Geldanlage Senior

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9 Antworten

Hallo und guten Tag,

Geldanlage ist ein an sich nicht geschützer Begriff.

Eine umfassende Beratung ist durch nichts zu ersetzten. Hier werden die Anlagziele klar definiert. Man spricht über Laufzeiten, über die Risikobereitschaft und vor allen Dinge über das Thema Verfügbarkeit.

Ehrlich: Ohne Beratung bitte keine Anlage!

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Kommentar von Weihnachtsmann7
19.08.2013, 20:43

Was ist denn besser (mal angenommen, man hätte nur diese drei Möglichkeiten zur Wahl):

  1. Beratung durch die Sparkasse

oder

2.Anlage durch Tipps, die man so in Internetforen bekommt

oder

3.Anlage in Festgeld/Tagesgeld

Danke

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Sparkasse schlägt etwas mit Deka

Logisch

Ich bin ohnehin kein Freund von Fonds. Einen Ertrag werfen die mMn nur ab, wenn man denen Zeit lässt, sich zu entwickeln.

Bei einem "höheren Geldbetrag" kann es unter Umständen nützlicher sein, das Gesamtinvestment einfach auf große Aktienwerte zu verteilen. Das Risiko ist dabei letztenendes auch nicht größer als bei dem Fonds. Der Vorteil ist der, dass man bei Bedarf von dem geeignetsten Wert verkaufen kann. Bei einem Fonds muss man unter Umständen zu schlechten Konditionen verkaufen.

Das hängt letztenendes auch von dem Interesse des Seniors ab, sich um die Anlage zu kümmern.

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Kommentar von Weihnachtsmann7
17.08.2013, 13:57

Es sollte eine Anlage sein, um die man sich nicht kümmern muß.

Darum sagte der Bekannte, daß z.b. Etna Aktiv eine gute Wahl wäre.

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Ei, das überrascht mich jetzt aber wirklich. Die Sparkasse schlägt etwas von Deka vor? Vielleicht einen Deka-Multi-Garant-Super-Europa-Sachwert-Fonds mit garantiert hoher Wertsteigerungschance? Hmm...

Sparkassenberater sind keine Berater, sondern Verkäufer. Nicht einmal gute Verkäufer, sondern Deka-Verkäufer. Deka ist auch keine besonders gute Fondsgesellschaft, sondern eben die der Sparkassen. Das rote Tuch kann sich nach 20 Jahren Deka-Anlagen jeder leisten - das Ding darunter wahrscheinlich nur der Banker oder jemand bei Deka.

Wenn man für jemanden im Rentenalter eine Anlage tätigt, dann muß das nicht darauf ausgelegt sein, daß höchstmögliche Konservativität herrscht, sondern es muß der gesamten Vermögenslage und den persönlichen Präferenzen des Anlegers entsprechen. Hat jemand also einen größeren Geldbetrag zur Verfügung, so spricht nichts dagegen, den auch in eine eher aktienlastige Anlage zu stecken - auch wenn dort immer 10+ Jahre draufsteht. Sorry, aber jemand mit 70 Jahren hat doch nicht unbedingt vor, mit 80 abzutreten... und selbst wenn, dann gibt es immer noch die Kinder. Beträge, die nicht dringend benötigt werden, kann man also auch im Rentenalter durchaus chancenorientiert anlegen, wenn man das mag.

Für die defensiveren Gemüter gibt es dann gute Mischfonds, die etwas mehr anleihenlastig sind. Auch diese haben ihre positiven Seiten in jeder Marktlage, denn sie sind wenig volatil und liefern einen langsamen, aber konstanten Zuwachs, der Inflation nach Steuern zumindest ausgleicht. Es geht dabei also um Kaufkrafterhalt.

Wird also ein größerer Geldbetrag nicht benötigt, so kann man diesen durchaus auf ein paar Fonds verteilen. Ein paar Fonds, da man ja nicht weiß, welcher besser laufen wird. Carmignac Patrimoine, Ethna Aktiv E, Flossbach von Storch Multiple Opportunities, Allianz Kapital Plus und noch ein halbes Dutzend von Fonds wird dann immer genannt. Man sollte sich mal anschauen, wie diese sich zusammensetzen und eine sinnvolle Kombination von 2-4 Fonds wählen. Gerne auch einen reinen Aktienfonds beimischen, der global oder europäisch investiert... wenn einen, dann vielleicht noch einen...

Und schon sind wir bei der Gretchenfrage: was wäre denn für diesen Anleger ein guter Mix? Das hängt vom Geldbetrag ab, von der Bedeutung dieses Geldbetrags für die Altersvorsorge bzw. Altersfinanzierung, von der Risikobereitschaft, von etwa sich abzeichnenden Bedarfen, von persönlichen Einstellungen... und viel mehr. Eine pauschal-perfekte Lösung gibt es da nicht. Pauschal würde ich nur raten, die Finger von Deka zu lassen :-)

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Kommentar von Weihnachtsmann7
18.08.2013, 00:04

Hallo und Danke.

Welche 2-4 Fonds wären in dem folgenden Fall eine sinnvolle Kombination ? :-)

Dieser Geldbetrag wird für die Altersvorsorge bzw. Altersfinanzierung nach dem jetztigen Stand nicht benötigt. Obwohl den vorhandenen Kindern bereits einiges übertragen wurde, kann der Rentner aufgrund diverser Nebeneinkünften gut leben und sich locker all das leisten, was er sich wünscht (leider ist er trotzdem immer sehr sparsam anstatt sich mal ordentlich was zu gönnen).Trotzdem sollte die Risikobereitschaft nicht allzu hoch sein (aus psychologischen Gründen). Riesen Renditen sind ihm unwichtig, aber über ein Mithalten mit der Inflationsrate wäre er dann doch sehr froh.

