Gelten Mindestbemessungsgrenzen bei den Krankenkassen auch für Kleinunternehmer?

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4 Antworten

Leider schreibst Du weder bei welcher Kasse Du versichert bist, noch wie hoch Dein Gewinn ist.

Die Kleinunternehmergrenze ist 17.500,- Euro Umsatz (also Einnahmen), das hat mit Gewinn (Einnahmen-Kosten) also nur zum Teil zu tun.

Die AOK sagt zum Thema Krankenversicherungbeitrag;

Mindestgrenze: Das Mindesteinkommen für diese Berechnung liegt für Selbstständige monatlich bei 2.178,75 Euro und für Existenzgründer, die den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit oder Einstiegsgeld erhalten, oder einen Antrag auf Härtefall gestellt haben, bei 1.452,50 Euro. Für alle anderen freiwilligen Versicherten liegt die monatliche Mindesteinnahmegrenze bei 968,33 Euro. Wer weniger verdient, zahlt dennoch Beiträge auf Basis der monatlichen Mindesteinnahmegrenze.

Damit könnte der "Antrag auf Härtefall" die Lösung sein.

Der Fragestellerin scheint gar nicht bewußt zu sein, dass sie selbstverständlich mehr Umsatz je Kalenderjahr tätigen kann, dass sie dann allerdings die Sonderregelungen für Kleinunternehmer nicht mehr anwenden darf.

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@Snooopy155

dass sie dann allerdings die Sonderregelungen für Kleinunternehmer nicht mehr anwenden darf.

Was macht denn mein Vermieter und mein Arzt falsch? Die haben Umsätze in Millionenhöhe und sind trotzdem Kleinunternehmer...

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@mLohnsteuer

vermutlich aus diesem Satz:

"Ich bin eine Kleinunternehmerin, die also im Jahr nur 17.300 EUR verdienen darf."

Ausserdem war es für die Beantwortung der Frage unbedeutend.

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Hallo,

für hauptberuflich Selbständige gibt es zwei verschiedene Mindestbemessungsgrenzen:

- 2179 Euro monatlich gilt grds.

- 1453 Euro monatlich für Bezieher von Gründungszuschuss und Einstiegsgeld. Bei enderen Personen sind ggf. Vermögen des Versicherten und Einnahmen und Vermögen des Ehegatten/Lebensgefährten zu prüfen.

Bei nebenberuflich Selbständigen kann in bestimmten Fällen der Mindestbeitrag von 968 Euro zugrundegelegt werden.

Grundlage: § 240 SGB V

Die Kleinunternehmerregelung ist für die Krankenkasse völlig ohne Bedeutung.

Gruß

RHW


"Ich bin eine Kleinunternehmerin, die also im Jahr nur 17.300 EUR verdienen darf. Das ist pro Monat ca.1441 EUR"

Nein nein völlig falsch....

Die Kleinunternehmen Grenze von 17500€ Umsatz hat mit den Krankenversicherungsbeiträgen nichts zu tun, nur mit der Umsatzsteuer. Zumal es ja Umsatz ist, nicht zu versteuernder Gewinn. Der ist ja geringer, da die Kosten ja abgezogen werden.

Für die GKV bleiben 2 Möglichkeiten den Beitrag zu berechnen. Man zahlt den Mindestbeitrag oder Beitragsberechnung auf Antrag. Das läuft auf ca. 380€/Monat oder 180€/Monat hinaus. Je nachdem ob und wie hoch Zusatzbeitrag und Kinder vorhanden sind. Die GKVs verschweigen gern die Möglichkeit Beitragsberechnung auf Antrag zu machen von 936€ Einkommen, nicht Umsatz. Eine weitere Bedingungen ist dort auch maximal 19Std. Wöchentliche selbstständige Tätigkeit. Aber wer kann das kontrollieren, selbst geringe Überschreitungen sind unschädlich. Man darf halt nicht Ausgangsrechnungen schreiben, die höher liegen.


Hallo, bist Du hauptberuflich selbstständig oder lebst Du von etwas anderem ?

Davon hängt die Antwort ab. 

Der Umsatz eines Kleinunternehmers sagt wenig über das Einkommen aus.

Unter den Mindestbeitrag von ca. 170 EUR wirst du kaum kommen.

Viel Glück

Barmer

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