Frage von ChristinaS, 39

Gemeinsame Eigentumswohnung als Kapitalanlage ohne Ehe und getrennter Haushalt: Wie kann man dem Geschäftspartner im Todesfall die Hälfte der Wohnung vererben?

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Erbe & erbrecht, 25

Ich greife mal einen Vorschlag auf, den @EnnoWar Mal für diese (und andere) Situationen gemacht hat.

Hermann udn Pauline wollen zusammen eine Immobilie haben und im Todesfall soll der jeweils andere die bekommen.

Die beste Lösung ist dann, die Wohnung nicht in der üblichen Form zu kaufen, wo Pauline und Hermann, jeweils eine ideelle Hälfte kaufen, wobei dann die Hälfte des Verstorbenen auf den anderen Übertragen werden muss (per Testament und Grundbuch).

Es wäre besser, wenn die Pauline und Hermann GbR diese Wohnung kauft. Da könnte man schon in den Gesellschaftsvertrag aufnehmen, das im Falle des Todes einer der Gesellschafter, dessen Anteile an der GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) dem anderen zuwachsen und nciht an dessen Erben gehen.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Wenn da steht "als Kapitalanlage", dann bedeutet das wohl Vermietung.

Die beiden haben also ohnehin schon eine GbR. Es fehlt also lediglich die Anpassung im Gesellschaftsvertrag. Da hier wahrscheinlich keiner geschrieben wurde, gilt dass BGB.

Aber selbst wenn die eine Hälfte dem überlebenden Gesellschafter anwächst, so habe die Erben doch trotzdem einen Abfindungsanspruch, denn sie erben ja Gesellschaftsrechte.

Außerdem entsteht durch die Anwachsung Grunderwerbsteuer.

Kommentar von wfwbinder ,

 Aber selbst wenn die eine Hälfte dem überlebenden Gesellschafter anwächst, so habe die Erben doch trotzdem einen Abfindungsanspruch, denn sie erben ja Gesellschaftsrechte.

Vollkommen richtig, der Pflichtteilsergänzungsanspruch wäre zu prüfen. 

Außerdem entsteht durch die Anwachsung Grunderwerbsteuer.

Entschuldige, aber bist Du sicher? Nach § 1 Abs. 3 natürlich, weil auf einen mehr als 95 % der Anteile vereinigt werden. Aber ich bin, auch wenn es hier wegen der Gesellschaft dazwischen nur mittelbar ist, dass § 3 Nr. 2 greift (alles Grunderwerbsteuergesetz), weil der Gesmtvorgang ja dem Erbschaftsteuergesetz unterliegt.

Antwort
von Franzl0503, 26

Lösung: Eine notariell beurkundete letztwillige Verfügung (Testament) zu Gunsten des Partners mit einer Vormerkung zugunsten des Partners im Grundbuch.

Wichtig: Lass dich von einem Notar über die unterschiedlichsten Sicherungsmöglichkeiten beraten.

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