Geldanlage für Senioren

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wie immer entscheidet wesentlich der sog. Anlagehorizont. Wenn es sich dabei um den persönlichen Anlagehorizont handelt, dann beträgt er statistisch leider nur noch wenige - hoffentlich aber gute - Jahre. Dann wäre alles außer Tagesgeld obsolet.

Wenn das Geld zum Vererben gedacht ist, dann leitet sich der Anlagehorizont ab von dem der Erben, und der dürfte deutlich länger sein, womit wir wieder bei der klassischen - individuell Risiko-adjustierten - Anlage aus Aktien, Renten und Immobilien wären.

Ja, es ist in der Tat zum Vererben gedacht, wobei meinereiner hälftig beteiligt ist. Dummerweise ist anlagemäßig aber schon fast alles vorhanden. Das Argument mit der besseren Streuung zieht daher nicht. Meine vorsichtigen Anregungen in Richtung Aktie wurden eher ungnädig beschieden. Nur der Kauf eines Mischfonds wurde genehmigt, jedoch in Stückzahlen die das Gesamtproblem nicht zu lösen in der Lage sind.

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@Privatier59

Wenn du die Verkaufshitlisten (nicht der Direktbanken sondern die der Pools, zu finden in "das Investment" oder "portfolio") oder die Listen, die gandalf in der letzten Zeit häufiger reinstellt von oben her durchgehst, kommst du auf lauter Vermögensverwalterfonds, die sich eignen. Wenn du dann noch auf die Korrelation achtest und vielleicht irgendwas, was mit einem Großteil der Fonds negativ korreliert beifügst (auch Fonds) hast du dein Portfolio.

Es gibt nebenbei Leute, die ausschließlich davon leben, für kleinere oder größere Vermögen derartige Lösungen zu finden und die Anleger zu betreuen. Das sind die, die entscheidend beeinflussen, was bei den Verkaufshitlisten oben steht.

Vermögensverwalter machen das für eher viel Geld. Ein dir bekanntes Unternehmen macht das bei dem Anlagebetrag mit 100 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag und auch sonst (aus der Sicht des Anlegers) umsonst.

Der wesentliche Unterschied dazu, dass du es machst: die Verantwortung/Haftung für die Beratung hat ein anderer!

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@Rat2010

@Rat2010: Wenn "Verkaufshitlisten" irgendeine sinnvolle Bedeutung hätten, wäre ich sogar dankbar, dann wäre die Auswahl der "richtigen" Fonds ja recht einfach. Haben sie aber nicht. Solche Hitlisten entstehen primär durch entsprechende Promotion der Fondsanbieter. Rationale Anlage hat mehr zu tun mit passender Portfolio-Struktur und niedrigen Anlagekosten.

http://www.finanzfrage.net/tipp/wie-hilfreich-sind-fonds-rankings

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@Privatier59

@P59: Vor Mischfonds habe ich an dieser Stelle schon häufiger gewarnt: Sie mögen ja furchtbar plausibel und auch bequem sein: Aber sie sind leider nicht sehr erfolgreich. Besser: Aktienfonds bzw. ETFs selber kombinieren mit reinen Rentenfonds. Oder, wenn jemand mit steigenden Renditen rechnet: Dann nur Aktienfonds und daneben Tagesgeld/Festgeld.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/finanzprodukte-fuer-jedermann/investmentfonds-unter-der-lupe-mischfonds-schneiden-schlecht-ab-12593074.html

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@GAFIB

... steigenden Renditen... -> Gemeint ist: Mit steigendem Zinsniveau, denn dann würden börsennotierte Renten(fonds) ja Kursverluste erleiden.

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@GAFIB

Für eine sinnvolle Benchmark, ob ein global orientierter Aktienfonds erfolgreich ist, halte ich übrigens den Index: "MSCI All Country World Index", der zu je ca. 50% die Industrieländer und die Schwellenländer abbildet, 2.500 Werte umfasst und 45 Länder abdeckt: -> WKN: LYX0MG (ETF)

Die Performance im lfd. Jahr beträgt +18,02%. Nach meiner Lesart muss sich jeder aktiv gemanagte Fonds mit globaler Ausrichtung genau daran messen lassen - und es gibt nur ganz wenige, die diese "einfache" Performance auch nur erreicht hätten.

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@GAFIB

Hörst du deinen Mandanten so zu, wie du meine Beiträge liest?

Ich schreibe von Listen, die ich durch meinen Beratung selbst maßgeblich bestimme. Weil ich oft Menschen berate, die in etwa das wollen, das Privatier jetzt braucht, sind einige der Fonds für ihn dabei.

Anlagekosten sind als Einflussfaktor für eine Anlageentscheidung kontraproduktiv. Du findest auch bei dem weltweiten ETF zwar nur etwa 50 % weltweit anlegender Aktienfonds, die besser laufen (weil der ETF immer voll investiert ist) aber vermutlich keinen, der auch nur annähernd so riskant ist. Dazu ist der Fonds für Privatiers Bedürfnisse eine klassische Themaverfehlung. Wenn der Rest 5 % steigt und die Beimischung 50 % fällt (was jederzeit auch kurzfristig passieren kann), ist der Opa unglücklich.

