Gemeinsame Immobilie und Scheidung - wie geht man vor wenn einer mehr beigesteuert hat?

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2 Antworten

Der Fall kann ganz einfach nach Schema-F im Rahmen des Zugewinnausgleichs geregelt werden:

Frau: Endvermögen -Anfangsvermögen =: Zugewinn(F)

Mann: Endvermögen -Anfangsvermögen =: Zugewinn(M)

Ist Zugewinn(M) > Zugewinn(F), dann Zahlt M die Hälfte der Differenz an F. Im umgekehrten Fall zahlt F an M

Das "Beisteuern" wirkt sich nur aus, wenn es zum Anfangsvermögen gehört, also entweder vor der Ehe bestand oder geerbt oder geschenkt wurde.

Es ist dabei sogar egal, wer von beiden den Verkaufserlös erstmal bekommt.

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was heisst mehr beigesteuert? Monetär? Arbeitsleistung?

Ist das nicht die generelle Frage bei einer Scheidung bzw. bei der Ehe selbst? Gibt es nicht den Zugewinn, der hier alles, was in der Ehe an Vermögen und Verlusten geschaffen wurde, 50 : 50 teilt?

Zu berücksichtigen wären ggf. Anfangs- und Endvermögen. Wenn jedoch die Immobilie während der Ehe gekauft wurde, dann gehört sie beiden zur Hälfte. Wenn im Grundbuch eine andere Verteilung steht, dann gilt die Verteilung, die dort festgehalten ist.

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Mikkey 28.05.2013, 21:47

Wenn im Grundbuch ...

Das führt nur zu einem höheren Endvermögen des einen und einem niedrigeren des anderen. Dies fließt damit wieder in den Zugewinnausgleich ein. Effekt: Null

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