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9 Antworten

Ich/wir sind zwar noch keine 70 Jahre und and den 300 k für die Altersvorsorge arbeiten wir noch, kann mich aber eindenken.

Zunächst: DekaLux-Mix E1 finde ich nicht. Gibt es da ne WKN? DK1CJF = DEKA-EURORENT 2Y TF. Des is'n Dachfond. Dachfonds sind teuer. Und die Rendite von 7 k in den 5 Jahren seit der Finanzkrise? Der Fondmanager darf praktisch alles, erzielt aber de facto keinen Gewinn ...

Ich würde das, im Interesse des Ehepaars, ohne Finanzberater oder sonstiges, in einen günstigen Mischfond tun. Was mir spontan einfällt, konservativ und in der Vergangenheit eine sichere Anlage, wäre Ethna Aktiv (764930) oder CARMIGNAC PATRIMOINE (A0DPW0) - äußerst solide. Wenn es, wie es den Anschein hat, Anleihen sein sollen, finde ich im Grunde die beiden TEMPLETON GLOBAL BOND FUND A (MDIS) (749656) und TEMPLETON GLOBAL TOTAL RETURN FUND A (MDIS) (A0HGTM) als die interessantesten, konservativen Anlagen. MDIS: Die schütten monatlich aus (p.a. ca. 3-4%), was bei 300 k etwa 1,000 EUR monatlich (vor Steuer) entspräche. Ist die Frage, ob Ausschüttung gewünscht ist. Und Global Bonds sind heute konservativer als Europäische oder deutsche. Dies sollte auch dem Ehepaar vermittelbar sein.

Etwas mehr in Aktien aber sehr schön ist auch der FRANKFURTER AKTIENFONDS FUER STIFTUNGEN (A0M8HD), der zwar Aktien im Namen führt, wegen den Stiftungen allerdings eine sehr geringe Volatiltät aufweist. Mich persönlich hat er in den vergangenen 2-3 Jahren sehr überzeugt.

Und dann noch der ARERO und Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities (A0M430), beide dürften jedoch bei schlechter Konjunktur wegen des jeweils hohen Aktienanteils Not leiden.

Ethna Aktiv (764930) oder CARMIGNAC PATRIMOINE (A0DPW0) würde ich für Vermögen erhaltend halten und sie sind ja beide von der Philosophie her genau dafür vorgesehen.

Wenn meine über 80-jährige Mutter mal wieder von der Sparkasse mit einem neu abgeschlossenen Bausparvertrag kommt, denke ich auch immer ... MIr ist es aber noch nicht gelungen, sie von einem Sparplan Ethna Aktiv zu überzeugen. Aber das hier zur Rede stehende 70-jährige Ehepaar hat ja schon in Fonds investiert haben ... ja ... überzeuge sie von Ethna Aktiv ausschüttend (764930) oder thesaurierend (A0X8U6). Schön konservativ!

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Kommentar von Pumuckl12345678
15.02.2013, 20:45

Vielen Dank für die ausführlich Antwort. :-)

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"Also es sollte schon so etwas in der Art wie DEKA sein. Wäre Fidelity eine Möglichkeit?"

Ich habe dazu mal eine Rückfrage:

Meine Idee ("Sie möchten das so anlegen, daß das alles von alleine läuft, also das sie da nicht selber ständig drauf achten müssen ...") war hier zunächst Mischfond (die den Zweck haben, dass man nicht selber darauf achten muss, dass die Mischung stimmt). Wenn ich aber unter DEKA Mischfonds nachsehe (48 hits mit diesem Kriterium) fällt mir auf, dass im Prinzip keiner eine Rendite über 20% in 5 Jahren erzielte, mehrheitlich sogar eher negative Renditen in dem genannte Zeitraum. Fidelity Mischfonds ... ich finde die sind irgendwie so ähnlich wie DEKA Mischfonds, d.h. kaum Rendite aber stark in den Kosten. Aus meiner Perspektive würde sich also ein solcher Wechsel eher nicht lohnen.

Aber was ist mit der Anmerkung DEKA/Fidelity gemeint?

Hat die Sparkasse nur eine begrenzte Auswahl an Fondanbieter? Wenn ja, würde ich dort keine Fonds kaufen. Wenn das 70 jährige Ehepaar "Internet-affin" wäre ---> Online Broker (so was wie ComDirect, CortalConsors, DAB, auch Ing-Diba hat ein halbwegs vernünftiges Angebot).

Auch wenn zurückliegende Performance keine Prognose erlaubt: die Performance in den vergangenen 5 Jahren schließt ja einen Streßtest mit ein: Finanzkrise 2008/09. Der beste Performer unter den Mischfonds in den vergangenen 5 Jahren war, meinem online broker folgend, der schon erwähnte Floßbach A0M430, ca. 75% Wertzuwachs in 5 Jahren (mit Finanzkrise). Das sind nicht die 200 oder 300% die man seit ca. März/April 2009 mit Aktien hätte machen können und A0M430 ist halt ein Aktien-lastiger Mischfond ... nur über meinen Online Broker kann ich allein 2500 verschiedene Mischfonds kaufen (oder auch nur selbst analysieren) ... und dass ist der Punkt meiner Rückfrage.

