Geldgeschenk von Eltern vor und während Ehe, Hausbau - dann Scheidung? Was nun?

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4 Antworten

ihr Mann ein Doppelleben führt

Tragische Sache und die Tragik wird dadurch gesteigert, dass die Schenkung nicht mehr im Vermögen der Frau verblieben ist, sondern offenbar in den Hauskauf gewandert war. Da nun stellen sich rechtlich sehr kniffelige Fargen und zwar so kniffelig, dass Du hoffentlich nicht ernsthaft erwartest, hier eine rechtlich hieb- und stichfeste Antwort zu bekommen. Das könnte nur ein Anwalt nach eingehender Prüfung des Falles leisten.

Es ist so, dass man einerseits den Zahlungsvorgang hat, nämlich der Frau für das Haus, und andererseits überlegen muß, wie die interne rechtliche Bewertung eben dieses Zahlungsvorgangs ist. Ist das nun eine unbenannte Zuwendung oder Schenkung? Der Unterschied ist ganz erheblich:

http://www.juraexamen.info/bgh-keine-unbenannten-zuwendungen-bei-geschenken-der-schwiegereltern/

Bei Schenkungen gibt es die Rückforderung bei grobem Undank, bei unbenannten Zuwendungen muß man -wie vorgenannter Quelle zu entnehmen ist- erst mal nach Möglichkeiten der Rückabwicklung suchen.

Mehr ins Detail gehen kann man nicht, man müßte alle Einzelheiten des Falles kennen. Was heißt denn zum Beispiel "Doppelleben"? Ist der Mann in Wahrheit schwul? Hat er 5 geheime Geliebte? Oder spielt er nur gerne Skat und hat das seiner Frau verschwiegen?

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gulia:

"... die Bank verlangte es so" von meiner sehr guten Freundin.

Zu unterscheiden sind:

die Zustimmung des Ehemannes zur Bestellung der Grundschuld, wenn das zu belastende Grundstück praktisch das gesamte Vermögen des im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheirateten Eigentümers ausmacht, aber nur dann, wenn durch die Belastung der Grundstückswert ausgeschöpft wird,.

die persönliche gesamtschuldnerische Mithaft des Ehemannes zusammen mit der Ehegatten-Allein-Eigentümerin,

der Erwerb eines Miteigentumsanteils am Grundstück durch den Ehegatten.

Letzteres hätte die Bank m. E. nicht verlangen dürfen, zumal dadurch eine etwa erforderliche Sicherheitenverstärkung nicht eintrat.

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Die während der Ehe zugeflossenen Erbschaften und Schenkungen werden so behandelt, als ob sie bereits vor der Ehe zum Vermögen gehört hätten.

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Kommentar von EnnoBecker
23.10.2013, 20:58

Das ist zwar richtig, aber hier liegt das Problem woanders:

Die beiden haben eine GbR und halten jeder 50% des Grundstücks. Egal wer es mal bezahlt hat.

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Wo "rausgerechnet"?

Fakt ist doch, dass beide Eheleute jeweils zur Hälfte Miteigentümer des Grundstücks sind. Sofern keine schuldrechtlichen Vereinbarungen getroffen wurden, läuft die Tatsache, dass Schenkungen "von außen" nicht in den Zugewinn einberechnet werden, ins Leere.

die Bank wollte das so.

Das verstehe ich nicht. Seit wann bestimmt die Bank, wem was gehören soll? Da ist wohl irgendwas nicht ganz richtig gelaufen.

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