Geldanlage SAM Fidelity

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Zunächst einmal sollte es Dir zu denken geben, daß SAM von der Homepage fidelity.de nicht mehr zu erreichen ist. Ich kenne jedenfalls keinen Weg dorthin ;-)

SAM ist im Prinzip eine vernünftige Idee. Es geht darum, in das Portfoliomanagement einen systematischen Ansatz einzubringen, der vor allem nicht nur die Erstanlage und den Abschluß einen lang laufenden Sparplans beabsichtigt, sondern gezielt auch Umschichtungen und neue Fonds vorschlägt. Weiterhin wird den veränderten Bedürfnissen über die Zeit Rechnung getragen, wenn man auf einen bestimmten Zielzeitraum hin spart. Dabei soll nicht ein hektisches Handeln erfolgen, wenn irgendwo eine Börse den Schnupfen bekommt, sondern es wird anhand sorgfältiger Analysen entschieden bzw. eine Empfehlung abgegeben.

Das wäre schon eine Anlage, die für Laien, die dazu lernen wollen, geeignet ist. Ich kenne einige Leute, die auch heute noch zufriedene SAM-Kunden sind.

Fidelity hat sich entschieden, das Thema jedoch kleiner zu kochen und ich weiß nicht, ob es noch neue SAM-Kunden gibt. In verschiedenen Vergleichen ähnlicher Konzepte (jedoch nicht so breit gefächert mit Fonds aller möglichen Gesellschaften, sondern primär mit denen der eigenen Gesellschaften) bei z.B. VR-Banken (Union Investment), Sparkassen (Deka), Deutscher Bank (DWS) und HypoVereinsbank (primär Allianz) schnitt SAM immer recht gut ab - vor allem auch von den Kosten her.

Es gibt kein Patentrezept, aber ein systematischer Ansatz hilft, gewisse Fehler zu vermeiden bzw. einen Überblick zu behalten. Stimmt die Kostenseite, kannst Du ja mal Fidelity kontaktieren und prüfen, wie sich das Angebot für Deine Anlagesumme darstellt. SAM geht übrigens davon aus, daß man über Sparpläne auch weiter die Anlagen bespart.

Letztendlich ist jede Strategie, die Du aus der Hand gibst, eine Frage des Vertrauens. Kannst Du nachvollziehen, was hier passiert? Verstehst Du das Modell? Sind die Kosten klar und transparent und im akzetablen Rahmen? Sind die ausgewählten Fonds auch aus Deiner Sicht "gut"?

Fragen kostet nichts :-)

Kritik an Geldanlage / Altersvorsorge / Vermögensverwaltung erwünscht

Hallo zusammen, ich bin 34 Jahre alt verheiratet und habe ein Kind. Ich habe eine Lebensversicherung, eine betriebliche Altersvorsorge und wir wohnen in einem Mietshaus. Da wir wenig Miete zahlen und das Haus erben werden sind wir nicht an dem/einem Immobilienerwerb interessiert. Ich überlege mir gerade wie ich mein bisher erspartes sinnvoll anlegen kann. Im Moment schlummert es seit Jahren auf einem Tagesgeldkonto herum und ich bekomme sowenig Zinsen dass ich von dem doppelten Sparerfreibetrag garnicht profitieren kann und die Inflation langfristig alles zerstört. Tagesgeldkonto: 5-6 Netto-Monatsgehälter Rest (zwischen 50.000 und 100.000) würde ich gerne in ein Depot stecken. Vielleicht 60% Aktien (70% World 30% Emerging Markets) und 40% Anleihen (hier habe ich noch keine Idee, kurzfristig / mittelfristig? Deutschland? Europa? Nur Staatsanleihen oder auch Unternehmen?) In den kommenden Jahrzehnten würde ich dann vielleicht die Aktienquote runterfahren (100-Lebensalter) und langsam auch Rohstoffe hinzumischen (bis 10-15%). Das ganze würde ich gerne mit ETF´s realisieren. Mich reizen zwar auch der ARERO oder der db x-trackers Portfolio Total Return UCITS ETF 1C aber ich würde gerne mehr am Ball bleiben. Vielleicht nehme ich die beiden auch Anteilig mit ins Portfolio um sie im Auge zu behalten. Ich bin mir noch nicht sicher wie ich damit anfange. Ich bin mir bewusst dass niemand sagen kann wann in Gegenwart oder Zukunft ein Einstieg gut getimt ist, aber im Moment sind alle Kurse hoch und ich möchte es zumindest ein wenig strecken. Vielleicht alle paar Monate für ein Nettogehalt.

Das sind erstmal so meine Ideen, ich würde mich über Kritiken und Ideen sehr freuen!

Vielen Dank Euer Fichtenelch

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