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Kommentar von Pumuckl12345678
07.02.2013, 22:29

Hallo,

das mit Fidelity war nur so eine Idee, da man sich ja um nichts kümmern muß. Aber das ist auch schon wieder vergessen.

Hat die Sparkasse nur eine begrenzte Auswahl an Fondanbieter? Wenn ja, würde ich dort keine Fonds kaufen. Wenn das 70 jährige Ehepaar "Internet-affin" wäre ---> Online Broker (so was wie ComDirect, CortalConsors, DAB, auch Ing-Diba hat ein halbwegs vernünftiges Angebot).

Keine Ahnung was die Sparkasse hat. Man läßt sich dort beraten und vertraut der Beratung. Und die wissen ja auch nicht, was sie von diesem Angebot dieser Direktbanken kaufen sollten und dann muß man sich noch ständig drum kümmern... Bei Tagesgeld / Festgeld (bei der Sparkasse) wissen sie wenigstens, wo das Geld ist und das es sicher ist und können sich sorgenlos den Hobbys widmen. Oder wäre die jetzige Anlage dann doch besser? Danke

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Also, wenn ich das richtig verstehe, soll sich bei der Anlage zwar etwas ändern, aber im Prinzip soll sie gleich bleiben - quasi dasselbe nur mit anderem Namen, ja? So nach dem Motto: "Dusch mich, aber mach mich nicht nass!"

Das wird schwierig. Mir fallen, genau, wie den meisten anderen hier, einige Möglichkeiten ein, aber die haben alle nichts mit der bisherigen Anlage zu tun.

Woran haben die Leute denn gemerkt, dass diese DEKA-Idee doch nicht so toll war? Haben die das von alleine gemerkt oder sind sie drauf gestoßen worden? Was ist die Motivation, jetzt etwas zu ändern?

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2.Deka DE 000DK1CJF6: Start: 01.03.2009 = 150.000 Euro, Stand 31.12.2012 = 157.000 Euro

Dafür erst einmal sorry, aber das treibt mich zur Raserrei... oder treibt mir zumindest die Tränen in die Augen

War das nicht im März oder im April 2009 ... da diskutierte ich mit einem Verwandten: "Was denkst Du, jetzt 100 k in GE (General Electric)? Logik: Wenn die Wirtschaft wieder anspringt, dann zuerst in den USA, und GE ist ein hinreichend "undifferenzierter Saftladen", um vom Anspringen der Wirtschaft hinreichend sicher zu profitieren."

Mein Verwandter meinte: "Gute Idee!"

Ich hatte nur 2 Probleme: 1. Ich hatte keine 100 k und 2. Es gab bessere Ideen als GE.

100 k in GE im April 2009 .... sagen wir ca. 11.0000 Anteile. Das wären heute, konservativ gerechnet, 11.000 * 16 176.000 Euro (ohne die 3-4% Dividendenrendite)

Die Idee war also nicht die beste. So was wie Apple kostete nach der Finanzkrise unter 100 Euro, stand mal über 500 ist aber heute immer noch deutlich über 300.

Es gab also im März/April 2009 deutlich bessere Ideen als General Electric.

2.Deka DE 000DK1CJF6: Start: 01.03.2009 = 150.000 Euro, Stand 31.12.2012 = 157.000 Euro

Nunja --- da gab es aber auch bessere Ideen ... März 2009 ... danach stieg doch alles?!

ALLES, außer Deka.

Ich kann es mir heute noch nicht verzeihen, mich nicht im März/April 2009 über beide Ohren verschuldet zu haben, um GE Aktien zu kaufen...

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Sucht euch einen Finanzberater oder eine neue Bank (bei dem Vermögen würde ich zum ersteren tendieren, kostet eventuell mehr, ist aber unabhängiger) die euch umfassend beraten können. Und lasst vor Vertragsabschluss nochmal wen drüber schauen der ein bisschen was davon versteht. Ihr solltet gleich beides von der SK abziehen, wie schon diskutiert bringt kaum was, je schneller desto besser für euer Geld.

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Welche Funktion hast du? Es ist eher einfach, genau gesagt Tagesgeschäft, den Herrschaften zu helfen.

hr Vermögen steckt in zwei uninteressanten Fonds. Sie sind von der Sparkasse so beraten worden wie alle und weil das Management schlecht und die Kosten hoch sind, stecken sie in Produkten, bei denen dauerhaft das Risiko im Vergleich zu den Chancen zu hoch ist.

Unabhängige Berater (bevorzugt gute) können bei dem Anlagebetrag sehr einfach etwas zusammenstellen, bei dem die Chancen sehr hoch ist und das Risiko zu ihnen passt.

