den gewieften Regulierungsprofis einer Versicherung einzulassen ist ein schwerer Fehler."

Ich werde von einem Anwalt vertreten.

"Die Kosten eines solchen Gutachtens kann man im übrigen als Unfallkosten mit geltend machen. Ist doch hoffentlich geschehen."

Die Kosten wurden in der Anklage geltend gemacht.

"Ich glaube kaum, dass man einem solchen Gutachten den Verschuldensanteil am Unfall entnehmen kann. Gibt es keine Zeugen?"

Im Gutachten wird die Schilderung des Unfalles aufgenommen und für plausibel erklärt (Auch in Bezug auf dem Schadensbild). Leider sind im Nachhinein keine Zeugen mehr auffindbar, in dem Moment des Unfalles stand ich unter Schock und habe nicht darüber nachgedacht nach Zeugen zu suchen.

"Die Bezahlung des Gerichtsgutachters erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften und wird vom Gericht überprüft. Dagegen anzugehen hast Du in der Regel sehr schlechte Karten."

Die mir in Rechnung gestellten Kosten habe ich überwiesen.

Ich werde euch über alles weitere informieren, was meint Ihr, wie stehen die Chancen gegen eine Versicherung zu gewinnen?

Gruß Peter

Versicherung verlangt von Geschädigten Gutachterkosten?

Hallo Zusammen! Folgendes hat sich ereignet: -Person A hat das Handy von Person B auf den Boden fallen lassen und somit war es nicht mehr funktionstüchtig - Person A hat den Schaden seiner Versicherung gemeldet. - Die Versicherung hat noch sehr langem hin und her diverse Nachweise wie (Gutachten von Apple, Fotos des Geräts, detaillierte Beschreibung) gefordert. - Anschließend wurde Person B gebeten (von der Versicherung der Person A!) das Handy einzusenden. Dieses sollte durch einen Gutachter geprüft werden. - Hierbei ist zu beachten, dass es bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Aufklärung über entstehende Kosten gab. Ferner wurde der Gutachter ja auch nicht von Person B beauftragt.

  • Der Gutachter hat festgestellt dass das Handy nicht wie beschrieben beschädigt wurde.Angeblich lag ein Wasserschaden vor, der sich defintiv nicht ereignet hat.

  • Nun erhält Person B ein Schreiben von der Versicherung, dass die Versicherung den Schaden zurückweist, da der Gutachter dies nicht für plausibel hält. Desweiteren schreibt die Versicherung "Da Gutachterkosten entstanden sind, die ohne ihre Meldung nicht angefallen wären, bitten wir Sie die Gutachterkosten in Höhe von 250,-€ an XXXXX mit dem Verwendungszweck XXXXX zu überweisen"

  • Nach einer 1 Seitigen Mail mit diversen Erläuterungen+ sämtlichen Details zum Unfall, bekommt Person B einen Einzeiler von der Versicherung zurück. ("Wir halten nach wie vor an unserer Entscheidung fest."

Person B hat seitdem nicht reagiert und am 28.11 einen Brief von der Versicherung erhalten, dass das Geld nach wie vor nicht eingegangen sei und Person B doch bitte bis zum 07.11. die 250,-€ überweist.

Person B hat das Handy nach wie vor nicht(!) von der Versicherung zurück erhalten!

Frage: - Ist es rechtens, dass Person B(Geschädigter) die Kosten für einen Gutachter zahlen muss, den er nicht beauftragt hat? Es gab hier auch keine Aufklärung über Kosten.

  • Wie sind die weiteren Schritte der Versicherung? Was hat Person B zu befürchten?

  • Falls(!) die 250,-€ durch Person B gezahlt werden, ist dies ein Schuldeingeständnis und führt zu einer Strafanzeige wegen Betrug? (Davon war aber niemals die Rede).

Wie sollte sich Person B jetzt verhalten? Das Handy hat die Versicherung nicht zurück geschickt, zudem verlangen Sie 250,-€ für den Gutachter, bei einem Schadensfall i.H.v. 270,-€ (Zeitwert des Handys) Das steht für Person B natürlich in keiner Relation hier einen gerichtlichen Streit einzugehen.

Ich bedanke mich schon mal recht herzlich im Voraus!

Viele Grüße

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