Gemeinsam erben - wie kann man Streit unter Geschwistern vorbeugen?

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9 Antworten

Das sollte eventuell im Familienrat besprochen werden.

Es klappt nur, wenn beide nicht drin wohnen wollen, oder wenn es mindestens 2 Wohnungen vorhanden sind.

Sonst ist es besser wenn man es einem Vererbt und bestimmt, dass der andere ausgezahlt wird.

Um es mal offen zu sagen: Egal was man macht, wenn einer der Beteiligten Ärger machen will, dann macht er den. Am ehesten kann man dem noch vorbeugen, indem man eine ausführliche Nachlaßregelung trifft. Ich denke da an die Einsetzung einer neutralen Person als Testamentsvollstrecker und die ihm erteilte Anweisung, die Immobilie bestmöglich zu verkaufen und den Erlös unter den Erben zu verteilen. Natürlich widerstreben solche Gedanken jedem Erblasser denn oftmals "liebt" man sein Haus ja. Man muß aber dem Faktum ins Auge schauen, dass die wirtschaftlichen und persönlichen Interessen von Geschwistern oft zu unterschiedlich sind um einen Erhalt der Immobilie zu ermöglichen.

das wird man nicht vermeiden können, wenn gestritten werden will.

Hilfreich ist, wenn zu Lebzeiten besprochen wird, was die Parteien mit der Immobilie vorhaben könnten, was deren Vorstellung ist. Daran könnte man erkennen, ob das vereinbar ist.

Je klarer ein Erbe definiert ist, desto besser. Je klarer die Immobilie "aufteilbar" ist, desto besser.

Sieht man Streitereien kommen, könnte man auch einen auszahlen, dem anderen die Immobilie vererben - wenn monetär möglich. Oder man verkauft und vererbt Geld.

Also wenn man sich so gar nicht einig werden kann, dann finde ich, dass man die Immobilie verkaufen sollte und das Geld dann zu gleichen Teilen aufteilen sollte. Das wäre das, was ich persönlich gmacht hätte.

pierregilbert:

Die von Georg Avard angeregte Teilungsanordnung (mit Ausgleichung unter den Geschwistern) ist eine Möglichkeit. Nur, eine dingliche Wirkung kommt der Teilungsanordnung nicht zu.

Wenn der Erblasser in seiner letztwilligen Verfügung z. B. angeordnet hat, einer der Miterben solle bei der Auseinandersetzung ein bestimmtes Grundstück erhalten, so ändert dies nichts daran, dass auch das Eigentum an diesem Grundstück beim Erbfall auf alle Miterben in Erbengemeinschaft übergeht.

Die Erbengemeinschaft ist aber verpflichtet, das Grundstück dem betreffenden Erben zuzusprechen und es auf ihn aufzulassen.

Will der Erblasser Streitigkeiten weitgehendst ausschließen, so kann er auch einen Testamentsvollstrecker ernennen, der die Auseinandersetzung durchzuführen hat.

Es gibt noch einen anderen einfacheren Weg der Streitvermeidung, nämlich den über die "vorweggenommene Erfolge" mit der Anordnung der Ausgleichung unter den Geschwistern.

Mein Rat wenn der Erbfall bereits eingetreten ist: Alle Erben an einen Tisch (möglichst ohne Partner), vernünftig diskutieren, einen fairen Kompromiss und gerechten Wertausgleich finden, bei dem sich keiner als Verlierer fühlen darf.

Hier sollte das Testament gut durchdacht sein und z.B eine Teilungsanordnung bestimmt werden, so dass es bei der Aufteilung unter den Erben nicht zu Konflikten kommt.

Immobilie an einen der Erben übertragen und testamentarisch verfügen, wie die anderen im späteren Todesfall ausgezahlt werden sollen. Auch die Summe kann jetzt schon vereinbart werden.

Der Vorteil ist, wenn 10 Jahre rum sind, könnten durch eine Änderung des Testaments die anderen Erben regulär "enterbt" werden. Die werden also immer sehr nett bleiben.

Immobilie verkaufen und den Erlös zu gleichen Anteilen aufteilen.

Ganz einfach: Hütte veräußern (gern auch an einen der Vorerben) und den Erlös gerecht aufteilen....

Alles Andere endet früher oder später in erbittertem Streit!!!

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