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@GAFIB

@GAFIB: Ich habe mir Deine WKN-Empfehlung angeguckt. Die Abweichung vom normalen MSCI World ist ja sehr gering, vielleicht sogar zu vernachlässigen. Aber ich habe dabei ja auch nur 1 Jahr ansehen können. Für Senioren wären die ETFs auf Basis beider MSCI World-Indices allerdings der Schocker: Kursverlust von 16 % innerhalb von nur 4 Wochen im Mai/Juni 2013, auch wenn es anschließend wieder aufwärts ging. Aber manche Rentner überleben das mental nicht. Für nervenflatterige Senioren klingt das eher wie eine Empfehlung der DRV;-)

Und man macht diesen Rentenbeziehern (immer) eine Freude mit ausschüttenden Fonds, weil es da was auf das Konto zum Konsumieren gibt, selbst wenn es nur ein wenig ist.

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@LittleArrow

@LA: Da liegt ein Missverständnis vor. Das war keineswegs eine Empfehlung, sondern stand in dem Zusammenhang, besser frei zu kombinieren mit Aktienfonds und Rentenfonds. Dann reduziert sich die (Gesamt-)Volatilität je nach Rentenfondsanteil natürlich ganz erheblich.

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@GAFIB

Nur ist die Idee, Aktien- und Rentenfonds vielleicht noch mit Tagesgeld zu mischen ja ausgesprochen problematisch. Im Mai und vielleicht auch in Zukunft ist nicht nur die Vola und der mögliche maximale Verust beider Anlageklassen zu hoch sondern auch deren Korrelation. Kunden, die ein defensives Portfolio wollen, vertragen auch dann keine fünf Prozent Rückgang, wenn sie Mitte Mai eingestiegen sind und bei ETFs kommen ja auch noch Erwerbskosten dazu,

Das ist ja der Grund aus dem seit mindestens acht Jahren der Trend hin zu Portfolien geht, bei denen die Rendite nur teilweise von den beiden Anlageklassen aber auch maßgeblich vom Geschick und der Grundeinstellung verschiedener Manger, der Vola oder anderen Anlageklassen abhängt.

Wenn die Kunden eine gleich bleibende Mischungen aus Aktien und Renten wollen, könnten sie auch gleich zur Sparkasse gehen. Das gibt es mit vielleicht geringeren Kosten aber das Thema ist doch, dass sie den maximalen Verlust nicht vertragen!

Ich weiss nicht wie das bei Honorarberatern ist aber kannst du darüber hinweggehen, dass es für die Kunden wesentlich bessere Lösungen gibt? Ich meine, es geht um einen Mitte-80-jährigen und wenn dem Aktien zu sehr schwanken kommst du mit Renten ebenso wenig zum Ziel.

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Zu diesem Thema könnte man nach einem langen Gespräch sicher einiges sagen - auch im Hinblick auf mögliche Schenkungen und Investitionen, die der Absicherung der Hobbies und Interessen des Angehörigen dienen - aber letztendlich wird man ohne dies nicht auskommen. Daher ist die Frage aus meiner Sicht ungeeignet für dieses Forum, da es drei Sorten von Antworten gibt:

Mit sind an dieser Stelle daher diejenigen lieber, die sich wohlweislich zurückhalten, da sie wissen, daß es keine Antwort geben kann, ohne wirklich ein intensives Beratungsgespräch zu führen, als diejenigen, die ihre grundsätzlich praktisch für alle Fälle gleichlautende Meinung kundtun und vehement verteidigen, jedoch noch keinen echten Nachweis erbracht haben, daß ihre Ideologie funktioniert.

Sorry, ich wollte nicht eine verschärfte Version von Rick Perry sein :-)

Die drei Sorten von Antworten:

  • Die einen halten sich wohlweislich zurück, da sie wissen, daß für eine qualifizierte Aussage hier nicht der Platz ist und auch nicht die nötigen Information vorliegen.

  • Die anderen wiederholen gebetsmühlenartig ihre Ideologie, ob sie nun paßt oder nicht, ob sie nun mit zur Realität paßt oder nicht.

  • Und wieder andere scheinen keine Ahnung von der Materie zu haben, davon aber ganz viel.

Ideen kann man in Foren wie hier ja finden, aber mit so wenig Informationen sind sogar Ideen schwierig.

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in so einem hohen Alter ist es relativ schwer, es sei denn derjenige will sein Habe den Nachkommen überlassen. hierbei sind viele Details zu berücksichtigen weshalb konkrete Vorschläge ohne genaue Details und Voraussetzungen sowie Einschränkungen schwierig sind. 

Aus diesem Grund empfehle ich dir Profis 

[...} Werbung vom Support gelöscht

 für die Beratung zur Geldanlage ans Werk zu lassen, da es sich auch nicht um einen kleinen Betrag handelt

Liebe/r Nmann75,

Fragen und Antworten dürfen auf finanzfrage.net nicht dazu genutzt werden, kommerzielle Dienstleistungen anzubieten, die Werbung in Deinem Beitrag wurde daher gelöscht und Dein Account zeitlich gesperrt.

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Vielen Dank für Dein Verständnis.

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Ria vom finanzfrage.net-Support

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