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Deka ist schlecht, der Tipp mit Ethna Aktiv oder CARMIGNAC PATRIMOINE ist gut (vereinfacht ausgedrückt). Die Frage ist nur, welchen Anlagehorizont der Senior hat? Auch bei Mischfonds wie den beiden o.g. können Kurs-Schwankungen auftreten. Zur 2.Frage: bei der Sparkasse wäre es machbar, würde aber tüchtig Gebühren kosten. 5% Ausgabeaufschlag bei Erwerb der Fondsanteile der Folgekosten. Stattdessen sollte der Senior ein Depot bei einer Plattform wie z.B. der Ebase über einen Vermittler eröffnen und dann OHNE Ausgabeaufschlag kaufen.

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Die beiden sind nicht schlecht, es gibt aber noch Alternativen. Auf jedenfall keinen fonds von der Sparkasse kaufen. Unabhängige Finanzberater bieten dir die beiden genannten Fonds und zusätzliche alternativen. du solltest auch nicht das ganze Kapital in einen fonds werfen.


Man kann Fonds mit einem dynamischen Trailinglimit absichern. Trailinglimit bedeutet in diesem Fall, dass das Limit immer dem Kurs folgt. Wenn die Märkte fallen geht es raus aus den Aktien und bei steigenden Märkten wieder rein in die Aktien. Durch die intelligente Kombination von der Stop-Loss-Order und der Start-Buy-Order ist es möglich mehr Rendite aus dem Aktienfonds-Depots zu erwirtschaften. Geht der Fonds nach der Kursumkehr um einen bestimmten Prozentsatz nach unten, wird der komplette Bestand in einen Geldmarktfonds geswitcht. Steigt der Kurs des Fonds wiederum einen bestimmten Prozentsatz, wird das Kapital wieder vom Geldmarktfonds in den ursprünglichen Fonds geswitcht. Es ist auch der Erwerb eines anderer Fonds möglich. Diese alles erfolgt natürlich ohne Ausgabeaufschlag.

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Kommentar von Weihnachtsmann7
17.08.2013, 19:20

Hört sich kompliziert an. Für den Weihnachtsmann zu kompliziert ;-)

Man würde sich ja auch von einem Finanzberater beraten lassen, daß Problem ist nur, daß das nach der Geldanlage von alleine laufen soll und man nicht regelmäßig auf den Finanzberater angewiesen sein möchte.

Darum sagte der Bekannte, daß vom Prinzip her Deka schon das Richtige wäre, aber einer dieser beiden Mischfonds besser wäre.

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Ja es ist machbar.

Ich halte hier ebenfalls Carmignac wesentlich besser, für eine neutrale umfassende Beratung solltest du aber vorallem bei höheren Anlagebeträgen einen selbstständigen Anlageberater suchen.

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Sowohl der Ethna Aktiv wie der Carmignac Patrimoine sind Mischonds. Ob das zu Deinen Anlagezielen paßt mußt Du beurteilen. Immer bergauf geht es nämlich nicht und gerade der Patrimoine schwächelt seit geraumer Zeit eher.

Paß im übrigen auf: Beide Fonds wird Dir Deine Sparkasse auch verkaufen können. Aber, es würde an ein Wunder grenzen, wenn man Dir auf den Ausgabeaufschlag irgendeinen Rabatt gewähren würde. Bei der ING-Diba, um nur ein beliebiges Beispiel zu nennen, gibt es den Patromoine ohne Ausgabeaufschlag und das Depot ist auch gratis.

Ich meine, Du solltest Dir zunächst mal die Wertentwicklung und die Volatilität der beiden genannten Fonds anschauen. Im Internet git es dazu jede Menge Infos zu ergoogeln. Dann kannst Du überlegen, ob das wirklich zu Dir und Deiner Zukunftsplanung paßt. Falls ja, dann suchst Du Dir die Bank bei der Du die Fonds am billigsten bekommst. Falls nein, mußt Du weiter suchen oder Dich von fachkundiger Seite beraten lassen.

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Kommentar von Weihnachtsmann7
17.08.2013, 14:02

Gibt es den Ethna Aktiv auch ohne Ausgabeaufschlag bei der DIBA?

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Kommentar von GAFIB
17.08.2013, 16:16

Mischfonds würde ich eher meiden, das Kursverlustrisiko durch den Anleihenanteil bei Zinsanstieg wäre mir zu groß. Besser trennen: Reine Aktienfondsanlage hier, und z.B. Festgeld als reine Geldanlage. Im übrigen war die Wertentwicklung von Mischfonds geringer als die von frei kombinierten reinen Aktien- und Rentenfonds. (auch wenn es dem allgemeinen "Plausibilitätsgefühl" eher widerspricht).

Vgl. http://www.bvi.de/statistik/wertentwicklung/

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Mein Rat :

Niemals die Sparkasse zur Geldanlage - sie verkaufen dir nur ihre eigenen, schlechten Produkte !!

Was dein bekannter sagt, tja so la, la - viel zu ungenau, bist du überhaupt an Fonds interessiert ?

Also, zunächst informieren und im Netz ist das der beste Link:

www.fmh.de (unabhängig und neutral)

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Ich schließe mich der Empfehlung des Bekannten an. Ethna und Carmignac ist auf jeden Fall besser. Gruß althaus.

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Kommentar von Weihnachtsmann7
17.08.2013, 13:53

Und das kann man auch bei der Sparkasse anlegen?

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