Dafür sind die da. Die überwachen das Portfolio dann auch laufenI und die Anleger haben genau das, was sie wollen.

Von der Sparkasse ist das aber nicht zu bekommen und ohne sich zu bewegen, kommen sie auch nicht weiter.

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Kommentar von Pumuckl12345678
02.02.2013, 15:20

Hallo,

also ein unabhängiger Berater stellt etwas zusammen und überwacht das auch, wahrscheinlich jährlich oder so? Das hört sich gut an. Aber wie kommt man dann an das ran, was der Berater zusammengestellt hat? Da müssten die Eheleute dann selber anhand der Aufstellung des Beraters im Internet tätig werden? Das kann doch dann der unabhängige Berater nicht für die machen, oder ?

Danke

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Ich habe Verständnis dafür das sich jemand nicht für Geldanlagen interessiert. Jedoch endet das Verständnis da, wenn man 10 Jahre lang seine Lebensrente einer Bank überläßt und sich überhaupt nicht darum kümmert. Wieso wird denn hier plötzlich gefragt. Was meint denn die Sparkasse dazu? Es ist doch von eurer Seite noch überhaupt nicht entschieden ob ihr bei der Sparkasse bleibt. Leuchtet es euch denn nicht ein daß die Performance bzw. Rendite die in den letzten Jahren erwirtschaftet worde ist miserabel ist. Kennt Ihr keinen in der Familie der sich zumindest mit konservativen Geldanlagen auskennt? Ich finde jeder Schukabgänger sollte zumindest Festgeld, Sparkonto und Sparbriefe kennen. Wo haben denn die 70 Jährigen in ihrem Leben gewohnt, das sie nicht mal dies kennen. So uninteressiert Bzw doof kann man doch gar nicht sein. Das kann man sogar in einem kurzem Beratungsgespräch schneller lernen als hier zu fragen. Also schnapp Dir mal die beiden 70 Jährigen und lassen Dich über konservative Sparanlagen für Senioren beraten und das bei verschiedenen Banken, dann bist Du ein wenig schlauer. Solange kann man ja das Geld auf einem Tagesgeldkonto liegen lassen. Immerhin besser als diese Fonds die wieder abstürtzen können.

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Kommentar von Pumuckl12345678
02.02.2013, 14:57

Jedoch endet das Verständnis da, wenn man 10 Jahre lang seine Lebensrente einer Bank überläßt und sich überhaupt nicht darum kümmert.

Natürlich haben die sich drum gekümmert. Da sie sich eben nicht für Geldanlagen interessieren, haben sie sich regelmäßig von der Sparkasse beraten lassen und das getan, wozu ihnen geraten wurde. Und wenn man dann zur Sparkasse geht und seine Bedenken äußert, ob das denn alle so gut ist, dann wird man von der Sparkasse überzeugt das alles in Ordnung ist. So ergeht es sicherlich nicht wenigen Menschen. Man weiß ja auch nicht, wo man besser aufgehoben ist. Menschen, die sich mit Finanzen regelmäßig beschäftigen, können sowas natürlich nicht verstehen, daß es Menschen gibt, die sich auf eine Bank verlassen.

Und natürlich kennen die Festgeld / Tagesgeld /Sparbriefe. Genau das wollten sie ja auch. In den Antworten auf die Frage von vor ein paar Tagen wurde aber zu Fonds geraten und nicht zu Festgeld. Jetzt wird wieder zu Festgeld / Tagesgeld geraten, da Fonds nicht in Frage kommen. Dann sollen sie das mal so machen. Ist ja auch das einfachste und sie wissen wenigstens, was sie haben. Und dann sollen sie mal anständig und regelmäßig in den Urlaub fahren und sich ein schönes neues Auto und sowas gönnen.

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Nur keine Scham, das Vermögen ist ihr Eigentum und sie können damit machen was sie wollen ! Immer auf die Eigene Stimme hören. Den schleimigen Bankern kann man eh nicht vertrauen, die verkaufen nur was sie aufgetragen bekommen. Für mich in dem Alter käme nur eins in den Sinn alles auflösen und bei einer Scheideanstallt, besser noch bei mehreren, Goldbarren in der Größe von 100-250 Gramm kaufen und zur Not im Bankschließfach bunkern. Namhafte Geldtransporteure bieten auch sichere Lagermöglichkeiten an. Das hat den Vorteil, keine Mwst. und lässt sich bei einer Erbschaft besser verteilen. Barren kann man jederzeit verkaufen. Der Wert ist immer steigend.

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Reichen die Antworten der letzten Frage nicht aus???? .....Verkaufen und das restliche Leben genießen bevor die Anlage wieder den Bach runter geht.

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Kommentar von Pumuckl12345678
02.02.2013, 08:58

Die Antworten waren super. Aber trotzdem wissen die Eheleute nicht, was zuerst verkaufen und wo anlegen.

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