Geldgeschenk von Eltern vor und während Ehe, Hausbau - dann Scheidung? Was nun?

2 Antworten

ihr Mann ein Doppelleben führt

Tragische Sache und die Tragik wird dadurch gesteigert, dass die Schenkung nicht mehr im Vermögen der Frau verblieben ist, sondern offenbar in den Hauskauf gewandert war. Da nun stellen sich rechtlich sehr kniffelige Fargen und zwar so kniffelig, dass Du hoffentlich nicht ernsthaft erwartest, hier eine rechtlich hieb- und stichfeste Antwort zu bekommen. Das könnte nur ein Anwalt nach eingehender Prüfung des Falles leisten.

Es ist so, dass man einerseits den Zahlungsvorgang hat, nämlich der Frau für das Haus, und andererseits überlegen muß, wie die interne rechtliche Bewertung eben dieses Zahlungsvorgangs ist. Ist das nun eine unbenannte Zuwendung oder Schenkung? Der Unterschied ist ganz erheblich:

http://www.juraexamen.info/bgh-keine-unbenannten-zuwendungen-bei-geschenken-der-schwiegereltern/

Bei Schenkungen gibt es die Rückforderung bei grobem Undank, bei unbenannten Zuwendungen muß man -wie vorgenannter Quelle zu entnehmen ist- erst mal nach Möglichkeiten der Rückabwicklung suchen.

Mehr ins Detail gehen kann man nicht, man müßte alle Einzelheiten des Falles kennen. Was heißt denn zum Beispiel "Doppelleben"? Ist der Mann in Wahrheit schwul? Hat er 5 geheime Geliebte? Oder spielt er nur gerne Skat und hat das seiner Frau verschwiegen?

gulia:

"... die Bank verlangte es so" von meiner sehr guten Freundin.

Zu unterscheiden sind:

die Zustimmung des Ehemannes zur Bestellung der Grundschuld, wenn das zu belastende Grundstück praktisch das gesamte Vermögen des im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheirateten Eigentümers ausmacht, aber nur dann, wenn durch die Belastung der Grundstückswert ausgeschöpft wird,.

die persönliche gesamtschuldnerische Mithaft des Ehemannes zusammen mit der Ehegatten-Allein-Eigentümerin,

der Erwerb eines Miteigentumsanteils am Grundstück durch den Ehegatten.

Letzteres hätte die Bank m. E. nicht verlangen dürfen, zumal dadurch eine etwa erforderliche Sicherheitenverstärkung nicht eintrat.

Exmann fordert Geld zurück vom Hausbau

Hallo Schwierige Situation. Vor 4 Jahren haben Frau A und Herr B zusammen Haus gebaut. Die Kreditsumme wurde auf 2 Kredite geteilt und jeder zahlte die Hälfte. Herr B brachte noch etwas Bargeld ein. Er hat zum Beispiel sein Auto verkauft und einen Bausparer auszahlen lassen. Mit dem Geld wurden Handwerker bezahlt. Außerdem wurden die Kreditraten monatlich vom Gemeinschaftskonto abgebucht, auf das aber nur der Lohn von Herrn B einging. Frau A hatte ein anderes Lohnkonto und von diesem Geld wurde das Leben von Herrn B und Frau A finanziert. Das Haus steht auf dem Grundstück von Frau A. 2012 wurde geheiratet (Zugewinngemeinschaft). Das Haus war zu dem Zeitpunkt schon größtenteils fertig und wurde seit Dezember 2010 bewohnt. Nun läuft das Trennungsjahr und nächstes Jahr ist die Scheidung. Herr B möchte eine Summe X die er sich errechnet hat, die er in den Hausbau gesteckt hat. Den Kredit von Herrn B hat Frau A bereits übernommen und wohnt nun alleine in dem Haus und versucht das Haus alleine zu finanzieren. Frau A und Herr B haben zum Scheidungstermin einen Zugewinn von jeweils 0, da es keinen negativen Zugewinn gibt. Kann Herr B das Geld zurückfordern? Es gibt keine Schuldscheine. Mit der Scheidung an sich hat es nichts zu tun. Hier geht es eher um Zivilrecht. Frau A ist im moment nicht in der Lage so viel Geld aufzubringen. Das Haus ist bei der Bank finanziert und ein Verkauf würde nur die Bankschuld decken. Kann sowas verjähren? Es existieren Emails und SMS in denen Frau A der Summe X zustimmt, damit Herr B Ruhe gibt. Kann dies gegen Frau A verwendet werden?

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